(openPR) Mitarbeiter nach Versorgung durch Strahlenschutzarzt nach Hause entlassen
Die Firma Siemens, Brennelementewerk Hanau, Betriebsteil MOX (MOX= Mischoxid aus Uran und Plutonium), hat die Hessische Atomaufsichtsbehörde über einen Arbeitsunfall unterrichtet, bei dem sich ein Mitarbeiter eine Fingerverletzung mit Wundkontamination zugezogen hat.
Der langjährige Fremdfirmenmitarbeiter war mit Rückbauarbeiten an einem Handschuhkasten beschäftigt, als er sich bei einem Eingriff in den Handschuhkasten durch die dafür vorgesehenen Handschuhe eine Stichverletzung durch einen dünnen Metallspan am Mittelfinger der rechten Hand zuzog.
Der Mitarbeiter löste sofort Alarm aus. Wie durch Strahlenschutzmitarbeiter festgestellt wurde, war die Wunde kontaminiert.
Der zugezogene Strahlenschutzarzt konnte die Kontamination soweit reduzieren, dass der Mitarbeiter nach Hause entlassen werden konnte. Er steht jedoch weiterhin unter strahlenschutzärztlicher Beobachtung. Auswirkungen auf andere Mitarbeiter oder eine Kontaminationsverschleppung außerhalb des Arbeitsbereiches ist nicht erfolgt.
Die Aktivitätszufuhr und die daraus resultierende Strahlenbelastung werden mittels Ausscheidungsanalysen ermittelt, ein Ergebnis wird in ca. 2 Wochen erwartet.
Das Ereignis wurde von Siemens im Rahmen der vereinbarten Information über besondere Vorkommnisse mitgeteilt, obwohl es nach Ansicht von Siemens nicht meldepflichtig ist.
Nach erster Prüfung trifft diese Auffassung zu. Die Aufsichtsbehörde und der zugezogene Sachverständige überprüfen den Sachverhalt derzeit vor Ort.







