(openPR) Wie kann in Zukunft Geld verdient werden, wenn immer mehr Arbeitsplätze der Automatisierung zum Opfer fallen? Götz Werner, Gründer der dm-Drogeriekette, möchte das Problem mit Hilfe eines bedingungslosen Grundeinkommens lösen und dafür sorgen, dass der Staat jedem Bürger, vom Baby bis zum Greis, monatlich 1.000 Euro zahlt.
Ben Bernake, der ehemalige Chef der US-Notenbank Fed, schlug im Jahr 2002 mit dem Helikoptergeld ein ähnliches Konzept vor, das auch Mario Draghi, derzeitiger Leiter der Europäischen Zentralbank, interessant findet. Bei dieser Variante stellt nicht der Staat, sondern die Zentralbanken das bedingungslose Grundeinkommen zur Verfügung.
Beide Ansätze haben eine Gemeinsamkeit: Eine staatliche Institution soll sich darum kümmern. Die Ausschüttung des Geldes erfolgt durch eine höhere Stelle, der Bürger braucht oder soll sich um nichts kümmern.
Markus Hermannsdorfer, Autor des Buches „Jackpot!“, schlägt in seinem Werk eine dritte Möglichkeit vor, die ohne Kontrolle von oben auskommt. Mit Hilfe einer raffinierten Anlagestrategie sollen sich die Bürger selbst ein passives Grundeinkommen aufbauen, das alle lebensnotwendigen monatlichen Ausgaben für Miete, Strom, Versicherungen und ähnliche Dinge finanziert.
Die börsenüblichen Risiken federt Hermannsdorfer durch Diversifizierung und Verteilung der Vermögenswerte (Asset Allocation) ab. Um die schmale Rendite bei sicheren Anlagen wie Staatsanleihen zu erhöhen, drückt er mit weiteren Tricks fällige Gebühren und Steuern. Erzielte Gewinne werden in der Startphase immer wieder reinvestiert und schaukeln sich durch den Zinseszins-Effekt so lange hoch, bis ein nennenswertes passives Einkommen herauskommt, das den Bürger finanziell unabhängig von der Arbeit macht.
Finanzexperten, die bezweifeln, dass normale Bürger ohne fachliche Ausbildung fähig sind komplizierte Finanzstrategien umzusetzen, hält der Autor entgegen, dass moderne Fintech-Startups das strategische Investieren stark vereinfacht haben. „Mit den heute verfügbaren Programmen und Apps ist das Umsetzen meiner Finanztricks nicht schwerer als einen Windows-PC hochzufahren“, erklärte Hermannsdorfer bei der Vorstellung des Buches in München.
Befürworter der im Buch gezeigten Finanzstrategien halten es durchaus für möglich, dass „Jackpot!“ die Zukunft des Geldverdienens zeigt. Anstatt die ohnehin nicht mehr rückgängig machbare Automatisierung zu verteufeln, benutzt sie der technisch versierte Autor, der elf Jahre lang für das Computermagazin CHIP schrieb, als Hebel. Er verzichtet im Buch weitgehend auf Fachkauderwelsch, um das über die Börse erzeugte bedingungslose Grundeinkommen jedermann zugänglich zu machen.
Noch etwas spricht für die in „Jackpot!“ vorgestellten Ideen: Im Gegensatz zu Götz Werner, Ben Bernake und Mario Draghi präsentierte Hermannsdorfer bei der Buchvorstellung nicht nur eine Theorie. Der Autor gewährte den Anwesenden einen Blick in sein eigenes Wertpapierdepot, das ihm seit mehreren Monaten sämtliche monatlichen Fixkosten finanziert.
Hermannsdorfer stellt nicht nur Theorien über automatisiertes Geldverdienen auf. Er setzt sie auch in die Praxis um. Dieses Detail dürfte die Verkaufszahlen seine Buches in die Höhe schnellen lassen. Eine weitere Möglichkeit passiv Geld zu verdienen.










