(openPR) Warum nicht einfach mal Salat, Gemüse und Kräuter in den Mixer werfen und zu einem grünen Smoothie pürieren? So ein Energie-Cocktail soll ja wahre Wunder bewirken. Aber stimmt das wirklich?
Man nehme eine Handvoll Petersilie und Dill, je eine halbe Salatgurke und Avocado und püriere alles mit zwei Tassen Wasser, dem Saft einer Zitrone und einer Prise Pfeffer im Mixer. Ohne großen Aufwand verwandelt sich so ein Berg aus Salat, Gemüse und Kräutern blitzschnell in einen Powerdrink.
Ob das schmeckt? Es kommt auf einen Versuch an, aber Smoothie-Fans schwören darauf. Und die Hersteller setzen längst auf den Pürier-Trend; in den Supermärkten stehen fertig gemixte Smoothies im Kühlregal, die jedoch oft mehr Zusatzstoffe und Zucker als Vitamine liefern.
Mit diesen Fertigdrinks hat die grüne Variante nichts tun. Hier gibt es nur Natur pur. Frisches Gemüse, knackiger Salat, gelegentlich etwas Obst werden nicht zum Saft ausgepresst sondern als Ganzes im Mixer püriert und dann getrunken. Will man der Smoothies-„Erfinderin" Victoria Boutenko und ihren Anhängern glauben, müssten die Mixdrinks ähnliche Kräfte verleihen wie Miraculix' geheimnisvoller Zaubertrank aus Asterix & Obelix.
Die in den USA lebende Russin experimentierte lange mit Blattgemüsen und Rohkost, um diverse gesundheitliche Probleme zu bekämpfen. Das Ergebnis: sie und ihre Familie wurden nach eigenen Aussagen wieder gesund, ihre grünen Smoothies erobern inzwischen als DAS Modegetränk die Welt.
Mixen statt kochen, pürieren statt kauen
Eine allgemeine Empfehlung in Punkto gesunder Ernährung lautet, täglich mindestens fünf Portionen aus ballaststoffreichen Gemüsen, Salaten und Früchten zu essen. Doch Hand aufs Herz: wie oft gelingt das im Alltag? Tatsache ist, dass die meisten die fünf-Portionen-Regel nicht einhalten.
Entweder fehlt die Zeit, das Gemüse zu schnippeln und einen Salat zu putzen, vermutlich noch häufiger die Lust, sich die Arbeit zu machen, wenn das Fertigprodukt aus dem Tiefkühler nur in die Mikrowelle geschoben werden muss. Die „2. Nationale Verzehrstudie" zeigte, dass zwei Drittel der Bevölkerung die „5 am Tag" nicht einhalten.
Hier könnte der grüne Smoothie Abhilfe schaffen. Er lässt sich in wenigen Minuten zubereiten und im Kühlschrank bis zu drei Tage aufbewahren - vorausgesetzt, die Lagerung stimmt. Denn die pürierten Zutaten bieten mit ihrer größeren Oberfläche Keimen einen guten Nährboden. Aber gekühlt und abgefüllt in eine dunkle Flasche, um die lichtempfindlichen Vitamine zu schützen, bietet der Rohkostdrink nicht nur am Arbeitsplatz einen gesunden Mittagssnack zum Trinken - allemal gesünder als ein belegtes Brötchen oder die beliebte Currywurst.
Wenn es also jemandem hilft, mittels eines grünen Smoothies mehr Blattgemüse bzw. Ballaststoffe aufzunehmen und zusätzlich schneller satt zu sein, dann ist viel gewonnen in Richtung einer gesundheitsfördernden Ernährungsweise. Denn keine Zeit zum Salat und Gemüse essen ist dank der grünen Smoothies keine Ausrede mehr.
Sie sind eine simple Möglichkeit, mehr Gemüse und Obst mit wenig Zeitaufwand zu genießen. Damit lässt sich auch der Nachwuchs locken, der oft keine Lust auf Gesundes hat. Grüne Smoothie können einen optischen Anreiz bieten und es sieht nicht so nach Gemüse aus. Und für die Jugend ist viel cooler, sich an Hollywood zu orientieren und wie die Stars einen grünen Smoothie zu genießen.
Um einen grünen Smoothies zu kreieren, braucht es einen Mixer, je leistungsfähiger das Gerät, umso schneller und schonender wird eine cremige Konsistenz der pürierten Salate, Gemüse und Kräuter erreicht. Wer noch keinen Mixer oder eine große Küchenmaschine hat, kann seinen ersten grünen Smoothie auch mit einem einfachen Stabmixer mixen.
Bitterer Ballast, der satt macht
Ruccola, Endivien, Chicorée, Radicchio, Rosmarin, Salbei oder Löwenzahn - grüne Smoothies enthalten nicht nur viele Vitamine und Mineralstoffe sondern auch Bitterstoffe. Diese dämpfen den Appetit, vor allem auf Süßes, und sie regen die Verdauung an.
Leider verleihen diese Inhaltsstoffe einem grünen Smoothie oft auch einen bitteren Geschmack, weshalb in vielen Mix-Rezepten bis zu einem Drittel Obst wie beispielsweise Bananen oder Birnen beigemischt werden. Diese liefern aber auch Zucker.
Obst sorgt für einen weicheren Geschmack und erleichtert den Einstieg, aber es wird nur wenig zum Abrunden des Geschmacks benötigt. Und durch Zugabe von Nüssen als gesunde Fette werden die Kohlenhydrataufnahme und damit auch der Zuckeranstieg verzögert. Je höher der Kohlenhydratanteil, umso früher am Tag sollte der grüne Smoothie genossen werden. Wer beim Smoothie statt Obst Kräuter und Gewürze wie Vanille, Kardamon, Chili, Zimt, Zitronenschale verwendet, dem eröffnen sich ganz neue Geschmackssensationen.
Fazit: Wer die Rohkostdrinks gut verträgt, kann eine tägliche Portion von 300 ml genießen. Das genügt und macht richtig satt, denn die grünen Blätter sind optimale Ballaststoff-Lieferanten. Mit ihren vielen gesunden Inhaltsstoffen sind grüne Smoothies ein sinnvoller Trend, aber als alleinigen Gemüse-und Ballaststofflieferanten sollten Sie nicht darauf setzen, egal ob grün oder nicht. Denn Gemüse und Salate im Urzustand bieten weitaus mehr - auch fürs Auge.
Zum Foto: Salade Nicoise inspiriert vom Sternekoch Alain Ducasse. Das Ergebnis ist eine Aromabombe von frischen Zutaten in unterschiedlichen Texturen. Das Rezept finden Sie im Buch „Das Gourmet Prinzip - Genießen Sie sich schlank".













