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Vom Mitarbeiter zum Vorgsetzten

02.03.201620:28 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Vom Mitarbeiter zum Vorgsetzten

(openPR) Vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten

Erfolg, ein höheres Einkommen, neue Herausforderungen – mit der Beförderung vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten geht für viele ein Wunsch in Erfüllung. Es ist der entscheidende Schritt auf der Karriereleiter, denn es ist der Beginn eines neuen beruflichen Abschnitts. Um diesen Karriereschritt auch leben zu können, heißt es Abschied nehmen. Wesentliche Bereiche sind:


• Partnerschaft
• Familie und deren Feierlichkeiten
• Freunde und Freizeitgestaltung.

Um Führung leisten zu können, muss man sie leben. Führungskräfte messen ihre Arbeitsleistung nicht nach Stunden und warten nicht auf den erholsamen Feierabend. Der von manchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern heiß ersehnte Freitag mit dem Beginn des Wochenendes verliert seinen Reiz, denn es ist ein ganz normaler Arbeitstag. Um das Leben dem Beruf widmen zu können, brauchen Führungskräfte einen freien Rücken, d. h.
• Zeit
• Ruhe und
• einen organisierten Alltag.

Partnerinnen bzw. Partner müssen dies mittragen: den Alltag organisieren, soziale Kontakte pflegen und die freie Zeit nicht mit Vorwürfen ausstatten, sondern mit Muße und Erholung. Parallel zur Partnerschaft haben auch die Familie und Freunde Ansprüche, die häufiger als früher abgesagt, verschoben oder vertröstet werden müssen. Der Verlust von vertrauensvollen Kontakten, guten Freundinnen und Freunden und dem Wissen um das Wohlergehen von Eltern, Geschwistern und Verwandten ist beim Wechsel in die Führungsetage vorprogrammiert, denn noch immer hat ein Tag nur 24 Stunden. Mit dem Ziel von Work-Life-Balance kann sich ein Verlust in Grenzen halten, ist aber trotzdem nicht zu vermeiden.

TIPP: Besprechen Sie mit Ihren Lieben die möglichen Veränderungen, vereinbaren Sie gemeinsame Termine oder Rituale, die Platz im beruflichen Kalender finden. Fragen Sie Ihre Partnerin bzw. Ihren Partner, welche Gemeinsamkeiten wegfallen können und worauf auf keinen Fall verzichtet werden sollte. So ersparen Sie sich böse Überraschungen.

Der Aufstieg auf der Karriereleiter erfordert auch im Umgang mit den Menschen am Arbeitsplatz neue Strategien. Der Small Talk über Kolleginnen und Kollegen entfällt ebenso wie die Kritik an der Unternehmensführung oder höheren Vorgesetzten. Die frühere Vertrauensbasis unter Kollegen ist mit dem Wechsel der Rolle verschwunden und im Kreise von Führungskräften herrscht Vorsicht im Miteinander. Gibt es einen Mentor, der die neue Führungskraft in ihrer Arbeit unterstützt, ist noch immer ein hilfreicher Austausch und die Unterstützung bei der Umsetzung von Entscheidungen gegeben. Fehlt dieser Beistand, müssen Führungskräfte ihre Entscheidungen allein treffen und umsetzen.

• Hierarchie
• Funktion
• Macht
sind Elemente von Führung und sie werden gelebt. Die übertragene Verantwortung für Inhalte und Mitarbeiter wird stets von anderen Führungskräften gesehen, gegebenenfalls beurteilt und für weiterführende Aufgaben in den Blick genommen. Entscheidend für das Klima in Führungskreisen ist die Unternehmenskultur. Sind Konkurrenz, Druck und das Streben nach Ergebnissen oberste Ziele, herrscht in Führungskreisen ein angespanntes Klima, in dem jeder der bzw. die Beste sein möchte. Gelten Synergien, Kooperation und optimales Know-how als wesentliche Bausteine der Unternehmenskultur, liegt der Schwerpunkt im Miteinander einzelner Personen.
TIPP: Sie werden sich dem herrschenden Klima in Führungskreisen anpassen müssen. Jeglicher Wunsch nach Veränderung ist zum Scheitern verurteilt, da Sie dort nicht die Macht haben. Fragen Sie sich vorher, ob Sie das aushalten können.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind nur so gut wie die Führungskräfte, die für sie zuständig sind. Leisten sie schlechte Arbeit oder gibt es ein negatives Klima im Büro, haben Sie als Führungskraft nicht nur Handlungsbedarf, sondern auch eine Pflicht der Fürsorge. Zum Einen brauchen Führungskräfte eine sensible Wahrnehmung für Stimmungen und Atmosphäre, zum Anderen brauchen sie ein Bündel an Methoden und Maßnahmen, um handeln zu können. Sowohl der Kontakt zur einzelnen Person ist notwendig, als auch zum Team, um das Miteinander in der geführten Abteilung zu verstehen. Jedes Team hat
• einen Vorreiter
• gelegentliche Störenfriede
• Mitläufer
• Fleißige und
• Faulpelze.

Ändern sich bestehende Rollen, verändert sich ein ganzes Team. Hier den Überblick zu bewahren, Änderungen einzuführen oder Negatives aufzuhalten, ist Ihre Führungsaufgabe. Wie Sie diese managen, verrät weder ein Karrierehandbuch noch ein Mentor. Ihre Persönlichkeit ist entscheidend. Haben Sie ein Rückgrat, Überzeugungen, Werte, die im Unternehmen gelebt werden und die auch Ihre sind? Dann fällt es leicht, sich zu positionieren. Mit Feingefühl, Überzeugungskraft und gegebenenfalls auch Autorität können Sie kommunizieren, was Sie für die Erfüllung der Aufgaben für notwendig halten. Denn schließlich sind Sie deshalb Führungskraft: Ihnen zugeteilte Bereiche des Unternehmens „mit Mann und Maus“ zu managen.

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