(openPR) „Das Menschentier ist das erstaunlichste Lebewesen der Erde. Mangelhaft angepaßt an seine Umwelt kommt es doch überall auf dem Erdenball zurecht, erweist sich allerdings immer wieder als sein größter Schädling. Es hat Moral und Religionen erfunden, frißt aber dennoch skrupellos seinesgleichen auf die eine oder andere Art. Trotzdem ist es ein paar Millionen Jahre lang fähig gewesen, alle seine Dummheiten zu überleben.“
Das lesen wir bei Prof. Querulix im „Volksmund“. Nicht von ungefähr trägt eines der Aphorismen-eBooks den Titel „Des Menschen größte Bürde ist der Mensch“.
Prof Querulix, Essayist, Aphoristiker, Satiriker und Alltagsphilosoph beobachtet mit wechselndem (Un-)Vergnügen das bunte Treiben des Menschentiers und macht sich dabei so seine Gedanken. Mal amüsiert, mal entsetzt, mal interessiert, mal vergräzt, aber selten hoffnungsfroh und nie gelangweilt verfolgt er das immer gleiche Theaterstück der Spezies, der auch er als Komparse und Zuschauer angehört.
Es ist zwar immer derselbe Themenkanon, den die Laienschauspielertruppe „Menschheit“ sich selbst vorführt. Aber die wechselnden Kulissen, Kostüme, Requisiten und Dialoge wecken doch immer wieder aufs Neue das Interesse des teilnehmenden Publikums. Kürzlich soll sich in den Vereinigten Staaten ein Komparse namens Trumpf oder ähnlich für eine der Hauptrollen des menschentierischen Dramas beworben haben. Das ist erstaunlich. Denn die von ihm erstrebte Rolle ist tragisch angelegt. Der Bewerber scheint eher ein lustiger Geselle zu sein, obwohl ihm nachgsagt wird, er sei ein Egomane und Menschenverächter. Doch Komiker sind ja häufig gespaltene Persönlichkeiten, die auf der Bühne der Weltöffentlichkeit ganz anders agieren als auf ihrer Heimatbühne. Wie man hört, kommt der Bewerber bei seinem heimischen Komparsenpublikum recht gut an. Arrivierte Schauspieler halten allerdings wenig von ihm. Sollte er dennoch die bald vakante Hauptrolle ergattern, wird Prof. Querulix viel zu schreiben haben.
Eine der wahrscheinlich wenigen endgültigen Wahrheiten, denen Prof. Querulix auf der Spur ist, liegt in der Feststellung: „Die Meute fühlt mit dem Schwachen, beugt sich aber dem Starken.“ Darin liegt eines der größten Übel des Rudeltiers, wenn es „Mensch“ werden will.
Aber einen Trost haben wir: Das Menschneiter könnte in ferner Zukunft nach unzähligen weiteren selbst erzeugten Übeln und mit anhaltendem technologischen Fortschritt auch als „Mensch 10.0“, einer Art von Ameisenkultur überleben. Die Amerikaner gehen bereits forschen Schrittes auf diese Zukunft zu. Das von der us-amerikanischen Regierung geplante Überwachungsgesetz „Cybersecurity Information Act“ (Cisa) soll privaten Datensammlern wie Google und Facebook, aber auch Banken und Krankenversicherern sowie allen Unternehmen, die im Zuge der Vernetzung ihrer Produkte an Kundendaten herankommen, ermöglichen, Daten ihrer Kunden zu sammeln, auszuwerten und mit staatlichen Behörden auszutauschen. Wird das Gesetz beschlossen, wäre die Privatsphäre der Bürger dahin und ein erster großer Schritt in Richtung der Aufhebung menschlicher Selbstbestmmung getan.
Was für eine schöne neue Welt!
Das eBook „Des Menschen größte Bürde ist der Mensch“ - Oder: Ein Jahr2000Problem – und sonst nichts? - Ein zynisch-heiteres Glossarium des Menschentiers und seiner Welt“ (ISBN 978-3-943788-13-6), 104 S., 9,95 Euro ist nur direkt beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital erhältlich. Eine Druckausgabe mit dem Titel „Ein Jahr2000Problem – und sonst nichts“ (ISBN 3-89811-028-1), 83 S. gibt es dort zum gleichen Preis einschließlich Versandkosten.
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