(openPR) Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) unterstützt die heute gestartete Initiative ‘Rauchfrei Pflegen’ ausdrücklich. Durch Mitzeichnen verpflichtet sich der Verband, für die mit ‘Rauchfrei Pflegen’ verknüpften Anliegen und Ziele einzutreten und Tabakprävention und Tabakentwöhnung in den Pflegeberufen aktiv mitzugestalten. „Dass gerade unter beruflich Pflegenden die Raucherprävalenz vergleichsweise hoch ist, muss zu denken geben. Denn sie sind wichtige Multiplikatoren und Botschafter, wenn es darum geht, in der Bevölkerung ganz allgemein und bei Patientinnen und Patienten gesunde Lebensweisen anzuregen. Zudem bedeutet Rauchen für Frauen – und beruflich Pflegende sind zu mehr als 80% weiblich – ein deutlich erhöhtes Gesundheitsrisiko“, sagt DBfK-Sprecherin Johanna Knüppel. „Dass nach Aussage vieler Pflegender und Pflegeschüler das Rauchen eine, manchmal sogar die einzige, Rückzugsmöglichkeit aus dem hoch belastenden Arbeitsalltag bietet, ist beschämend und inakzeptabel. Es wird höchste Zeit, dass Arbeitgeber sich auf ihre Fürsorgepflicht besinnen! Erfreulich ist, dass auch die erste große Krankenkasse die Dringlichkeit erkannt hat und bereit ist, entsprechende Programme in Pflegeschulen zu finanzieren. Weitere Kostenträger sollten sich dem anschließen“, so Knüppel.
Mit der kürzlich gestarteten Aktion ‚Mein Recht auf Frei‘ greift der DBfK erneut die Problematik der chronischen Überlastung in den Pflegeberufen auf. Hoher Tabakkonsum ist dabei nur eine der zahlreichen Auswirkungen, die sich inzwischen bemerkbar machen. Pflegeberufe zählen seit Jahren zu den Branchen mit den höchsten Krankheitsausfällen; besonders bedenklich ist die kontinuierlich hohe Zahl an berufsbedingten psychischen und Suchterkrankungen unter Pflegenden. Diejenigen, die kranke Menschen gesundpflegen wollen, werden selbst krank dabei. Auch deshalb, weil ihnen die nötige Zeit zur Erholung und Regeneration in Form von ungestörter Freizeit und Pausen nicht gewährt wird. ‚Mein Recht auf Frei‘ (www.dbfk.de/de/Mein-Recht-auf-Frei.php) bietet Informationen und zeigt, dass Arbeitszeit auch gesundheitsfördernd gestaltet werden kann.
Der Mikrozensus 2013 bzw. Daten des Statistischen Bundesamts (2015) besagen, dass 30% der Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, 36% der Krankenpflegehelfer/innen und sogar 42% der Altenpfleger/innen rauchen. Die Raucherprävalenz bei PflegeschülerInnen liegt mit etwa 50% noch höher und dies, obwohl das Rauchen insgesamt und gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit Jahren zurückgeht.













