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Industrie 4.0 im Mittelstand

09.03.201619:07 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Fraunhofer-Institute IPA und IAO wollen Kompetenzzentrum an der ESB Business School der Hochschule Reutlingen starten

An der Hochschule Reutlingen soll ein neues Kompetenzzentrum entstehen, das kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bei der Umsetzung von Industrie 4.0 unterstützt. Dafür will das Fraunhofer IPA mit dem Fraunhofer IAO und der Fakultät ESB Business School der Hochschule Reutlingen vor Ort eine neue Arbeitsgruppe gründen. Nach einer gemeinsamen Pressekonferenz am 9. März an der Hochschule überreichten die Kooperationspartner den Antrag zur Förderung des Fraunhofer-ESB-Kompetenzzentrums »Industrie 4.0 im Mittelstand« an Wirtschafts- und Finanzminister Dr. Nils Schmid.



Baden-Württemberg ist für seinen erfolgreichen Mittelstand bekannt. Beispielsweise sind über 300 Firmen aus der Fahrzeugindustrie und dem Maschinen- und Anlagenbau Weltmarktführer in ihrer Branche. »Um diese starke Position zu halten, müssen die KMU den globalen Wettbewerbsanforderungen an personalisierte Produkte und integrierte Dienstleistungen gerecht werden«, weiß Dr. Günter Hörcher, Leiter Forschungsstrategie am IPA.

KMU fehlt häufig der Zugang zu neuen Technologien

Am Markt gibt es heutzutage eine Vielzahl an Industrie-4.0-Technologien, die eine zukunftsfähige Produktion ermöglichen. KMU sind sich allerdings häufig unsicher, wie sie diese für ihre Anforderungen anpassen und einsetzen können. Hier knüpft das Fraunhofer-ESB-Kompetenzzentrum an. Die Arbeitsgruppe berät die Firmen nicht nur zu Produktivitätsverbesserungen durch Industrie 4.0, sondern stellt eine Testumgebung zur Verfügung und entwickelt mit ihnen neue Geschäftsmodelle. In gemeinsamen Projekten werden – gegebenenfalls mit öffentlicher Förderung – die Technologien in die wirtschaftliche Nutzung überführt.

In der Anfangsphase greift das Kompetenzzentrum neben der ESB Logistik-Lernfabrik in Reutlingen auch auf die Fraunhofer-Infrastruktur in Stuttgart zurück, u.a. das Applikationszentrum Industrie 4.0 des Fraunhofer IPA und die Modellfabrik des Fraunhofer IAO. Hier können sich Industrieunternehmen in realen Fabrikumgebungen informieren und weiterbilden. Später sollen Demonstratoren vor Ort errichtet werden. Die Fraunhofer-Institute IPA und IAO konzentrieren sich im Projekt auf unterschiedliche Schwerpunkte: »Das Fraunhofer IPA ist vor allem für die produktionsrelevanten Aspekte zuständig, das Fraunhofer IAO für Servicestrategien, Technologie- und Innovationsmanagement«, erläutert Hörcher. Die Kooperationspartner wollen ab April beginnen, die Arbeitsgruppe aufzubauen. Das Team soll sich aus erfahrenen Fraunhofer-Experten, Professoren der ESB-Business School sowie Absolventen der Hochschule zusammensetzen.

Kompetenzzentrum bündelt Expertenwissen und Regionalität

Bei der Pressekonferenz betont Dr. Nils Schmid die Bedeutung der wirtschaftsnahen Forschung vor allem für die KMU im Land. »Die Forschung im Bereich Industrie 4.0 hat einen hohen Wert für die Unternehmen in Baden-Württemberg. Auf der Grundlage der Forschungsergebnisse können sie auf globale Trends wie die zunehmende Individualisierung der Kundenwünsche und immer kürzere Produktlebenszyklen reagieren und damit ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit ausbauen. Mit der Forschung gewährleisten wir, dass auch kleine und mittlere Betriebe die Chancen der Digitalisierung nutzen können. Baden-Württemberg ist bei Industrie 4.0 Vorreiter, diese Position wollen wir weiter ausbauen.«

Hörcher sieht in der Vernetzung von Fraunhofer und der Hochschule einen großen Mehrwert: »Die Hochschule arbeitet mit den KMU aus der Region seit Jahren eng zusammen. Mit dem Know-how von Fraunhofer kann das Kompetenzzentrum die Unternehmen auf regionaler Basis vollumfänglich unterstützen«, so der Fachmann. Prof. Anette Weisbecker, stv. Institutsleiterin des Fraunhofer IAO, betont die Potenziale des Projekts für die KMU aus der Region. »Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist es ein zentraler Erfolgsfaktor, über die jeweils interessanteste Technologie Bescheid zu wissen und Projekte schnell umsetzen zu können. Mit dem Kompetenzzentrum bieten wir als Fraunhofer-Institute in Kombination mit weiteren Partnern und Multiplikatoren passgenaue, niedrigschwellige Unterstützungsangebote mit konkretem Anwendungsbezug.« Prof. Daniel Palm von der Hochschule Reutlingen ergänzt: »Wir müssen den Unternehmen in der Region den konkreten Nutzen aufzeigen – nur dann können wir Industrie 4.0 zum Erfolgsmodell machen. Wir wollen ihnen helfen, kostengünstiger, flexibler und kundenorientierter zu produzieren.«

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