(openPR) Zum "Tag der Milch" informieren Tierrechtler über die Schattenseite des Milchkonsums
Frankfurt/Main · Die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft, kurz CMA, hat den kommenden Mittwoch (01. Juni 2005) zum "Tag der Milch" erklärt. An diesem Tag wird sie versuchen, den Verkauf von Milchprodukten anzukurbeln, indem sie die nicht haltbare Behauptung aufstellt, Milch gehöre zwangsweise zu einer gesundheitsbewussten Ernährung dazu.
Was die CMA jedoch verschweigt, sind die Schattenseiten, die so gar nicht zu den auf Milchpackungen abgedruckten, idyllischen Motiven glücklicher Kühe auf einer grünen Weide passen wollen. "Die Milchproduktion ist ein grausames und blutiges Geschäft", bringt es Heiko Weber, 1. Vorsitzender der TierrechtsInitiative Rhein-Main (TIRM), auf den Punkt. Kühe geben – wie wir Menschen – Milch für ihre eigenen Kinder. Hat eine Kuh kein Kalb bekommen, gibt sie also auch keine Milch. Um Milch für den menschlichen Konsum gewinnen zu können, werden die Kühe daher jedes Jahr künstlich geschwängert. In der Regel werden die Kälber ihren Müttern dann nur wenige Tage nach der Geburt entrissen, insbesondere damit sie die Milch nicht ‘wegtrinken’. Die meisten dieser Kälber werden dann getötet und beispielsweise zu Kalbfleisch und Lab (ein Enzym aus dem Magen der Kälber, welches wiederum in der Käseproduktion verwendet wird) verarbeitet. Die Milchkühe selbst werden schließlich, nachdem sie ihr Leben lang ausgebeutet wurden, ebenfalls getötet, sobald ihre Milchleistung nachlässt und sie somit für den landwirtschaftlichen Betrieb nicht mehr rentabel sind. Dies ist im Durchschnitt nach etwa 5 Jahren der Fall, so dass eine auf diese Art ausgebeutete Kuh ihre natürliche Lebensspanne von ca. 20 Jahren bei weitem nicht erreicht.
Wer diese Praxis nicht unterstützen, trotzdem aber nicht auf Milch verzichten möchte, dem steht Sojamilch als einfache Alternative zu Tiermilch zur Verfügung. Sojamilch, die hierzulande als ‘Sojadrink’ verkauft wird, erfreut sich in letzter Zeit großer Beliebtheit und ist inzwischen in jedem guten Supermarkt zu finden – auch beim Discounter Aldi. Selbst diverse Milchprodukte wie z.B. Pudding, Käse oder Joghurt sind mittlerweile in vielen Supermärkten oder Naturkostläden auf der Basis von Sojamilch erhältlich – ein Verzicht auf tierliche Milch bedeutet also keinen Verzicht auf die gewohnten Milchprodukte.
Auch aus gesundheitlicher Sicht ist jede Sorge unbegründet: Wie Tiermilch enthält Sojamilch wertvolle Proteine, die aus allen 8 essentiellen Aminosäuren bestehen und daher geeignet sind, den gesamten Proteinbedarf zu decken. Kalzium ist in vielen Gemüsen, wie beispielsweise Brokkoli, reichlich enthalten und häufig auch der Sojamilch zugesetzt. Sojamilch bietet jedoch noch mehr als ‘nur’ eine ideale Alternative zu Kuhmilch: Soja enthält weiterhin wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Isoflavone, die bei der Krebsprävention helfen, und Phytosterole, die bei der Senkung des Cholesterinspiegels nützlich sind. Schließlich hat auch die American Dietetic Association, die größte Vereinigung von Ernährungsexperten in den USA, an einer Ernährung ohne Milchprodukte nichts auszusetzen und stellt fest, dass Veganer (Menschen, die keinerlei Tierprodukte konsumieren) den Bedarf an allen Nährstoffen decken können.











