(openPR) RAVENSBURG/ROSENHARZ – Ein Jahr lang hat das Gemälde „Golz und Golem“ von Helmut Sturm (1932-2008) aus der Sammlung der Selinka-Stiftung die Welfen-Schüler inspiriert und begleitet. Angelehnt an die experimentelle Kunst Helmut Sturms sind aktuell Schülerarbeiten im Welfen-Gymnasium zu sehen. Die Schule eröffnete die Ausstellung mit Gästen aus der Kreativwerkstatt Rosenharz der Liebenauer Arbeitswelten (Stiftung Liebenau). Sie kooperiert mit dem Vorprofil „Kunst“.
Finstere Gesellen
Schon im Schulhof weisen faszinierend farbige, finstere, mannshohe Gesellen in Holzbauweise den Weg in die Ausstellung. Diese führt durch die ganze Schule und beginnt im Foyer mit den vier großformatigen Werken, die in der Kreativwerkstatt entstanden sind. Mit Skizzen, die ihren Vorstellungen von „Golems“ entsprachen, kamen Schüler der 6. Klasse im Vorprofil Kunst im Februar dieses Jahres mit Kunstlehrerin Karin Wegmann in die Kreativwerkstatt. Beflügelt von dem Mut der Beschäftigten zur Farbe sind beim gemeinsamen Malen eigenwillige Werke frei nach Helmut Sturm entstanden.
Echte Künstler
„Golem“ ist eine Figur aus einer jüdischen Legende. Ein „Golem“ darf alles und kann alles. Noch bei der Vernissage sind die Schüler beeindruckt, wie sehr sich die Beschäftigten auf diese grenzenlose Freiheit der Kunst eingelassen haben. „So stellen wir uns echte Künstler vor“, erklärt eine Schülerin. Auf der Leinwand begegneten sich Schüler und Beschäftigte mit Ideen, Farben und Formen. Gemeinsam haben sie ganz eigene Werke von „Golz und Golem“ erschaffen. Die Figuren erobern die Leinwand, tanzen in den Farben.
Selinka-Stiftung
Das Gemälde „Golz und Golem“ von Helmut Sturm begründete die Kooperation des Gymnasiums mit der Selinka-Stiftung. Jedes Jahr wird sie der Schule ein Gemälde ihrer Sammlung als großformatigen Kunstdruck zur Verfügung stellen. „Wir wollen den Schülern die Bilder näher bringen“, berichtet die Kunstlehrerin. Die Ausstellung überzeugt. Gudrun Selinka von der Selinka-Stiftung ist von dem Resultat beeindruckt: „Helmut Sturm wäre stolz und würde sich freuen. Malt weiter so!“
Von innen nach außen
In der Ausstellung erinnert nichts mehr an leere Leinwände, kunstvolle Skizzen und bunte Farbtöpfe. Doch genau diese Begegnung in der Kreativwerkstatt wird von den Schülern so geschätzt. Begeistert berichten sie von der experimentellen Art zu Malen.
Der Umgang fällt leicht
„Das gemeinsame Malen war schön“, so die Schüler. Gerne würden sie bald wieder zusammen mit den Beschäftigten in der Kreativwerkstatt malen. Doch sie sind sich einig: „Auch andere sollen diese besondere Erfahrung machen dürfen.“ Ein neues Gemälde aus der Sammlung der Selinka-Stiftung wird das kommende Schuljahr begleiten. Die Kooperation mit den Liebenauer Arbeitswelten geht in das dritte Jahr. Die Vernissage zeigt, der Umgang miteinander fällt leicht.
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Info: Die Ausstellung ist während der Schulöffnungszeiten bis einschließlich 27. Juli für Interessierte zugänglich.
Weitere Infos zu den Arbeitswelten der Stiftung Liebenau finden Sie unter www.liebenauer-arbeitswelten.de.
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