(openPR) Die Kampagne möchte dem Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen entgegenwirken. Zu diesem Zweck werden in den nächsten Monaten in zahlreichen Medien Zitate aus der Zeit des Dritten Reichs zu sehen sein. Ein Schulwettbewerb begleitet die Kampagne.
Die Idee stammt vom Designbüro WEISS und wurde für den Arbeitskreis Shoa.de entwickelt, der das größte deutschsprachige Internetportal zu den Themen Holocaust und Drittes Reich betreibt. Die Kampagne steht unter der Schirmherrschaft von Bundestagsvizepräsidentin Dr. Antje Vollmer und wurde mit dem „SAPPI Ideas that Matter“ - Preis ausgezeichnet. Schwer-punkt der Kampagne, die bis Mai 2005 läuft, ist der Großraum Berlin.
Die Zitate aus der NS-Zeit sind ab sofort zu sehen auf rund 1.800 Großplakaten und Citylights, auf 20.000 Postkarten, in Anzeigen bei Tageszeitungen und Magazinen sowie im In-ternet. Im Rahmen der Kampagne veranstaltet Shoa.de auch einen Schulwettbewerb zum Thema „Gegen das Vergessen“, um die Nachhaltigkeit der Kampagne zu verstärken.
Die Art der Plakatumsetzung selbst fungiert als Metapher verblassender bzw. erscheinender Erinnerung. Die Plakate scheinen bei Tageslicht leer. Sobald sie jedoch beleuchtet werden, erscheinen verschiedene Zitate, welche exemplarisch Verbrechen des Nationalsozialismus thematisieren: Holocaust, Vernichtungskrieg, Euthanasie und gesellschaftliche Gleichschaltung, darunter Zitate von Überlebenden des Holocaust und Geständnisse von NS-Tätern. Es handelt sich um eine Kampagne, die nur mit Text und ohne Bilder arbeitet – die Bilder entstehen ausschließlich im Kopf des Betrachters.
Zum Nachdenken sollen die Zitate anregen und auf das Portal Shoa.de aufmerksam machen. Damit fordern sie zur näheren Auseinandersetzung mit dem Thema und zum Dialog auf. Auf www.shoa.de finden sich deshalb ausführliche Informationen zu den Plakatzitaten.
Shoa.de ist eine gemeinnützige Initiative, die sich der wissenschaftlich-didaktischen Ausei-nandersetzung mit den Schrecken des Holocaust und ihren Nachwirkungen bis in die Gegenwart widmet. Unter dem Gedanken zivilgesellschaftlichen Engagements betreibt Shoa.de das – mit rund 130.000 Besuchern pro Monat und 70 Autoren – größte, deutschsprachige Internetportal zum Thema Holocaust und Drittes Reich. Das Projekt bekommt keinerlei öffentliche oder institutionelle Förderung und trägt sich ausschließlich durch das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten.









