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Kunst und Kalter Krieg - Deutsche Positionen 1945 – 1989

22.01.200908:08 UhrKunst & Kultur
Bild: Kunst und Kalter Krieg - Deutsche Positionen 1945 – 1989
Immendorf, Jörg  Café Deutschland IV, 1978  Öl auf Leinwand , Städtische Galerie beim ZKM, Karlsruhe
Immendorf, Jörg Café Deutschland IV, 1978 Öl auf Leinwand , Städtische Galerie beim ZKM, Karlsruhe

(openPR) Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg vom 28. Mai bis 6. September 2009

Am 23. Mai 2009 feiert die Bundesrepublik Deutschland den 60. Jahrestag ihrer Gründung. Aus diesem Anlass eröffnet das Germanische Nationalmuseum eine Retrospektive, die einem zentralen Kapitel der Moderne in Deutschland gewidmet ist.



Die Ausstellung zeigt rund 320 Werke der Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Installationskunst aus der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik, darunter Werke von Joseph Beuys, Bernhard Heisig, Jörg Immendorf, Anselm Kiefer, Via Lewandowsky, Wolfgang Mattheuer, A. R. Penck, Gerhard Richter, Willi Sitte, Werner Tübke und Wolf Vostell. Sie werden als Ausdruck einer umfassenden Auseinandersetzung um konkurrierende Menschenbilder und ideologische Konzepte während des Kalten Kriegs verstanden. Begleitet werden die Werke aus deutschen und amerikanischen Museen sowie Privatsammlungen von Film-, Foto- und weiteren zeithistorischen Dokumenten.

Die unterschiedliche Entwicklung der Kunst nach Ende des Zweiten Weltkrieges in den deutschen Staaten ist ohne die ideologischen Konzepte des Kalten Krieges nicht denkbar. Doch wie tragbar sind diese Denkmuster heute noch, um deutsche Kunst nach 1945 zu umschreiben? In der Ausstellung werden Stichworte wie „Abstraktion“ oder „Realismus“ und deren pauschale Zuweisung an die eine oder andere Seite kritisch hinterfragt. Dabei treten Verdrängungsmechanismen beider deutschen Staaten in Erscheinung, die auf die neue politische Situation unterschiedlich reagierten: In der Bundesrepublik durch die Flucht in eine „affirmative Moderne“, in der DDR durch einen plakativen „Antifaschismus“. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung damals nicht wahrgenommene und auch heute noch weitgehend unbekannte Dialoge von Künstlern aus Ost und West sowie die Auseinandersetzung mit einer gemeinsamen, verdrängten Vergangenheit.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit zwei Partnern, dem Los Angeles County Museum of Art und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin realisiert. Nach der Eröffnung in Los Angeles im Januar 2009 wird die Ausstellung vom Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg und vom Deutschen Historischen Museum in Berlin übernommen. Als Kuratorin konnte Stephanie Barron, Kunsthistorikerin am Los Angeles County Museum of Art, gewonnen werden; Eckhart Gillen („Kulturprojekte Berlin“) zeichnet als Co-Kurator verantwortlich.

Rahmenprogramm zur Ausstellung in Nürnberg:

Umfassendes Vermittlungsangebot inklusive Audio-Guide des Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrums (KPZ)

„Open houses“ — Führungen und Programm für in der Metropolregion Nürnberg stationierte Amerikaner

„Deutsch-deutsche Filmwelten“ in Kooperation mit dem Filmhaus Nürnberg
Studientage für Schüler (ab 9. Klasse) mit Kino- und Ausstellungsbesuch, vorbereitet durch eine Lehrerfortbildung Gymnasium (25. Mai) und eine offene Informationsveranstaltung für Lehrer aller Schularten (28. Mai)

Konzert mit Werken von Komponisten beiderseits der Mauer in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk (13. Juni)

Vortragsreihe: „Städtebau und Denkmalpflege“ (10. Juni); „Comic und politische Karikatur“ (1. Juli), weitere in Vorbereitung

Wissenschaftliche Tagung „Kunst und Kalter Krieg. Deutsche Positionen 1945-1989“ (16.-18. Juni)

Wissenschaftliche Tagung „Kunst und Kirche in der DDR“ in Kooperation mit dem Arbeitskreis zur Erforschung der bildenden Kunst in der DDR (2.-3. September)

Podiumsdiskussion zum Kalten Krieg und zur Vergangenheits-bewältigung mit Zeitzeugen und Vertreterinnen und Vertretern der Nachwendegeneration, in Kooperation mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung (angefragt).

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