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Fraunhofer IAO unterstützt Gründungsprozess interdisziplinärer Technologie-Start-ups

09.03.201609:44 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) High-Tech-Gründungen erfordern eine große Bandbreite an Kompetenzen und Fähigkeiten – meist mehr als ein Individuum oder eine einzelne Disziplin zu leisten vermag. Im Forschungsprojekt »Wissensdreieck« untersucht das Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) des Fraunhofer IAO, wie interdisziplinär aufgestellte Gründungsteams bestmöglich zusammenarbeiten können und fördert innovative Technologie-Start-ups.



Komplexe Probleme lassen sich nicht vollständig aus der Perspektive einer Fachdisziplin lösen. Innovationen entstehen vielmehr an der Schnittstelle zwischen Technologie, Markt und Design. Um die Potenziale interdisziplinär zusammengesetzter Gründungsteams zu nutzen, gilt es jedoch die Interaktion zwischen den unterschiedlichen Fachdisziplinen strukturiert zu gestalten und zu koordinieren. Die Kunst liegt darin, das spezifische und voneinander abgegrenzte Wissen, das jede Disziplin einbringt, sowie die unterschiedlichen Ansätze, Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen, symbiotisch miteinander zu verknüpfen. Hinzu kommen verschiedene Fachsprachen und Formen der Kommunikation. Um mögliche Barrieren zu überwinden, sind daher passgenaue Methoden notwendig, um die Interaktion und Kommunikation in interdisziplinären Teams zu fördern.

»Wissensdreieck« nutzt Potenziale interdisziplinärer Teams

In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt »Wissensdreieck« begleiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer IAO interdisziplinäre Gründungsteams, die gestalterische, technologische und betriebswirtschaftliche Kompetenzen vereinen. Dazu untersucht Fraunhofer IAO, wie das Potenzial unterschiedlicher Fachdisziplinen für Unternehmensgründungen nutzbar gemacht werden kann und erprobt passgenaue Methoden, um die Teams von der Ideenentwicklung bis zur Umsetzung zu unterstützen. Dabei kombiniert das Forschungsteam sozialwissenschaftliche und Designmethoden. Das Vorgehen im Projekt geht über bereits bestehende Ansätze hinaus, indem die verschiedenen Kompetenzen schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Gründungsprozess, nämlich in der Ideenentwicklung, zusammengebracht werden.

In einem ersten Workshop im April 2016 erarbeiten Gründungsmotivierte Ideen für innovative Produkte und Dienstleistungen zu den Themen »Gesundheit« und »Nachwachsende Rohstoffe«. Die spannendsten Ideen werden von mehreren Gründungsteams innerhalb von vier Monaten weiterentwickelt und am Ende vor möglichen Investoren präsentiert. Teams mit hohem Gründungspotenzial erhalten über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren weiterhin Unterstützung bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Geschäftsidee. Die dabei eingesetzten Methoden werden durch qualitative Interviews und ein Gründungs-Tagebuch evaluiert. Im Mittelpunkt der Evaluation stehen folgende Kernfragen:

- Was sind Hürden und Herausforderungen bei der Zusammenarbeit interdisziplinärer Gründungsteams?
- Durch welches Methodenset kann die Zusammenarbeit in interdisziplinären Gründungsteams erfolgreich unterstützt werden?

Mit dem anwendungsnahen Vorgehen können im Projekt »Wissensdreieck« nicht nur passgenaue Methoden für eine bessere Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams entwickelt werden. Es wird zudem ein Ansatz erarbeitet, wie Forschungsergebnisse innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft durch interdisziplinäre Teams in die Anwendung überführt werden können.

JUWL – erfolgreiches Gründungsprojekt

Seit zwei Jahren unterstützen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI)des Fraunhofer IAO in Berlin im Rahmen von »Wissensdreieck« und dem Vorläuferprojekt »Wissenspool« das Gründungsprojekt JUWL. Die Idee von JUWL ist es, mittels einer interaktiven Pyramide jedes Touch-Display um die dritte Dimension zu erweitern und so eine 360° einsehbare holografische Illusion zu ermöglichen.

Die Gründerin Jacqueline Hen studierte Visuelle Kommunikation an der Universität der Künste Berlin und dem Art Center College of Design in Pasadena, Los Angeles. Die Grundidee von JUWL entstand im Zuge ihrer Bachelorarbeit, in der es um die Frage ging, wie Gestaltung durch die Entwicklung neuer Kommunikationsmethoden einen bewussten Umgang mit täglichen Konsummustern anregen kann. In einem Kreativ-Workshop des Projekts »Wissenspool« wurde dieser Gedanke weiterentwickelt. Ziel des Workshops war es, unter Einbeziehung gestalterischer Kompetenzen technologiebasierte Produkte und Dienstleistungen zum Thema Kommunikation zu entwickeln. Besonders vielversprechende Ideen sollten in Transferprojekten umgesetzt werden.

Jacqueline Hen entwickelte hier einen holografischen Bildschirmaufsatz. Ihr Ziel war es, das Haptische mit dem Digitalen zu verbinden und Bildschirme durch die Nutzung einfacher Mittel um die dritte Dimension zu erweitern. Mit ihrer Idee konnte sie sich neben den anderen Teilnehmenden durchsetzen. Die gestalterische Kompetenz der Gründerin wurde durch technisches Know-how und betriebswirtschaftliche Beratung ergänzt. In diesem Wissensdreieck und mit inhaltlicher und methodischer Unterstützung des Fraunhofer IAO konnte ein Geschäftsmodell erarbeitet und die Idee zur Produktionsreife weiterentwickelt werden. Im Rahmen der CeBIT im März 2016 wird sie ihr Produkt JUWL vorstellen und beginnt damit die Suche nach Investoren und ersten Kunden.

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