(openPR) Die Wiederaufnahme der Konzeption für ein europäisches Nachschlagewerk, in dem wesentliche Bereiche des öffentlichen Lebens mit Personen und Kontakten schon Ende der fünfziger Jahre übersichtlich dokumentiert worden sind, mündete 1996 im TBÖ-Europa und Internationale Zusammenschlüsse mit einem „bislang einzigartigen Konzept, zusammengehörige internationale und deutsche Einrichtungen eindeutig zuzuordnen und diese in einer schlüssigen Gesamtdarstellung zu präsentieren“ (s. Vorwort TBÖ-Europa, 1. Auflage 1996). Enthielt diese kleinformatige Taschenausgabe immerhin schon 5.500 Einträge mit 10.156 Personen – noch ohne die Kapitel Bildung, Wissenschaft und Kultur –, so sind in der jetzt aktuellen Ausgabe etwa 8.600 Organisationen mit 20.700 Ansprechpartnern aufgeführt: Inhaltlich und formal ist das gedruckte Werk von 1996 fast auf den doppelten Umfang angewachsen.
Wer ist was und wo in Europa? Eine knappe Auswahl der 250 Neueinträge aus Europapolitik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft, Religion und Kultur lässt sich wie folgt beschreiben:
Der seit Ende letzten Jahres amtierende Luxemburger Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (CSV/PCS) hat mit der Ernennung von 7 Vizepräsidenten mit prioritären, aber doch flexiblen Zuständigkeiten einen beträchtlichen strukturellen Umbau der Kommission in Angriff genommen. Sie lenken und koordinieren in Vertretung des Präsidenten die Arbeit der übrigen 20 Kommissare mit – wie bisher – fest umrissenen Ressorts. Alle EU-Institutionen, Parlamentarier, -innen, Fraktionen, Kommissionen und Ausschüsse sind im Abschnitt A. „Europäische Union“ aufgeführt: Sie sind übrigens auch in einer separaten Publikation erhältlich.
Mit 16 Expertengruppen arbeitet das European Network of Forensic Science Institutes ENFSI mit Sitz in Warschau in 36 europäischen Staaten: Ziel ist der Wissensaustausch im Bereich der kriminalistischen Wissenschaften, um die internationale Anerkennung forensischer Forschungs- und Untersuchungsergebnisse zu verbessern. Die deutschen Landeskriminalämter gehören zu ihren Mitgliedern. (Abschnitt B. „Europäische Zusammenarbeit“).
Starke Berücksichtigung erfahren auch soziale und ökologische Aspekte für das wirtschaftliche Handeln: Dies zeigt CSR Europe, The Business Network for Corporate Social Responsibility aisbl, das mit 70 Unternehmen und 41 nationalen Organisationen in 30 europäischen Staaten vertreten ist. Weitere Neueinträge wurden im Abschnitt E. „Wirtschaft“ in den Bereichen Versicherungswirtschaft für landwirtschaftliche und Zertifizierung von ökologischen Produkten, Messewirtschaft, Wertpapierhandel und Verbraucherschutz aufgenommen: Association Internationale des Assureurs de la Production Agricole AIAG, European Organic Certifiers Council aisbl EOCC, International Council of Securities Associations ICSA (London), International Exhibition Logistics Association IELA und International Consumer Research and Testing Ltd. ICRT.
Die Auswertung des EU-Transparenzregisters führte zu folgenden großen und kleineren deutschen oder auch internationalen Wirtschafts-, Finanz- und Consultingunternehmen mit Sitz in Deutschland, z.B. EDEKA AG, REWE Zentral AG, Fraport AG, Salzgitter AG, Wacker Chemie AG, evocate inkasso GmbH und Odesseana Consulting: alle auffindbar im Buch oder in der Online-Datenbank.
Europaweite zugelassene Stellen für Hersteller, Verarbeitungsbetriebe und Händler, um organische Textilien für die Bekleidungsindustrie zertifizieren zu lassen, bietet Global Organic Textile Standard gGmbH GOTS. Mitglied ist der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft e.V. iVN in Berlin. Hinweise und Informationen zur Gestaltung von regionaler und ökologischer Entwicklung der Landschaft gibt das European Forum on Nature Conservation and Pastoralism EFNCP bzw. der Deutsche Verband für Landschaftspflege HVNL. Auch die neuen Verbände aus den Abschnitten H. „Umwelt und Natur“ und J. „Bürgerinteressen“ Renewables Grid Initiative e.V. RGI, European Passengers‘ Federation EPF, das European Civic Forum oder Stop TTIP sind im Brüsseler Lobbyregister verzeichnet.
Ein neuer Schwerpunkt im Abschnitt N. „Bildung und Erziehung“ bildet die European Civil Society Platform on Lifelong Learning EUCIS-LLL, ein Dachverband für 39 europäische Organisationen, die auf dem Gebiet der Bildung und Ausbildung mit mehr als 50.000 Bildungseinrichtungen und Verbänden in allen Formen des Lernens tätig sind.
Das Institut für Mittelstandsforschung SdbR IfM ist Mitglied im European Network for Social and Economic Research ENSR in Zoetermeer (NL), einem Netzwerk für angewandte Politikforschung mit dem Schwerpunkt auf kleinen und mittleren Unternehmen bzw. Unternehmertum. Die direkte Verbindung zur Europäische Kommission und nationalen Ministerien ist durch ein Büro in Brüssel gewährleistet.
Das private, internationale Beratergremium Group of Thirty – Consultative Group on International Economic and Monetary Affairs Inc. G30 ist eine Plattform von 30 Personen aus dem Finanzwesen und der Wissenschaft mit Sitz in Washington. Im Hochschulbereich wurde der europäische Zusammenschluss von mehr als 200 Universitäten und Fakultäten für Architektur und Landesplanung, die Association of European Schools of Planning AESOP ergänzt. (O. „Wissenschaft und Forschung“).
Wer nach europäischen und deutschen Künstlerkolonien schauen möchte, braucht nur einen Blick in die für alle eingeloggten Buchnutzer freie Oeckl.Europa-Datenbank zu werfen. Nicht nur die verlinkte Web-Adresse der European Federation of Artist’s Colonies euroART erreicht man dort, sondern auch gleich die Europakarte mit allen Künstlerstätten: z.B. Ahrenshoop, Hiddensee, Schwielosee Ferch, Varel-Dangast oder Worpswede, wo die euroArt denn auch selbst beheimatet ist. Selbst auf der Suche nach dem Verborgenen Museum Dokumentation der Kunst von Frauen e.V. wird man fündig im Abschnitt P. Kultur und Kunst.
Denn es gilt: Buch plus Datenbank. Für die Recherche mit tagesaktuellen Daten erhalten die Buchnutzer einen freien Datenbankzugang des Buchbestandes und zu 3.500 weiteren Organisationen in allen Abschnitten, die nicht im Buch aufgenommen werden konnten.
OECKL. Taschenbuch des Öffentlichen Lebens/Directory of Public Affairs –
Europa/Europe 2015/2016, Buch PLUS Online mit persönlichem Code, deutsch-englisch.
Begründet: Prof. Dr. Albert Oeckl; 20. Auflage, Buch ISBN 978-3-87224-136-8; 128,00 EUR
OECKL.Europa 2015/2016 – EU-Kommission, 8. Europäisches Parlament: 29,90 EUR, ISBN 978-3-87224-139-9, ISBN 978-3-87224-139-9












