(openPR) Wissenschaftler des ILU e.V. haben ein Verfahren zur Aufbereitung biopolymerer Rest- und Abfallstoffe sowie zur Herstellung eines Additivs für die Ziegelherstellung aus diesen Stoffen entwickelt. Ziel war der Einsatz des Additivs als Porosierungs- und Prozesshilfsmittel bei der Herstellung von hochporösen Hintermauerziegeln mit verbesserten Wärmedämmeigenschaften.
Basis für die Produktentwicklung sind Rest- und Abfallstoffe verschiedener Industriezweige, die durch geeignete Aufbereitungsschritte für den Prozess der Ziegelherstellung konditioniert werden.
Im Verlauf der Projektbearbeitung wurden 12 verschiedene Abfallstoffe aus 10 Unternehmen in die Untersuchungen eingebracht und hinsichtlich Verfügbarkeit, Kosten, Stoffzusammensetzung/Lagerstabilität und Aufbereitungsaufwand bewertet.
Die Aufbereitung erfolgte im Labor- und Technikummaßstab. Es wurden Mahlprodukte mit homogenen Korngrößenverteilungen hergestellt. Ein Trennen verschiedener Fraktionen vor der Zerkleinerung erwies sich im Verlauf der Arbeiten als nicht notwendig. Die ganzheitliche Nutzung der Reststoffe ist möglich.
Die Reststoffe wurden auf verschiedene Korngrößen zerkleinert. Die Thermoanalyse wies den getesteten Reststoffen ein gleichmäßiges Abbrennen im günstigen Temperaturbereich 500….600°C nach.
Die Auswertung der Tonbrand-Versuche beim Partner IAB, Weimar zeigte, dass die Korngrö-ßenspektren der bemusterten Reststoffe (insbesondere Peeling, Gärgas-Reste, Reste-Silo/Reinigung) für den Einsatz als Porosierungsmittel geeignet sind.
Somit wird dem Ziegelhersteller einerseits ein alternatives, optimiertes Additiv zur Verfügung gestellt und andererseits die stoffliche Verwertung von Rest- und Abfallstoffen ermöglicht.
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Über das Unternehmen
Das Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung e.V. (ILU) wurde 1991 gegründet.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Ziele.
Aufgabe des ILU ist die naturwissenschaftliche und technologische anwendungsorientierte Forschung für die Ernährungswirtschaft und zum Erhalt der Umwelt.
Im Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung e. V. sind entsprechend der realisierten Forschungsprojekte Wissenschaftler und Techniker, die die Kompetenz von Lebensmitteltechnologen, Chemikern und Lebensmittelchemikern, Biologen, Mikrobiologen und Biochemikern vereinen, beschäftigt.
Das Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung hat sich Kompetenz und Erfahrung auf folgenden Forschungsfeldern erarbeitet:
• Verfahrensforschung zur Lebensmittelherstellung
• Sicherheit von Lebensmitteln: Umweltkontaminanten, Pflanzenschutz- und Behandlungsmittel, Mykotoxine, Veränderungen des Lebensmittels im Verarbeitungsprozess, antinutritive Komponenten
• Erforschung funktioneller Lebensmittelzutaten
• Mitarbeit (Koordinator) am Nationalen Verbundprojekt „Entwicklung von neuen Prozesstechniken zur Minimierung des Acrylamid-Gehaltes in Lebensmitteln“
• Unterstützung nationaler und internationaler Ernährungsstudien durch die Entwicklung und Herstellung spezialisierter Kliniknahrung
• Entwicklung von Analysenmethoden zum Nachweis erwünschter und unerwünschter Komponenten in Lebensmitteln, biologische und chemische Spezialanalysen
• Biotechnologische Forschung zur Gewinnung von biologischen Wirkstoffen für Lebensmittel, Futtermittel, Kosmetika und Pharmazie
• Umweltforschung mit phototrophen Mikroorganismen
• Entwicklung natürlicher Futtermittel
• Entwicklung biogener Materialien für Non-Food-Applikationen: Verfahrens- und Produktentwicklungen
o Ökologische Baustoffe
o Bodenverbesserung- und Erosionsschutzmaterialien
o Plastische Verbundwerkstoffe, Bindemittel, Füllmaterialien