(openPR) Wiesbaden, 24. April 2003
Die Firma Siemens, Brennelementewerk Hanau, Betriebsteil MOX – Verarbeitung (MOX = Mischoxid aus Uran und Plutonium), hat heute die atomrechtliche Aufsichtsbehörde über einen Arbeitsunfall unterrichtet, bei dem ein Mitarbeiter kontaminiert wurde.
Der Mitarbeiter war gegen 14 Uhr im Rahmen des Rückbaus der früheren Brennelementefabrik an einem mit Plutonium kontaminierten Handschuhkasten beschäftigt. Dabei rutschte ein von ihm benutztes Werkzeug ab, wodurch er sich eine geringfügige Verletzung (Stichwunde mit ca. 1 mm Durchmesser) an der rechten Hand zuzog. Wie durch Mitarbeiter des Strahlenschutzes festgestellt wurde, war die Wunde kontaminiert. Der sofort zugezogene Arzt versorgte die Wunde und konnte durch Ausschneiden der Wundränder die Kontamination soweit reduzieren, dass der Mitarbeiter nach Hause entlassen werden kann. Auswirkungen auf andere Mitarbeiter oder eine Freisetzung radioaktiver Stoffe in den Arbeitsraum wurden nicht festgestellt.
Das Ereignis wurde von Siemens im Rahmen der vereinbarten Information über besondere Vorkommnisse mitgeteilt, obwohl es nach Ansicht von Siemens nicht meldepflichtig ist. Nach erster Prüfung trifft diese Auffassung zu, die Aufsichtsbehörde wird jedoch den Sachverhalt vor Ort überprüfen und dann ggf. über weitere Maßnahmen entscheiden.
Pressestelle des Hessischen Ministeriums für Umwelt,
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