(openPR) „Endlich erfasst der Pflegebedürftigkeitsbegriff auch Demenzkranke! Dafür haben wir seit Jahren gekämpft“, kommentierte Willi Jäger, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Rheinland-Pfalz, die heute beschlossene zweite Stufe der Pflegereform. „Die neuen Regelungen entlasten pflegende Angehörige, die mit der Rundum-Pflege ihrer demenzkranken Familienmitglieder viel zu lange alleingelassen wurden.“ Wichtigste Änderung sei, dass die Pflegebedürftigkeit am Grad der Selbstständigkeit bemessen werde. „Außerdem gibt es nun in der Pflegeberatung feste Ansprechpartner, die neutral und umfassend informieren“, lobte Jäger.
Trotz der grundsätzlich positiven Bewertung habe die Reform auch ihre Schwächen: „An allen Ecken und Enden fehlen landesweit gut ausgebildete Fachkräfte. Dafür bietet die Reform keine Lösung“, so Jäger. Auch gebe es nach wie vor den mangelhaften Pflege-TÜV. „Dieses verwirrende und verfälschende Benotungssystem für Pflegeheime gehört in die Tonne, das haben wir als VdK von Anfang an gefordert. Mittlerweile hat das auch die Politik eingesehen. Doch bis der Qualitätsausschuss ein Nachfolgemodell entwickelt, bleibt das alte System bestehen. Das hätte Herr Gröhe im Zuge der Pflegestärkungsgesetzes unterbinden müssen!“









