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Experten: Pflegereform beseitigt Pflegenotstand nicht

18.08.201513:32 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Experten: Pflegereform beseitigt Pflegenotstand nicht
Pflegenotstand - ungelöst
Pflegenotstand - ungelöst

(openPR) Gesetzgeber soll Pflege-Selbstverwaltung endlich auflösen

In ihrem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe üben Werner Kollmitz, Reinhard Leopold und Michael Thomsen harsche Kritik am Referentenentwurf zum Pflegestärkungsgesetz II, denn es beseitige nicht den bestehenden Pflegenotstand. Die Pflege-Aktivisten argumentieren, die Pflegeselbstverwaltung habe kläglich versagt und müsse deshalb aufgelöst werden. Der Gesetzgeber habe nun die Pflicht, die Angelegenheiten gesetzgeberisch neu zu regeln. Ziel dabei müsse sein, dass wieder mehr Menschen gerne und langfristig im Pflegebereich arbeiten wollen und können. Sie müssten dafür ausreichend Zeit für ihre wertvolle Arbeit haben. Dazu seien deutlich bessere, verbindliche, bundeseinheitliche und nachprüfbare Personalschlüssel notwendig. Dies sei aber in diesem neuen Gesetz nicht vorgesehen.



Die Hauptkritik richtet sich gegen die Pflegeselbstverwaltung, weil sie in der Vergangenheit ihrer Verpflichtung nach §75 Sozialgesetzbuch 11 (SGB XI) nicht in ausreichendem Maße nachgekommen sei und nicht für eine menschenwürdige Pflege gesorgt hätte. (Die Pflegeselbstverwaltung setzt sich wie folgt zusammen: Pflegekassen, Sozialhilfeträger und Trägerverbände = Diakonie, Caritas, AWO, DRK, Parität, ZWIST sowie der BPA= Bundesverband privater Anbieter sozialer Leistungen.) In dieser Zusammensetzung des Gremiums seien die Verhandlungen in erster Linie kostenorientiert und nicht qualitätsorientiert. Hinzu komme, dass für diejenigen, die die Leistungen zu zahlen haben sowie diejenigen, die in der Pflege arbeiten, weder ein Mitsprache- noch Mitentscheidungsrecht vorgesehen sei. Die sich häufenden negativen Berichte von pflegebetroffenen Menschen und Medien belegen deutlich die Probleme im Pflegebereich. Selbst die Niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt hat in Pressemitteilungen die Rahmenbedingungen in der Pflege als skandalös bezeichnet.

Mit ihrer Forderung stehen die drei engagierten Kritiker nicht alleine da. Den offenen Brief an Gesundheitsminister Gröhe haben namhafte Einzelpersonen und Organisationen mitunterzeichnet. Ihre Forderungen unterstützen unter anderem die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA), die Bürger Initiative Gesundheit e.V., der Betreuungsverein Bremerhaven e.V., der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), der Deutsche Pflegerat e.V., der Pflege-Selbsthilfeverband e.V., das Pro Pflege Selbsthilfenetzwerk, der Münchner Pflegekritiker Claus Fussek, sowie weitere Einzelpersonen.

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FOTO: https://pixabay.com/de/hand-alt-frau-falten-klingel-77273/
Foto-Text: Pflegenotstand - ungelöst
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HINWEIS: Der offene Brief steht als Download zur Verfügung unter
http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=2272.0;attach=1830


Für evtl. Rückfragen stehen Ihnen die Briefschreiber gerne zur Verfügung.

Werner Kollmitz
Feldhausen 4
28865 Lilienthal
Tel.: 0174 / 6973590
eMail: E-Mail
Web: http://www.menschenwuerde-in-der-altenpflege.de

Reinhard Leopold c/o HEIM-MITWIRKUNG -
Unabhängige Selbsthilfe-Initiative für Pflegebetroffene
Rembertistr. 9
28203 Bremen
Tel.: 0421 / 33659120
eMail: E-Mail
Web: http://www.heim-mitwirkung.de

Michael Thomsen
Moorkamp 1
49143 Bissendorf
Tel.: 05402 / 1578
eMail: E-Mail
Web: michael-thomsen.de

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