(openPR) Heidelberg, 17.02.2016 Das Stichwort „Kenntnisse in Systemischer Beratung erwünscht“ taucht mittlerweile immer häufiger in Stellenausschreibungen für Tätigkeiten im sozialen, pädagogischen, heilenden oder helfenden Bereich auf. Die Heidelberger Akademie für Gesundheitsbildung (HAG) bietet hierzu ab Sommer 2016 bereits zum zehnten Mal in Folge eine neue Fortbildungsreihe. Unter dem Motto "Wo immer Menschen sich begegnen, bilden sie Systeme, werden sie Teil von Systemen oder arbeiten mit/in Systemen“ bietet die zweijährige, berufsbegleitende Fortbildung „Systemische Beratung“ Anregungen und Wissenszuwachs für alle, die mit Menschen arbeiten und zusammenarbeiten und die in ihrer täglichen Arbeit für sich und ihre Klienten/Kunden einen Nutzen aus Systemzusammenhängen ziehen möchten (z. B. Erzieher/-innen, Sozialarbeiter/-innen, Heil- und Sozialpädagogen/-innen, Heilpraktiker/-innen, Lehrer/-innen, Menschen in Pflegeberufen, Therapeuten/-innen, Berater/-innen).
Ziele der Fortbildung sind unter anderen:
- Eine verbesserte Wahrnehmung und Verständnis von Systemen was auch eine Erweiterung der Zugangsmöglichkeiten in der Arbeit mit Systemen (Partnerschaft, Familie, Arbeit, Organisation) bedeutet.
- Ein erweitertes Verständnis des eigenen Herkunfts- und Gegenwartssystems entsteht durch Selbsterfahrung und Selbstreflexion. Das Bewusstsein über den eigenen Platz im System ist eine wichtige Grundlage um Menschen in ihren systemischen Zusammenhängen kompetent zu beraten und zu begleiten.
- Integration der systemischen Haltung und systemischer Methoden in das jeweilige Arbeitsumfeld / in den jeweiligen Kontext
- Integration verschiedener Formen von Systemaufstellungen, die auch in die systemische Beratung einbezogen werden können, in das jeweilige Arbeitsumfeld / in den jeweiligen Kontext
Die Teilnehmenden lernen, ihre Arbeit aus systemischer Sicht zu betrachten, spielerischer mit Konflikten (z. B. im System Schule, Klinik, Beratungsstelle...) umzugehen, Beratungskontexte neu zu gestalten und sich in ihrer Rolle neu zu erfahren und zu definieren. Teilnehmende mit einer psychotherapeutischen Zusatzausbildung sollen befähigt werden, geeignete Methoden systemischer Beratung und die Arbeit mit Systemaufstellungen in ihre therapeutische Tätigkeit und Praxis mit einzubeziehen.
Folgende Themen werden behandelt:
- Systemtheorie, Konstruktivismus
- Systemische Haltung, Systemisches Denken und Handeln
- Defizitorientierung versus Ressourcenorientierung als Lösungshaltung
- Erstgespräch, Auftragsklärung, Auftragskarussell
- Methoden und Techniken systemischer Beratung
- Familienstammbaumarbeit (Selbstreflexion und im Kontext systemischer Beratung)
- Verschiedene Formen und Anwendungsmöglichkeiten von Skulpturarbeit)
- Unterschiedliche Formen von Systemaufstellungen und Möglichkeiten ihrer
Anwendung
- Hypnosystemische Elemente, Tranceinduktionen, Metaphern, Geschichten
- Einführung in die „Systemische Paarberatung“
- Umgang mit Konflikten und diversen Formen beratender Begleitung
- Beratung und Aufstellung in Organisationen und Arbeitssystemen
- Aspekte systemischer Körperarbeit
- Rituale im Beratungskontext
Die Teilnehmenden erhalten nach Abschluss der Fortbildung ein Zertifikat. Die Fortbildung ist von der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS) und der Gesellschaft für Systemische Beratung (GSB) Karlsruhe anerkannt. Das Abschlusszertifikat der HAG ist unter anderem Zugangsvoraussetzung um die Zertifizierung durch die DGfS und die GSB nach deren Richtlinien zu beantragen.
Wer einen näheren Eindruck über Inhalte und Lehrkräfte der Fortbildung gewinnen möchte, hat dazu Gelegenheit bei zwei kostenlosen Informationsabenden am Freitag, 26.02. bzw. Freitag, 10.06.2016 jeweils um 19:00 Uhr in der vhs Heidelberg.








