(openPR) RAVENSBURG/ROSENHARZ – Der wilden Kunst von Helmut Sturm widmeten sich Schüler im Profilfach Kunst am Welfen-Gymnasium Ravensburg zusammen mit Künstlern der Kreativwerkstatt der Liebenauer Arbeitswelten Rosenharz (Stiftung Liebenau). Frei nach dem Gemälde "Golz und Golem" der Stiftung Selinka entwickelten sie ihre eigenen "Golems" und inspirierten sich gegenseitig mit Farben und sehr viel Mut zum Ausdruck.
Respektvoll und achtsam
Dank der Kooperation zwischen dem Welfen-Gymnasium und den Liebenauer Arbeitswelten hatten die Schüler schon viel von der Kreativwerkstatt in Rosenharz gehört. Menschen mit Behinderung nehmen regelmäßig am Profilfach Kunst im Welfen-Gymnasium teil. Nun kamen die Schüler mit Kunstlehrerin Karin Wegmann zum Malen nach Rosenharz. Es war eine Begegnung auf freundschaftlicher Basis im großen Atelier. Respektvoll und im achtsamen Umgang miteinander arbeiteten Schüler und Beschäftigte Hand in Hand.
Eine Idee verwirklichen
Als Vorlage für das Malen auf Leinwand dienten Entwürfe der Schüler, die in der Auseinandersetzung mit "Golz und Golem" von Helmut Sturm entstanden waren. Das Gemälde der Stiftung Selinka ist derzeit im Welfen-Gymnasium zu sehen. Mit dunkler Kreide übertrugen die Schüler ihre Skizzen auf großformatige Leinwände, immer im regen Austausch mit den Beschäftigten. Sie unterstützten sich gegenseitig. Großzügig verteilte Kunsttherapeutin Irmgard Stegmann Farben und Pinsel. Das gemeinsame Malen konnte beginnen.
Alles ist erlaubt
Mit zunehmendem Mut zu außergewöhnlichen Farbkompositionen belebten die Schüler ihre Strichzeichnungen mit viel Liebe zum Detail. Jeder Golem wurde einzigartig. Der eine dunkel und düster, der andere lebensfroh und frech mit rosa Farbakzenten. Nie malte einer alleine. Auf der Leinwand begegneten sich die Künstler. Sie ließen den Pinsel tanzen, malten ineinander und darüber hinweg und schufen fantasievolle Übergänge von einem Golem zum anderen. Die Menschen mit Behinderung waren mittendrin: Jede Einmischung in Form und Farbe war erwünscht.
Kunst macht Mut
Mit seiner experimentellen Kunst forderte und förderte Helmut Sturm (1932-2008) das gemeinschaftliche Arbeiten und somit Inklusion bis hin zu einer gesellschaftlichen Veränderung. Die Welfenschüler haben sich auf seine Spuren begeben. In der Kooperation mit der Kreativwerkstatt können sie Vorbehalte abbauen, mit dem Ergebnis inhaltsreicher Gemeinschaftswerke.
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Weitere Infos zu den Liebenauer Arbeitswelten der Stiftung Liebenau finden Sie unter www.liebenauer-arbeitswelten.de.
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