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ADHS und Gefühle

19.02.201612:06 UhrGesundheit & Medizin
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ADHS-Akademie
ADHS-Akademie

(openPR) ADHS fällt immer wieder durch Schwierigkeiten mit der Regulation der eigenen Gefühle auf. Viele Menschen mit ADHS nehmen ihre eigenen Gefühle nicht war oder / und können sie nicht adäquat steuern und kontrollieren. Diese mangelnde Fähigkeit wird oftmals bereits in der Kindheit erschwert.



Manche Kinder kommen als ein geborener Sonnenschein zur Welt, sind unkompliziert, Schlafen viel und gut und können gut mit ihrer Umwelt kommunizieren. In diesem Fall hält sich der Stresspegel bei Kindern und Eltern in Grenzen und die Eltern werden das angeborene sonnige Gemüt des Kindes positiv belohnen.

Bei Kindern mit ADHS sieht es oft nicht so sonnig aus. Die Kinder werden mit einem „schwierigen Charakter“ geboren, schreien viel und schlafen wenig bis sehr wenig. Darüber hinaus sind sie immer auf der Suche nach neuen Reizen, fordern diese auch kategorisch ein und sind oft „unleidlich“. Die Kommunikation mit der Umwelt funktioniert darüber hinaus weit weniger reibungslos, was die Eltern vor viele Herausforderungen stellt. Oftmals entsteht das Gefühl der „Unzulänglichkeit“, Aggression, Wut, Trauer und Ratlosigkeit. Hieraus entwickelt sich vielfältig ein negativer Kreislauf, der sich ebenfalls negativ auf die Emotionsregulierung der Kinder auswirkt.

Im Laufe des Heranwachsens lernen Kinder immer mehr, ihre Gefühle zu erkennen, zu benennen und adäquat zu äußern. Um diese vielfältigen Schritte zu erlernen sind sie allerdings auf eine adäquate Unterstützung seitens der Eltern angewiesen. Um eine optimale Emotionsregulation entwickeln zu können, sind Kinder auf das optimistische und authentische Verhalten der Eltern angewiesen. Damit dieses Zusammenspiel funktionieren kann ist es allerdings von Nöten, dass die Kommunikation zwischen Kindern und Eltern funktioniert. Die Kinder haben ein Bedürfnis – ein Grundbedürfnis – äußern sich und die Bezugspersonen reagieren adäquat darauf.

Ist dies nicht der Fall, entwickelt das Kind eine „Inkongruenz – Erfahrung“, d.h seine Wahrnehmungen von seinen eigenen Bedürfnissen steht nicht in Einklang mit den „Ergebnissen“. Dieses „Ungleichgewicht“ führt nun zu kindlichem Stress, wobei die Amygdala eine hohe körperliche wie auch mentale Aktivierung in Gang setzt. Können diese „Stressprozesse“ nun nicht durch Hilfe von außen – Bezugspersonen – gestoppt werden, macht das Kind die Erfahrung, dass die Umwelt in stressigen Zeiten nicht zu kontrollieren ist.

Diese Erfahrung der „Unkontrollierbarkeit“ verfestigt sich und führt im weiteren Verlauf dazu, dass diese Kinder und Jugendlichen – später die Erwachsenen – Stress und Problemsituationen als unkontrollierbar einstufen und somit keine adäquaten Bewältigungsstrategien erlernen können. Können die Eltern im weiteren Verlauf als Vorbild dienen und dem Kind einen optimistischen und positiven Umgang mit Stress und Problemen vermitteln, kann das Kind dennoch positiv von ihnen lernen.

Fällt aber auch dieses positive Vorbild der Bezugspersonen aus, wird ein positiver Umgang mit Stress, Problemen und Herausforderungen nicht lernbar für die Kinder. Dieser negative Kreislauf wird noch verstärkt, wenn die Kinder auf ihre mögliche Art ihren Mangel an Bedürfniserfüllung kund tun ( weinen, trotzen, schreien) und die Bezugspersonen aufgrund ihrer eigenen nicht vorhandene Stressbewältigungskompetenzen negativ darauf reagieren „du nervst“, „Heulsuse“, „hör auf zu schreien“.

Aus diesem Kreislauf entwickeln die Kinder ein negatives Selbstbild und einen Mangel an Selbstvertrauen sowie fehlende Stress – und Problembewältigungsstrategien.
Aus diesen Gründen ergibt sich die Wichtigkeit, eines positiven Umgangs mit ADHS – in jedem Lebensalter. Kinder und Jugendliche mit ADHS verfügen über einen „schwierigen Charakter“ und entwickeln oftmals mangelnde Fähigkeiten der oben genannten Bereiche. Da bereits die Kommunikation im Babyalter schwieriger ist, als bei anderen Babys, besteht bereits in diesem Alter die erste Gefahr.
Eltern mit ADHS Kindern sollten , wenn sie das Gefühl des „Dauerstresses“ haben oder feststellen, dass sie vermehrt über negative Gefühle und Gedanken verfügen an einem Anti – Stress – Training oder einem Training der emotionalen Kompetenzen teilnehmen. Hier wird der Zusammenhang zwischen Situation, Gedanken, Gefühle und Stress sichtbar gemacht und es werden individuelle Möglichkeiten vermittelt, optimistischer mit Stresssituationen und Problemen umzugehen.

Ein solches Training ist darüber hinaus auch für Jugendliche mit ADHS angezeigt, um ihnen eine optimistische Blickweise auf ihre ADHS und dem Leben zu vermitteln. Jugendliche lernen hier, ein starkes Selbstvertrauen aufzubauen, Probleme optimal lösen zu können und vielfältige Lösungsstrategien zu entwickeln sowie Entspannungstechniken zur Stressregulation.

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