(openPR) LIEBENAU – Die Flüchtlingsunterkunft in der Kirche St. Maria in Liebenau wurde aufgelöst. Die Familien, die dort seit Dezember 2015 leben, sind am 3. November in eine neue Unterkunft in Uhldingen gezogen.
Sammelunterkunft wird aufgelöst
Im vergangenen Jahr hatte die Stiftung Liebenau angesichts der akuten Unterbringungsnot ihre Kirche für zunächst ein Jahr zwölf Familien aus Syrien und dem Irak zur Verfügung gestellt. Mittlerweile verfügt das Landratsamt über ausreichend andere Unterbringungsmöglichkeiten, sodass die Sammelunterkünfte schrittweise aufgelöst werden können. In Uhldingen beziehen sie nun ein Gebäude mit einzelnen Familienzimmern, in guter Anbindung an die lokale Infrastruktur. Schulen und Einkaufsmöglichkeiten sind gut erreichbar, in einer benachbarten Unterkunft gibt es außerdem Angebote zur Kinderbetreuung. Laura Decker, Mitarbeiterin der Stiftung Liebenau, die bisher als Sozialarbeiterin in der Unterkunft tätig war, wird die Familien noch zwei Monate lang am neuen Wohnort begleiten.
Dank an Haupt- und Ehrenamtliche
„In den vergangenen zehn Monaten ist viel Gutes gewachsen“, zieht Prälat Michael H. F. Brock Bilanz. Die Familien in Liebenau seien untereinander zu einer Gemeinschaft geworden und hätten Liebenau als ein Stück Heimat auf Zeit angesehen. „Das verdanken wir natürlich vor allem den engagierten Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, die viel dazu beigetragen haben, den Gästen ein gutes Wohnen zu ermöglichen.“ So ist der Abschied auch verbunden mit Bedauern auf allen Seiten. Deshalb hat sich die Stiftung auch dafür stark gemacht, dass die Flüchtlinge an ihrem neuen Wohnort gute Bedingungen vorfinden. Mit Erfolg: „Wir wissen: So wie die Menschen jetzt gehen, ist es gut. Integration ist vor allem eine Frage der Beziehung und wie sie gepflegt wird“ resümiert Prälat Brock.
Kirche wird renoviert
Nach dem Auszug der Flüchtlinge wird die Kirche über die Weihnachtsfeiertage vorübergehend geöffnet. Anschließend wird sie renoviert und mit neuem Gestühl ausgestattet, das barrierefrei und dem aktuellen Platzbedarf angepasst ist.
Vielfache Hilfen für Flüchtlinge im Stiftungsverbund
Im gesamten Stiftungsverbund ist das Spektrum an Hilfsangeboten für Flüchtlinge weiter gewachsen. So leben in Rosenharz 16 Personen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak im Rahmen der vorläufigen Unterbringung über das Landratsamt. Insgesamt 42 unbegleitete minderjährige Ausländerinnen und Ausländer (UmA) werden an unterschiedlichen Standorten im Rahmen der Jugendhilfe betreut. Angebote zu Bildung und Beschäftigung erhalten 309 Personen.
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