(openPR) Berufsbedingte Inhalations- oder auch Atemwegserkrankungen, vor allem hervorgerufen durch Stäube, beeinträchtigen die Gesundheit der Beschäftigten im Backgewerbe und verursachen hohe wirtschaftliche Schäden. Verschiedene Backmittel wurden daher in ihrer Herstellung bereits derart modifiziert, dass das Staubaufkommen deutlich reduziert werden konnte.
Bei Backgrundstoffen zur Herstellung und Konfektionierung Feiner Backwaren konnten bisher herstellerseitige Maßnahmen zur Staubminimierung aufgrund ihrer besonderen inhaltsstofflichen Zusammensetzung nur unzureichend umgesetzt werden. Das Forschungsprojekt der Institutes für Lebensmittel- und Umweltforschung e.V. beinhaltete die Entwicklung eines Entstaubungsverfahrens auf der Basis einer zielgerichteten Agglomeration für diese vielfältige Produktgruppe. Als Schlüsseltechnologie wurde die Benetzung genutzt, auf deren Basis eine definierte Partikelgrößenveränderung realisiert werden konnte. Dabei war durch eine geeignete Trägerstoffauswahl sicherzustellen, den Großteil der in der Trockenmischung befindlichen Feinstpartikel an gröbere Bestandteile zu binden. Es war zu gewährleisten, dass die Entstaubungstechnologie nur unwesentlich die Zusammensetzung der jeweiligen Mischungen beeinflusst. Die Benetzung erfolgt mittels diskontinuierlichem Benetzungssystem, wobei der Trockenstoff - in diesem Fall die Feinpartikel - und Wasser fein dispergiert und die so benetzten Partikel unter Scherkraftwirkung aggregiert werden. Das durch die feuchte Partikeloberfläche entstandene Klebevermögen wird zur Agglomeration ausgenutzt und es entstehen stabile Partikel mit einer größeren Korngröße.
Die Untersuchungen hinsichtlich des Staubaufkommens zeigten, dass die entstaubten Produktmischungen eine Einstufung in die Staubklassen 1 (staubarm) und 2 (gering staubend) zulassen und somit die Staubneigung in der Backstube minimiert ist.











