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'Waste2Value': Wert schaffen aus Rest- und Abfallstoffen

06.07.201510:16 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: 'Waste2Value': Wert schaffen aus Rest- und Abfallstoffen
Biogene Reststoffe wie z. B. Altholz, Rinde, Reste aus der Korkherstellung, Erntereste oder Stroh kö
Biogene Reststoffe wie z. B. Altholz, Rinde, Reste aus der Korkherstellung, Erntereste oder Stroh kö

(openPR) Martinsried, 06.07.2015 – Die Partner des Kooperationsnetzwerks „Waste2Value“ trafen sich am 25. Juni 2015 zum Förderhalbjahr, um sich auszutauschen. Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: Neun Ideen für erste Forschungsprojekte bestehen und sollen bis Ende 2015 weiter ausgearbeitet sowie in passenden Fördermaßnahmen eingereicht werden. Die Netzwerkpartner wollen in ihren unterschiedlichen Forschungsprojekten Spezial- und Basischemikalien aus Rest- und Abfallstoffen gewinnen. Diese biobasierten Chemikalien werden anschließend zu Produkten weiterverarbeitet. Bestehende erdölbasierte Produkte sollen auf diese Weise mit biobasierten Produkten ersetzt und neue Produkte geschaffen werden. Darüber hinaus sollen gewonnene pflanzliche Substanzen mit speziellen Eigenschaften Produkten zugesetzt werden und diesen völlig neuartige Funktionen verleihen. Duft- und Aromastoffe oder Biokunststoffe können so hergestellt werden, aber auch der Einsatz in Kosmetika ist möglich.



Verwendet werden Reste der Forst- und Landwirtschaft, der Säge-, Papier- und Lebensmittelindustrie, aber keine Nahrungs- oder Futtermittel. Allein in Deutschland fallen jährlich mehr als 30 Millionen Tonnen an Reststoffen, wie z. B. Rindenabfälle, Kartoffelerntereste oder Papierschlämme an. Können diese Reste nicht zur Düngung, Kompostierung oder in Biogasanlagen verwendet werden, müssen sie zum Teil mit hohem Aufwand und entsprechenden Kosten entsorgt werden. Die Partner im Kooperationsnetzwerk „Waste2Value“ werten mit ihren Projekten diese Reststoffe auf, schaffen neue Verwertungsmöglichkeiten und Nutzungswege. Aber nicht nur die Wirtschaft, auch die Umwelt profitiert, denn die Chemikalien werden aus rasch nachwachsenden Rohstoffen und nicht aus Erdöl produziert.

Das Kooperationsnetzwerk "Waste2Value" wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) innerhalb des Programms "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM) zunächst bis Ende 2015 gefördert. Das Netzwerkmanagement unterliegt der Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH). Im ersten halben Jahr hat sie das Netzwerk um drei Partner erweitert und die ersten Forschungs- und Entwicklungsprojekte ausgearbeitet. Diese Tätigkeiten wird die Firma auch künftig fortführen. Darüber hinaus arbeitet die IBB Netzwerk GmbH an einer Website und wird Konzepte erarbeiten, um den Markteintritt zu erleichtern. Dafür erhält sie für zunächst ein Jahr insgesamt rund 150.000 Euro vom BMWi und den Netzwerkpartnern. Nach erfolgreichem Abschluss ist eine weitere Förderung über zwei bis drei Jahre möglich.
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Über das ZIM-Kooperationsnetzwerk „Waste2Value“
Im ZIM-Kooperationsnetzwerk „Waste2Value“ arbeiten Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft mit unterschiedlichen Expertisen unter Koordination der IBB Netzwerk GmbH zusammen: von der Rohstoffbereitstellung, der Fermentation, Extraktion und katalytischen Veredelung, über die Prozessentwicklung und Aufarbeitung bzw. Modifikation bis hin zum Einsatz in Endprodukten.

Der Schwerpunkt des Netzwerks liegt auf der Nutzung von Reststoff- und Abfallströmen aus beispielsweise der Forst- und Landwirtschaft, der verarbeitenden Lebensmittelbranche oder der Holz- und Papierindustrie, um daraus Spezial- und Basischemikalien, wie z. B. sekundäre Pflanzenstoffe (phenolische Verbindungen, Terpene, Hydroxyfettsäuren, Wachse u. a.) oder Butanol zu gewinnen. Liegen diese Chemikalien anschließend vor, sollen sie wiederum von den Kooperationspartnern entweder zu innovativen und hochwertigen Produkten weiterverarbeitet werden und/oder zu bereits existierenden Produkten als Zusatzstoffe oder Additive für verbesserte Eigenschaften hinzugesetzt werden.

Der Ansatz von "Waste2Value" soll dem Ziel Rechnung tragen, erdölbasierte Produkte durch aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnene Produkte zu ersetzen, welche in ihren Gebrauchseigenschaften mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar den „Erdöl-Produkten“ überlegen sind. Damit wird der Wechsel von einer erdölbasierten hin zu einer stärker biobasierten Gesellschaft unterstützt.

Das ZIM-Kooperationsnetzwerk „Waste2Value“ ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Netzwerk. Die Förderung läuft zunächst von Januar bis Dezember 2015. Zwei bis drei weitere Jahre sind im Anschluss möglich. Mehr unter: http://www.ibbnetzwerk-gmbh.com/de/sub-netzwerke/zim-kn-waste2value/uebersicht/


Die Partner im ZIM-Kooperationsnetzwerk „Waste2Value“
Das Kooperationsnetzwerk „Waste2Value“ umfasst derzeit 20 Partner: albi GmbH & Co. KG, ANiMOX GmbH, Birken AG, Dr. Straetmans Chemische Produkte GmbH, Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG/Abteilung inocre®, Kunstmühle Simon Kraus GmbH, N-Zyme BioTec GmbH, provenion GmbH, Fuchs Schmierstoffe GmbH, Sensient Colors Europe GmbH, UPM GmbH, Vermop Salmon GmbH, Fraunhofer Projektgruppe BioCat des Fraunhofer IGB, Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV, Pilot Pflanzenöltechnologie Magdeburg e.V. (PPM), Technische Universität München, Fachgebiet Industrielle Biokatalyse, Technische Universität München, Lehrstuhl für Mikrobiologie, Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Anorganische Chemie II, Universität Leipzig, Institut für Technische Chemie.

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