(openPR) Viele schwangere Frauen haben bei der Geburt große Sorge um ihren Damm. Unverletzt durch die Geburt zu kommen lautet das Ziel, was viele Frauen Ängste ausstehen und gegebenenfalls sogar den Kaiserschnitt vorziehen lässt. Wie man die Wahrscheinlichkeit für eine Geburtsverletzung reduzieren kann und einen Damm nach der Geburt - auch unverletzt - gut pflegt, verrät Hebamme Jana Friedrich.
Wozu die Damm-Massage?
Der Damm wird weicher, dehnungsfähiger und deutlich besser durchblutet, was die Chance, unbeschadet durch die Geburt zu kommen grundsätzlich erhöht. Durch die Damm-Massage gewöhnt man sich an das Gefühl der Dehnung und verringert so die Angst vor dem Moment in dem das Baby kommt, was den Geburtsverlauf durchaus positiv beeinflussen kann.
Der richtige Zeitpunkt
Die Damm-Massage kann ab der 34. Schwangerschaftswoche drei bis vier Mal pro Woche durchgeführt werden.
Vorbereitungen
Saubere Hände und kurze Fingernägel sind bei der Damm-Massage Voraussetzung. Für die Massage eignen sich z.B. Mandelöl, Weizenkeimöl, Jojobaöl oder auch das spezielle Damm-Massageöl von Weleda, bzw. das Geburts- & Baby Massageöl von Motherlove . Die Massage dauert etwa zehn Minuten.
Die Damm-Massage – so geht’s
Viele Frauen erreichen den Damm am besten im Stehen – beispielsweise mit einem Bein auf dem Badewannenrand aufgestellt. Man nimmt ausreichend Öl auf die Fingerspitzen und wärmt es durch Verreiben etwas an. Anschließend führt man den Daumen in die Scheide ein, während der Zeigefinger von außen den Damm massiert. In kleinen kreisenden Bewegungen lockert man so den Bereich der unteren Scheidenwände. Wenn man sich eine Uhr vorstellt, befindet sich das Gebiet zwischen drei und neun Uhr. Als Nächstes versucht man seine Scheide auch dammwärts, also Richtung sechs Uhr, zu dehnen. An der Schmerzschwelle atmet man zwei bis drei Mal in die Spannung und lässt dann wieder locker.
Dammpflege nach der Geburt – so geht’s
Durch die Geburt haben sich Scheide und Damm gedehnt und wieder zusammengezogen, was Miniaturfaserrisse hervorrufen kann – ganz ähnlich denen eines starken Muskelkaters. Auch ein vermeintlich heiler Damm kann sich wund anfühlen und verträgt ein bisschen Pflege. Nach einem Riss oder Schnitt, der dann erst mal genäht wird, schwillt das Gewebe erst stark an und man bekommt ein abschwellendes Medikament verabreicht. Erfreulicher Weise gibt es Einiges, was man selbst zur Heilung beitragen kann:
Kühlen
Durch Kühlung kann das Abschwellen des Damms begünstigt werden. Vorbereitend tränkt man dazu ein paar Vorlagen mit Sonnenblumen- oder Olivenöl und friert sie ein. Nach der Geburt legt man die gefrorenen „Cool-Packs“ vor den Damm, so lange es angenehm ist.
Sprayen
Das Regenerations-Spray von Motherlove kann direkt nach der Geburt angewendet werden und wirkt sofort heilend, entspannend und erfrischend. Es kann mehrfach am Tag großzügig angewandt werden und stellt eine tolle, intime und vor allem einfache Alternative zum Sitzbad dar.
Sitzbad
Manche Kliniken und viele Hebammen schwören bei der Dammpflege auf die heilende Wirkung von Sitzbädern und ordnen diese gerne und großzügig an. In der Regel wird hierfür Tannolact verwendet. In der Klinik gibt es dafür spezielle Sitzbad-Wannen. Auch zu Hause sind Sitzbäder nach Belieben möglich. Hierfür kann man einfach eine Plastiktüte eng über die Klobrille ziehen und das Sitzbad darin einlassen. Das Sitzbad kann einmal täglich für 10 bis 15 Minuten und bei einer Wassertemperatur von 35° C angewandt werden. Als Alternative zu Tannolact kann auch Ringelblumenessenz, Frauenmantelkraut, Eichen- oder Hamamelisrinde verwendet werden. Diese Zusätze tun gut, erfrischen und sind sowohl entzündungshemmend, als auch heilungsfördernd.
Narben-Massage
Eine Dammnaht ist besonders in den ersten drei bis sieben Tagen sehr unangenehm. Glücklicherweise heilen diese Dammverletzungen fast immer sehr gut, so dass man oft schon nach einer Woche wieder vorsichtig sitzen kann. Nach etwa vier Wochen ist die Wunde verheilt. Manche Frauen spüren die immer noch frische Narbe aber weiterhin deutlich. Eine wirksame Behandlung von verheilten Dammnähten ist die Massage mit einer speziellen Narbensalbe. Eine Empfehlung dafür ist die A.P.M. - Creme . Oder man benutzt, sofern noch vorhanden, den Rest vom Damm-Massage-Öl aus der Vorsorgezeit.
Die Produkte von Weleda und Motherlove sind zu beziehen über https://shop.hebammenblog.de/













