(openPR) KARIBISCHE ERLEBNISSE 2
Jetzt waren wir nur noch zu viert, Jack, Wolfgang, Leo und ich. Wir segelten nach Trinidad und besprachen die Lage. Der Autopilot lief wieder, die kaputte Ankerwinde könnten wir in Panama sicher reparieren, da könnte man auch einen Sat - nav kaufen und neue Mannschaft besorgen. 3 waren wir für die Weiterreise, Leo dagegen. Er verließ uns nach einigem Theater in Margarita und wir hatten genug. Wir segelten ab nach Europa und liefen noch schnell Saba an, um unsere Vorräte an Diesel aufzustocken und nahmen ein paar hundert Liter in Fässern zusätzlich an Bord. Wir hielten da gezwungenermaßen an, weil ein Splint der Doppelstage brach und uns diese zusammen mit dem Segel um die Ohren flogen. In den Vorderkabinen fanden wir wieder ein paar Tonnen Wasser, das durch die undichten Luken und das Deck eindrang. Wir hatten tagelang volle Hände Arbeit, trotzdem, Saba gefiel uns und gefällt mir heute noch, wir blieben ein paar Tage länger als geplant.
Als wir absegelten galt es Navigation zu lernen, die Fahrten für Segler über den Nordatlantik sind nicht so einfach wie die Spazierfahrt von Kanaren in die Karibik, am 12.3.75 segelten wir los. Europa ist zwar groß genug, um es nicht zu verfehlen, wenn man nach Osten segelt. Aber man kann wegen dem ständigen Ostwind nicht direkt dahin, zuerst muss man so lange Richtung Nord bis die Winde auf West umschlagen und kann erst dann direkt nach Osten einschwenken. Wir blieben hart am Wind und ich vertiefte mich in die Navigationsbücher. Unsere Reise wurde etwas anstrengend, als der Autopilot wieder den Dienst quittierte. Auch vergassen wir Zigaretten zu kaufen und meine Mannschaft zog demonstrativ dauernd an leeren Pfeifen. Ich rauchte noch vor kurzem 80 Zigaretten am Tage, hatte aber zeitig aufgehört. Das Bier wurde bald alle, Wein Mangelware. Auch frisches Gemüse ging bald aus, dafür hatten wir reichlich Vanille Pudding, Wolfgang servierte jeden Tag Pfannkuchen mit Pudding. In Sargassosee beschossen wir eine Mummie, wir waren von den vielen Geschichten über diese angeblich unheimliche Gegend ganz schizophren. Nach 100 Schüssen zogen wir sie ans Deck, es war ein Korkenbaum, darunter klemmte ein unbeschädigter Triggerfisch; wir schmissen ihn und sein Haus zurück ins Wasser. Am dreizenten ten Tag - na bitte - rammte uns beinahe ein Containerschiff, das aus einer Regenwolke kam, hart am Wind schafften wir es um 20 Meter. Es war Mittag, aber keine Menschenseele ließ sich blicken, trotz unserer Hupe und 5 Schüssen in die Luft. Am Abend des gleichen Tages wiederholte sich das ganze mit einem Passagierdampfer, der uns erst bemerkte, nachdem er vorbei war. Wir hörten noch Minuten seine Schrauben rückwärts drehen. Das waren die einzigen Begegnungen während der ganzen Reise. In der Aufregung vergass ich, nach der Position zu fragen.
Am 17 Tag war ich dann soweit, meine Position mit dem Sextanten und Büchern festzustellen, wir waren über 200 Meilen von meiner geloggten Position entfernt. Ich war mir aber noch nicht sicher und brauchte eine Bestätigung. Die kam auch, als wir in der Nacht bei 30 Knoten Gegenwind zwischen St Maria und Sao Miguel durchsegelten, die Leuchtfeuer ziemlich nach Plan in Sicht kamen und die Peilsignale auf A 2-SMA für Sta. Maria zu hören waren. Danach blieben die Winde zwischen 35-50 Kn, aus Ost natürlich, die Wellen wurden sehr ausgeprägt und da brach ziemlich alles auf dem beschissenen Svan. Zuerst die Unterwante Bbd achtern, die wir nach 8 Stunden Arbeit mit einem Flaschenzug ersetzten. Ich hatte noch nie im Leben jemanden so fürchterlich fluchen hören wie Jack, der mit seinen hundert Kilo hoch im Mast hing. Er flog herrlich herum und ich verstand ihn vollkommen. Nachdem er an Deck angelangt war wollte er sich sofort in die Koje knallen, was leider nicht mehr möglich war. Der Kühlschrank gab auf, der Generator kurz danach, das Barometer fiel weiter. Dann hatten wir keine Steuerung mehr, das Boot legte sich gleich quer zum Wind und Wellen und wir wurden wild herum geworfen. Es dauerte bis wir die reserve Pinne fanden und anbrachten, die Luft war voll Wasser, die Sicht manchmal Null. Die Bilgepumpen gaben in der wilden Schaukelei den Geist auf, die Stbd Wanten vorne und achtern brachen, wir ersetzten sie mit noch mehr Gefluche, da uns die Flaschenzüge ausgingen. Nach 3 Tagen ließ der Wind nach und wir reparierten das Ruder. Die beiden Bolzen am Ruderkranz, an denen die Stahlsteuerleine befestigt war, hatten sich verbogen, man sah den Sparstift überall. Wir hatten 3 Tage ununterbrochen geschuftet, die letzten 10 Stunden meist mit dem Kopf nach unten, um das Ruder zu reparieren. Jetzt fielen wir alle um, keiner hielt Wache in der Nacht. Am nächsten Morgen segelten wir mit räumen Wind, passierten damit auch Cabo St. Vincent. So 100 Meilen vor dem Mittelmeer kam wieder starker Ost herausgestürmt, die Sturmgenua wurde in Stücke gerissen. Wir kämpften noch eine Weile mit gerefften Segeln dagegen, kurz vor Gibraltar hatten wir dann keinen Bock mehr zu kämpfen, mitten im Schiffsverkehr spielten wir den ganzen Tag Skat und kochten Pudding.
Am Nachmittag musste ich doch heraus, als die Luft wegen der Gärungen nach dem Pudding schwer wurde und ich sah im Norden ein paar Häuser aus dem Wasser ragen. Begeistert starteten wir den Motor und nahmen Kurs Nord. Wir hatten keine Karte von der Gegend, so klemmte ich mich hinter ein Fischerboot und wir landeten nach 30 Tagen auf See um 4 Uhr nachts in Cadiz.
Das Reparieren fing an, 3 neue Wanten, Heizung, Genua, Autopilot, Generator, Ankerwinde, kein Ende der Prozession von Fachleuten. Aber das interessierte uns kaum, wir wollten ins Vergnügen, zuerst aber wollten wir was Gutes essen. Da die Bordsitten etwas lose waren besprachen wir sehr aufzupassen, um den strengen spanischen Sitten Genüge zu tun. Beim ersten Bier die erste Panne - alle drei riefen wir Prost und rülpsten laut, wie gewohnt, alle Köpfe drehten sich um. Wir lachten auf wie Pferde, aber die Leute im Laden blieben steif, so ließen wir das Bier stehen und gingen anderswo essen. Auch das ließen wir stehen als es laut krachte, jemand konnte seine Düse nicht kontrollieren. Wir kochten wieder an Bord, es gab – was sonst, Vanillepudding mit Pfannkuchen.
Am Abend in der zweiten Bar entblätterte sich gerade eine sehr hübsche Stripperin, uns fielen die Augen aus dem Kopf. Nur noch zwei Fetzen blieben, die Stripperin entledigte sich der beiden und auch der schwarzen Perücke, drehte sich um und wurde - ein Mann. Ich hatte genug, rief meine chronisch untreue Freundin Ute in Deutschland an und ließ sie sofort einfliegen. Man sollte dass ja nicht so eng sehen, ich war auch nicht gerade von der treuen Sorte und sie hatte gewisse Vorzüge, die mir gefielen. Francos private Maschine brachte sie direkt zum Militärflughafen in Cadiz, Jacks Vermittlung zu danken, es war angeblich keine andere aufzutreiben. Nun, Geld macht möglich, ich war also versorgt, die beiden anderen mussten weiter auf der Jagd bleiben.
Jack kam erst am Morgen zurück, todmüde. So um 11 hörte ich seinen Namen rufen und guckte heraus. Der kleine Stripper war da und ich rief Jack, sollte bloß keiner denken, er kam für mich. Jack, dem Frauen immer zu Füßen lagen, wollte erst gar nicht heraus und ging dann gezwungenermaßen, mit hochrotem Kopf neben dem Kleinen her, der ihn von unten anhimmelnd anschaute, sein Moped am schieben; ein super Bild. Wolfgang lachte sich halb tot, ich lachte Tränen. Jack kam bald zurück und wollte nicht mehr heraus. Dafür verschwand Wolfgang und kam auch am Morgen nicht, so ging ich mit Jack um ihn zu suchen. Wir fanden ihn in der zweiten Bar, eng umschlungen mit dem Stripper. Ich begann mir Sorgen zu machen um den Bestand meiner Truppe, es war nicht einfach zu dieser Zeit in Spanien mit diesen Dingen. Um meine Mannschaft nicht an die andere Universität zu verlieren, heuerte ich eine 60 jährige an, sie versprach, nachts zum Boot zu kommen. Sie kam auch, brachte aber als Anstand ihren 80 jährigen Vater mit, so segelten wir gleich ab, um ihren sicherlich guten Ruf nicht zu gefährden .
KARIBISCHE ERLEBNISSE II
Kurz vor Golf de Lyon war wieder Windstille, aber der Motor streikte, wir fanden Wasser und Dreck in den Filtern. Jack ging um die in einem Eimer auszuwaschen und schmiss zusammen mit dem Schmutzwasser auch die mit Gehäuse glatt über Bord, wir mussten improvisieren. Nachmittags überholte uns ganz langsam ein Jongert Motorsegler, unter Segeln, bei 4 Kn Wind. Als der Motor wieder lief, donnerten wir hinter denen her, um das Wunder von diesem Motorsegler zu bestaunen. Es war Jessica, die aus der Karibik kommend unter Motor und Segeln lief, so langsam nur deswegen, weil das Getriebe einen Schaden hatte. Sie hatten sich königlich gefreut über unsere Versuche, mehr und größere Segel zu setzen. Die Angelegenheit wurde begossen, wir im Schlepp von Jessica. Dann hörten wir Geräusche, ein Helikopter war über uns, im Radar sahen wir ein Boot sich entfernen. Das Auge des Großen Bruders hatte uns beäugt, 100 Meilen von der Küste entfernt.
In Cannes angekommen ging es zuerst ans feiern. Meine Crew stürzte sich in die Hafendisko, um Versäumtes nachzuholen. Gleich am ersten Abend kamen 5 Supertanten in den Schuppen, eine hübscher als die andere. Nach 15 Minuten verschwand Jack mit der ersten an den Strand unter dem Fenster, Wolfgang quetschte seine in die dunkle Ecke. Er war direkter Wege gewohnt, so grabschte er der Dame zwischen die Beine. ”Jungs, seiner war größer als meiner”, erzählte er uns später. Inzwischen hat sich Jack seiner Klamotten entledigt und lag auf dem Sand, während sich seine Flamme zögernd entblätterte. Der Mond schien, so konnte er den 5 Inch Rüssel sehen, der bei Damen meist nicht so groß ist. Alle 5 Tanten waren Transvestiten, fanden die beiden nach sofortiger Kontrolle heraus, einige Stücke Wäsche und Perücken blieben zurück, als die Gang um ihre eigene Haut zu retten wie Hallelujah um die Ecke verschwand .
Danach mussten alle drei die Disco verlassen, der Eigner war entsetzt. Eigentlich verwunderlich, dies war klare, falsche Vorspiegelung von Tatsachen, an Betrug grenzend, die 5 kamen mit klarer Absicht sich einen Mann zu angeln. Ich personlich habe nichts gegen die Schwulen oder Transvestiten, ein Jeder soll haben was er braucht, aber man soll nicht anderen Sex mimen wenn man Partner sucht.
Jack verließ mich danach vorläufig, meine Frau übernahm ihn. Schon in Barbados plagte er sich mit dem Gedanken, sie zu heiraten. Ich war froh darüber, so einen nenne ich einen wahren Freund. Aber zuerst wurde er ihr Fahrer, und da machte sich ein Bock zum Gärtner. Er brauchte ja einen Wagen, um seiner Rolle gerecht zu werden. Er sprang zuerst mit meinem Pontiac 3 Meter hinunter auf den Strand, dann missachtete er mit dem neuen Matra Sportwagen die Vorfahrt. Mit seinem rechten Fuß war er dann im Freien, das Bremspedal suchend, der Vorderwagen war bis zur Scheibe weg. Ich gab ihm vorsichtshalber einen kleineren Wagen, einen neuen Opel Kadett. Er fuhr damit nach Hause und probierte die Bremsen, der nachfolgende Wagen krachte ihm volle Pulle in den Kofferraum, der Kadett wurde um 1 Meter kürzer. Jack sprang Hände ringend heraus, um das Unglaubliche zu sehen, sein Gegner gab Gas und verschwand, seine Nummer wurde nicht gesehen. So fuhr Jack weiter die Serpentinen zum Haus, von oben kam ein Wagen und machte den Kadett vorne einen weiteren Meter kürzer. Diesmal schrieb Jack die Fahrzeug und Führerschein Nummer auf, leider waren beide gefälscht, der Wagen war geklaut. Dann kaufte er sich einen gebrauchten Commodore GS und machte damit die Gegend unsicher. Als er einmal spät in der Nacht besoffen nach Hause fuhr hielt ihn eine Streife an. Er raste vorbei und die 4 Beamten mit deren R 4 hinterher. Trotz der PS Überlegenheit wurde er eingeholt, sprang heraus und rannte zu Fuß weiter. Nach einer Weile ging ihm die Puste aus und er wurde gut verdroschen, es kostete mich gutes Geld ihn aus dem Gefängnis zu holen. Als er danach mit dem wieder reparierten Pontiac hinter mir fuhr, überholte mich sein Vorderrad - alles dies in 3 Monaten, was man nicht alles tut für Freunde.
Ich parkte Alpha Centauri in die Marina und es wurde weiter repariert, aber ich hatte genug von dem Supersvan. Ein paar Wochen später lief das populäre Model mit seinem neuen Eigner nach Tahiti aus und ich verkaufte für mehr Geld als ich bisher investierte. Glücklich darüber begann ich die Talofa zu suchen, sie war verschwunden. Der Große Bruder war hinter Lucas Hintern her, er war auf der Flucht und unauffindbar. Man sagte, die Talofa sei verkauft worden, ich wollte aber das Boot haben und fing an, ihre Spuren zu verfolgen.
Auf jeden Fall war ich froh darüber, dass alles gut endete, als unsere große Reise, die volle 111 Tage dauerte, zu Ende war !























