(openPR) Frankfurt am Main, 11.05.2006. Immer mehr Menschen leiden unter extrem trockener, entzündet-schuppiger und teilweise unerträglich juckender Haut. Die Neurodermitis zählt inzwischen zu den meist verbreiteten Hauterkrankungen und beeinflusst nahezu alle Lebensbereiche. Wichtige Tipps finden Betroffene in einem neuen Ratgeber der Deutschen Gesundheitshilfe, der kostenlos unter www.gesundheitshilfe.de heruntergeladen werden kann.
Viele Namen - Eine Krankheit!
Neurodermitis, atopisches Ekzem, atopische Dermatitis, endogene Dermatitis - Ärzte haben viele Namen für eine Krankheit, die die Lebensqualität der Betroffenen sehr beeinträchtigen kann.
Doch im Grunde beschreiben alle diese Bezeichnungen die gleichen Symptome: wer über einen längeren Zeitraum immer wieder mit juckender, wunder und schuppiger Haut zu kämpfen hat, leidet an Neurodermitis.
Die Neurodermitis zählt inzwischen zu den meist verbreiteten Hauterkrankungen. Insgesamt geht man von ca. 3 Millionen Neurodermitis-Kranken in Deutschland aus - mit steigender Tendenz!
Kinder sind dabei am häufigsten betroffen. So sollen - aktuellen Schätzungen zufolge - bereits 12% der Vorschulkinder erkrankt sein.
Bei der Neurodermitis schütten Abwehrzellen des Immunsystems Botenstoffe wie Histamin und Zytokine aus. Dadurch kommt eine Entzündungsreaktion in Gang, die sich an der Hautoberfläche zeigt und zu Störungen des Fettsäureschutzmantels führt. In der Folge wird die Haut noch empfindlicher gegenüber äußeren Reizen.
Neurodermitis kann das ganze Leben begleiten
Das Krankheitsbild kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich aussehen und hängt auch vom Alter der Betroffenen ab. Bei Säuglingen und Kleinkindern bilden sich oft an den Wangen nässende Ekzeme, der sogenannte Milchschorf.
Ab dem zweiten oder dritten Lebensjahr breiten sich die Krankheitsherde meist in den Ellenbeugen und Kniekehlen sowie am Nacken und den Handgelenken aus. In schweren Fällen kann der ganze Körper großflächig betroffen sein.
Die größten Probleme verursacht der höllische Juckreiz, der häufig zu unbeherrschbaren Kratzanfällen führt.
Ein Teufelskreis - denn in die aufgerissene, blutige Haut können Bakterien eindringen, die wiederum die Entzündungsreaktion verstärken.
Manche Ärzte vertreten die Ansicht, dass der Juckreiz die Lebensqualität ähnlich stark beeinträchtigt wie chronische Schmerzen.
Die Grundlage der Neurodermitis-Behandlung
Da die Neurodermitis in erster Linie eine Hauterkrankung ist, bildet eine regelmäßige Hautpflege die Basis jeder Behandlung. Hinzu kommt häufig eine medikamentöse Therapie, bei der man zwischen der äußerlichen Anwendung von Arzneistoffen in Form von Salben mit Zink, Teer oder Schieferölen und der innerlichen (systemischen) Behandlung mit Tabletten oder Infusionen unterscheidet. Bei akuten Schüben sollte immer der Arzt konsultiert werden.
Neuer Ratgeber informiert!
Wertvolle Tipps zum Thema „trockene Haut und Neurodermitis“ finden Betroffene in dem neuen Ratgeber der Deutschen Gesundheitshilfe, der unter www.gesundheitshilfe.de kostenlos heruntergeladen werden kann.
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Die Deutsche Gesundheitshilfe e.V. ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation zur bundesweiten gesundheitlichen Aufklärung und Information.
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