(openPR) Tierrechtler prangern an, was die CMA verschweigt
Frankfurt am Main · Wie jeden 1. Juni ruft die »Centrale Markting-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft« auch den kommenden Donnerstag zum „Tag der Milch“ aus. Gemäß der Aufgabe der Marketingorganisation ist es Sinn der Veranstaltung, den Umsatz mit Milchprodukten der von ihr vertretenen Landwirte zu steigern. Hierzu versucht sie mit Slogans wie »Energie pur. Die Milch macht's.« Milch von Säugetieren einer fremden Spezies als besonders gesund und für eine bewusste Ernährung unverzichtbar darzustellen. Tierrechtler/-innen verurteilen dies als bewusste Irreführung der Verbraucher und weisen auf ethische Bedenken hin.
»Die Produktion von Kuhmilch ist keinesfalls so idyllisch, wie die hübschen Bildchen auf den Getränkekartons uns denken machen wollen«, konstatiert Victor Hahn, Pressesprecher die TierrechtsInitiative Rhein Main. »Sie bedeutet viel mehr eine Menge Leid, eine Menge Blut«, so der Tierrechtler weiter. Tatsächlich ist die Gewinnung der Milch weitaus komplizierter, als der durchschnittliche Verbraucher denken dürfte. Kühe geben - wie wir Menschen - Milch für ihre eigenen Kinder. Hat eine Kuh kein Kalb bekommen, gibt sie also auch keine Milch. Um Milch für den menschlichen Konsum gewinnen zu können, werden die Kühe daher jedes Jahr künstlich geschwängert. In der Regel werden die Kälber ihren Müttern dann nur wenige Tage nach der Geburt entrissen, insbesondere damit sie die Milch nicht 'wegtrinken'. Die meisten dieser Kälber werden dann getötet und beispielsweise zu Kalbfleisch und Lab (ein Enzymgemisch aus dem Magen der Kälber, welches wiederum in der Käseproduktion verwendet wird) verarbeitet.
Die Milchkühe selbst werden schließlich, nachdem sie ihr Leben lang ausgebeutet wurden, ebenfalls getötet, sobald ihre Milchleistung nachlässt und sie somit für den landwirtschaftlichen Betrieb nicht mehr rentabel sind. Dies ist im Durchschnitt nach etwa 5 Jahren der Fall, so dass eine auf diese Art ausgebeutete Kuh ihre natürliche Lebensspanne von ca. 20 Jahren bei weitem nicht erreicht.
»Es gibt jedoch Alternativen«, erklärt Hahn. »Aus gesundheitlicher Sicht „macht's“ eine andere und deutlich weniger grausame Milch nämlich einfach besser«. Die Rede ist hier von Sojamilch – oder „Sojadrink“, wie die offizielle Bezeichnung in Deutschland lautet. Sie enthält wie Tiermilch beispielsweise wertvolle Proteine, die alle acht essentiellen Aminosäuren enhalten und ist somit perfekt zur Deckung des täglichen Bedarfs geeignet. Im Gegensatz zur von Tieren gewonnenen Milch enthält sie jedoch zudem gesundheitlich vorteilhafte sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Isoflavone und Phytosterole, die sich positiv auf den Blutcholesterinspiegel und auf das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirken.
Ganz ohne die Vorteile der von der CMA angepriesenen Produkte kommt beispielsweise Dennis Rodman, US-Basketballlegende, aus. Wie auch Alexander Dargatz, amtierender Bodybuilding-Weltmeister in der Fitnessklasse, lebt er vegan, konsumiert also weder Kuhmilch noch andere Tierprodukte. Auch Organisationen von Ernährungsexperten wie z.B. die American Dietetic Association, die größte derartige Vereinigung in der USA, beurteilen die vegane Ernährung positiv.
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Die TierrechtsInitiative Rhein-Main ist ein Zusammenschluss von aktiven Tierrechtler/-innen aus dem Rhein-Main-Gebiet und Umgebung. Durch Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit weisen wir auf die alltäglich stattfindende Ausbeutung von wehrlosen Tieren in unserer Gesellschaft hin. Die TierrechtsInitiative Rhein-Main ist seit Mitte 2005 ein Verein und wurde vom Finanzamt Frankfurt/Main als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.
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