(openPR) Künstler: Iván Abreu (Video, Zeichnung, Performance), Vanessa Farfán (Malerei, Installation), Lucero Hernández (Installation, Performance), Marisa Polin (Malerei) und Heriberto Quesnel (Malerei, Collage)
Bereits zum 6. Mal veranstaltet die Emerson Gallery Berlin ein Sommerfest mit internationaler Kunst: Im Fokus steht dieses Jahr Mexiko. Das Land befindet sich im Krieg, und dennoch dringt erstaunlich wenig in das öffentliche Bewusstsein. Seit der mexikanische Präsident Felipe Calderón bei seinem Amtsantritt Ende 2006 den mächtigen Drogenbanden des Landes den Kampf angesagt hat, sind fast 40.000 Menschen ums Leben gekommen. Entführungen, Erpressungen und Fälschungen von Dokumenten oder Kreditkarten gehören zum Alltag dieses stillschweigenden Krieges, der im Ausland kaum wahr genommen wird.
Mexiko - ein Land im Ausnahmezustand - vermittelnd zwischen der ersten Welt im Norden und der dritten Welt im Süden, mit der Hauptstadt Mexiko-City und den 20 Millionen Einwohnern bringt in der Phase der Globalisierung neue Strategien zeitgenössischer Kunst hervor. Unter dem Titel „Mexiko trifft Berlin“ zeigen wir daher fünf künstlerische Positionen aus Mexiko, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise Facetten der heutigen mexikanischen Gesellschaft reflektieren.
Die Künstler setzen sich mit den aktuellen Ereignissen in ganz verschiedenen künstlerischen Medien und Genres auseinander. Malerei, Collagen, Video und Fotografie sind genauso in der Ausstellung vertreten wie Installationen und Klangkunst. Einige der Arbeiten evozieren unmittelbar Bezüge zu dem umgreifenden Drogenkrieg. Die Künstlerin Vanessa Farfán zum Beispiel lässt weißes Baby-Puder auf einem Spiegel durch einen rotierenden Kreisel aufwirbeln. Andere Künstler der Gruppe spielen subtiler auf die gegenwärtige Situation an. So etwa Lucero Hernández’ Votivgaben in Form von nachgebildeten Körperfragmenten, die sich auf die sogenannten „Frauenmorde von Ciudad Juárez“ beziehen. Eine seit 1993 andauernde Mordserie in der nordmexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez, die bisher weitgehend unaufgeklärt blieb. Die Ausstellung vermittelt insgesamt den Eindruck einer Gesellschaft, die sich im Wandel, ja im radikalen Umbruch befindet, mit all seinen dadurch ausgelösten Gefühlen wie Angst, Wut und Zweifel, aber auch durch die etwas zarter durchscheinenden Hoffnungen.
Dauer der Ausstellung: 23. Juli – 03. September 2011
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 19 Uhr, Samstag 12 - 16 Uhr und nach Vereinbarung
Emerson Gallery Berlin
Gartenstr. 1
10115 Berlin
Tel. (030) 24047295
Fax. (030) 24047296
www.emerson-gallery.de
Über das Unternehmen
Mit der EMERSON Gallery Berlin (EGB) eröffnete im Herbst 2003 ein neuer Schauraum im vitalen und weiterhin expandierenden Galerienviertel „MitteNord“, zwischen Torstraße und Invalidenstraße. Die EMERSON Gallery Berlin präsentiert zeitgenössische Kunst und stellt insbesondere gesellschaftsbezogene Positionen zur Diskussion, ohne medienspezifisch ausgerichtet zu sein.
Das Profil der Galerie des aus New York stammenden Inhabers Russell Radzinski richtet den Fokus auf Standpunkte zur Gesellschaft, die im Werk der vertretenen Künstler – neben einer starken künstlerischen Sprache - in unterschiedlichem Maße zu erkennen sind.
Einen wichtigen Standpunkt zur Gesellschaft stellt das Editionskonzept dar. Begleitend zu den regulären Ausstellungen entsteht jeweils eine Edition mit einer Auflage von bis zu 50 Exemplaren mit einem Preis von max. 400 Euro. Dadurch bieten wir auch neuen oder jungen Sammlern die Möglichkeit, anspruchsvolle Kunst zu einem moderaten Preis zu erwerben und die Auseinandersetzung mit Kunst im eigenen Umfeld zu fördern. Ferner bietet die Galerie mit den kürzeren Intermezzo-Ausstellungen (7 bis 14-tägig) jungen und bisher unbekannten Künstlern mitunter erstmalig ein öffentliches Forum. Diese Präsentationen finden bis zu vier Mal im Jahr zwischen den regulären Ausstellungen statt und werden in Katalogheften publiziert.
Das kulturelle Rahmen- und Veranstaltungsprogramm vertieft den Dialog mit dem Publikum und dient der Erörterung von Fragen, die durch die präsentierte Kunst aufgeworfen werden. Durch Podiumsgespräche, Performances oder Lesungen beispielsweise regen wir Gespräche zwischen Künstlern, Kunstliebhabern, Wissenschaftlern, Geschäftsleuten und Politikern an. Diesem Zweck dient auch das jährlich stattfindende Sommerfest internationaler Kunst mit wechselndem Länderschwerpunkt. Es ermöglicht einen intensiveren Einblick in das aktuelle internationale Kunstgeschehen, auch in den Bereichen Darstellende Kunst oder Musik.
Nicht zuletzt: Als Exklusivanbieter des Corporate Supporters Program (CSP) spricht EGB die Wirtschaft an und ermöglicht eine fruchtbare Zusammenarbeit und Wechsel-beziehung zwischen Wirtschaft und Kultur.
Die Galerie ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien e. V.