(openPR) Zur Ruhe kommen
52 Flüchtlinge sind in Liebenau eingetroffen. Es sind Familien aus Syrien und dem Irak. Die ersten vier Familien kamen zur Mittagszeit. Einer von ihnen ist Zunir Alanini, der mit Frau und Sohn aus Damaskus gekommen ist. Er sei froh, hier zu sein, sagte er. In Deutschland würden sie immer mit einem herzlichen Lächeln begrüßt. Das helfe, nach vielen schlimmen Erlebnissen zur Ruhe zu kommen.
Rückzugsmöglichkeiten und Raum für Kinder
Jede Familie bewohnt einen privaten Schlafraum im Gallussaal, dem früheren Veranstaltungsraum der Stiftung. Hier wurden auch Sanitäreinrichtungen und Waschmaschinen eingebaut. In der Kirche St. Maria wurde etwa ein Drittel des Kirchenraums abgetrennt und als Aufenthaltsbereich eingerichtet, mit Kinderspielzimmer und Rückzugsmöglichkeiten. Dieses zusätzliche Raumangebot erlaubt etwas mehr Individualität und Bewegungsraum, besonders für die Kinder. Zum Mittagessen gehen die Flüchtlinge in die Liebenauer Kantine, die auch von Mitarbeitern und Bewohnern der Stiftung genutzt wird.
Zunächst für ein Jahr
Die Familien kommen aus verschiedenen Landeserstaufnahmeeinrichtungen, sind also schon einige Wochen in Deutschland. In Liebenau bleiben sie, bis über ihren Asylantrag entschieden ist. Die Stiftung Liebenau hat die Räume zunächst für ein Jahr zur Verfügung gestellt. Während dieser Zeit finden die Gottesdienste in der ebenfalls auf dem Gelände befindlichen Schlosskapelle statt. Für den Alltag bietet diese ausreichend Platz, für größere Anlässe kann die Stiftung auf andere Gemeinden in der Umgebung ausweichen.
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Die Stiftung Liebenau setzt sich seit 145 Jahren für hilfebedürftige Menschen ein. Sie ist ein Sozial-, Gesundheits- und Bildungsunternehmen auf kirchlich-katholischer Grundlage und arbeitet in sechs europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz, Slowakei, Bulgarien). Der Stiftungsverbund umfasst rund 300 verschiedene Einrichtungen und Dienste mit 6 800 Mitarbeitern für Menschen mit Behinderung, alte und kranke Menschen sowie für Kinder, Jugendliche und Familien. An ihrem Stammsitz Meckenbeuren-Liebenau im Bodenseekreis befinden sich neben der zentralen Verwaltung Wohngruppen und Werkstätten für rund 500 Menschen mit Behinderung.
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