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Erinnerung im Angesicht des Internationalen Holocaust Gedenktages

27.01.201608:48 UhrKunst & Kultur
Bild: Erinnerung im Angesicht des Internationalen Holocaust Gedenktages
"Schrei 22:18 Uhr", 2015, Tusche auf Papier, 48 x 36cm, copyright: Konstanze Sailer

(openPR) Die Kunst-Initiative „Memory Gaps ::: Erinnerungslücken“ gedenkt NS-Opfern mit Ausstellungen in Salzburger Straßen, die es geben sollte.

Aus Anlass des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (27. Jan.) eröffnet die Kunst-Initiative der Malerin Konstanze Sailer eine weitere Ausstellung von Tuschen auf Papier in virtuellen Räumen. Die Galerien befindet sich dabei ausnahmslos in Straßen oder an Plätzen, die es nicht gibt, die es jedoch geben sollte: Solche mit Namen von Opfern der NS-Diktatur. Monat für Monat wird so das kollektive Gedächtnis erweitert. Monat für Monat werden damit Erinnerungslücken geschlossen.

Der Salzburger Architekt Otto Prossinger plante für die jüdische Malerin Helene Taussig (* 10. Mai 1879 in Wien; † 21. April 1942 im Transit-Ghetto Izbica, Polen) ein Atelier in Anif bei Salzburg. Es wurde 1934 errichtet. 1940 verlor Helene Taussig ihr Aufenthaltsrecht in Anif, ein Jahr später wurde sie enteignet. Sie fand in Wien-Floridsdorf Zuflucht, im Altersheim des Klosters der Karmelitinnen. Von dort wurde sie am 9. April 1942 in das Transitlager Izbica deportiert. Sie wurde vermutlich bereits vor dem 21. April 1942 in einem der Vernichtungslager Belzec, Sobibor oder Majdanek ermordet.

Bis zum heutigen Tag existiert in Salzburg keine Straße, die den Namen Helene Taussigs trägt. Hingegen ist nach Josef Thorak heute noch eine Straße im Salzburger Stadtteil Aigen benannt. Thorak war Bildhauer, NSDAP-Mitglied und sowohl durch die NSDAP als auch von Adolf Hitler persönlich gefördert und unterstützt. Anstelle von Josef Thorak sollte künftig in Salzburg an Helene Taussig erinnert werden.

Die Erinnerungslücken - www.memorygaps.eu - zeigen eine Auswahl aus tausenden Tuschen auf Papier aus zehn Jahren. Sie stellen Schreie und Aufschreie von Opfern dar. Zum schmerzerfüllten Aufschrei geöffnete Münder und Kiefer. Abstrakte Darstellungen von Schreien in Ghettos, Konzentrationslagern und NS-Tötungsanstalten – gemalte Erinnerungskultur.

Seit drei Jahrzehnten arbeitet die aus Heidelberg stammende und in Wien lebende Künstlerin zu den Themen Antlitz, Schädel und Tod. „Die Aufschreie und Schreie von damals bleiben in unser Gedächtnis eingraviert. Die Tuschen sind jeweils farblichen „Winkeln“ zugeordnet, den entmenschlichenden Kategorisierungen in den Konzentrationslagern.“, so Konstanze Sailer.

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