(openPR) [Issigau, 22.01.2016] Längst haben die Umbrüche in der Gesellschaft auch die Kirche erreicht. Es genügt nicht mehr prachtvolle Priesterkleidung zu tragen und während der Messe die Paramente zu nützen, um von der Herrlichkeit vergangener Tage zu profitieren. Gläubige des 21. Jahrhunderts haben neue Fragen, obwohl die Wünsche für ein zufriedenes Leben die gleichen geblieben sind. Wie kann ich glücklich werden oder meine Sorgen vergessen, zählen weiterhin zu elementaren Fragen, die dem Mann im Collarhemd gestellt werden.
Weitere Informationen auf: http://www.wasmer.de
Ein wesentlicher Faktor für die Veränderungen liegt in der Kommunikation, wir sprechen nicht mehr miteinander, haben verlernt zuzuhören. Das liegt nicht nur an der schnellen Kommunikation über WhatsApp oder SMS, sondern daran, dass sich viele Menschen keine Zeit nehmen, um für den anderen da zu sein. Wir telefonieren – doch reicht ein langes Telefonat, um einander nah zu sein? Deshalb suchen viele Gläubige und Menschen, die den Besuch einer Messe nicht regelmäßig vollziehen, das Gespräch mit einem Mann in Priesterkleidung. Einer Person, der über viele Jahrhunderte lang blind vertraut wurde und deren Schweigen über das, was erzählt wird, garantiert ist. Oft tut es schon gut, alles Belastende loszuwerden und sich darüber bewusst zu werden, dass es einem allein durch das Gespräch wieder besser geht.
Die Priester, die ihre Paramente behutsam in der Messe zelebrieren, sehen sich heute einer mitunter größeren Verantwortung ihren Schäfchen gegenüber. Sie müssen ihre Berufung oftmals neu hinterfragen und sich den zeitgemäßen Veränderungen und damit verbundenen Herausforderungen stellen, um den Menschen, die sie um Hilfe ersuchen, beistehen zu können.













