(openPR) Im Jahre 1971 wurde die Goldbindung des US-Dollars aufgehoben. Weil die US-Währung aber als Weltleit- und Reservewährung gehandelt wurde, eröffnete sich dadurch die Möglichkeit unbegrenzter Verschuldung der USA auf Kosten anderer Länder und Völker. Dieser Zustand hält bis heute an, obwohl sich inzwischen immer deutlicher eine Abkehr von der Dollar-Hegemonie abzeichnet.
Die USA haben seitdem einen exponentiell wachsenden Schuldenberg angehäuft. Gestartet wurde die Schuldenorgie von Alan Greenspan, der ab 1987 fast 20 Jahre lang Präsident der Federal Reserve Bank war. Seine Nachfolger standen ihm nicht nach, sodaß die USA heute von fortgesetzter weiterer Verschuldung abhängig sind wie ein Junkey von seinem Stoff. Das Beispiel Greenspans hat Schule gemacht, nicht nur bei seinen Nachfolgern, sondern weltweit. Die meisten Staaten, darunter auch die meisten der wirtschaftlich bedeutendsten, sind heute hoffnungslos überschuldet. Eine Entschuldung kann nur noch inflationär erreicht werden, also durch Enteignung der Gläubiger. Reale Negativzinsen sind der Beginn dieses Vorgangs. Die sozialen Folgen werden katastrophal sein und unangenehme politische Konsequenzen müssen einkalkuliert werden. Denn die Völker werden sich von ihren polit-ökonomische Herrschercliquen betrogen fühlen.
Seit der Aufhebung der Goldbindung des US-Dollars ist der Finanzsektor im Dunst neoliberalen Ungeistes außerdem so dereguliert worden, daß heute „…der Schwanz der Finanzwirtschaft ... mit dem Hund der Realwirtschaft“ (Prof. Querulix) wedelt. Die Großbanken sind heute so mächtig geworden, weil ihr Zusammenbruch das Welt-Finanzsystem in den Abgrund reißen würde. Die Politiker sind angesichts dieser Tatsache augenscheinlich hilflos oder wagen schon nicht mehr, das Allgemeinwohl gegen die Übergriffe der Bankster zu verteidigen. Dementsprechend haben diese derzeit Narrenfreiheit.
In einem Beitrag der Huffington Post war zu lesen, daß die amerikanischen Banken im Zeitraum 2009 bis zum ersten Quartal 2014 Gewinne von fast 503 Mrd. USD erzielt hätten. Demgegenüber ständen Straf- und Vergleichszahlungen von 128 Milliarden US-Dollar. Die Zahlen stammen aus einem Bericht der FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation), dem Einlagensicherungsfonds der USA.
Man kann also feststellen, daß sich illegales, betrügerisches Verhalten für die Banken ausgezahlt hat. „So mancher würde ehrlich sein, trüg’s Gegenteil ihm nicht viel mehr ein“ lautet ein schlesisches Sprichwort. Die Verantwortlichen dürften sich darüber hinaus hunderter Millionen an Boni erfreuen. Ob sie persönlich zur Verantwortung gezogen werden? Die braven Bürgerinnen und Bürger, von denen sich diesseits und jenseits des Atlantiks immer mehr mit prekären Arbeitsverhältnissen finanziell über Wasser halten müssen, wären sicherlich daran interessiert, das zu erfahren. Wir alle dürfen gespannt sein, wie lange dieses garstige Spiel auf unsere Kosten noch weitergeht bzw. von den Politikern, die wir doch gewählt haben, um unsere Interessen, das Allgemeinwohl zu wahren und zu fördern, zugelassen wird.
„Kein Moralist der Welt macht die Menschen so ehrlich - wie die Kontrolle“, meinte der wieder Musiker und Feuilletonist Otto Weiß, und die Furcht vor empfindlicher Strafe, möchte man ergänzen. Der nächste Akt im „Spiel ums Große Geld“ dürften Ermittlungen wegen des Verdachts der Manipulation der Gold- und Silberkurse sein. Seit längerem ist ja sehr interessant zu beobachten, wie auf jeden stärkeren Anstieg, vor allem wenn er für Zocker wichtige Kursmarken überschreitet, mit Unmengen Papiergold und Papiersilber auf die Kurse eingedroschen wird. Es ist aber ein offenes Geheimnis, daß die Bankster Gold und Silber keineswegs verschmähen.
„Ehrlich mag am längsten währen, aber das Menschenleben ist zu kurz, um das verifizieren zu können“, meint Prof. Querulix. Erlebbare Tatsache dagegen ist, daß die Welt von Unehrlichen beherrscht wird. „Die Völker der Welt werden von denen, die sie beherrschen und für sich ausbeuten, seit jeher an der Nase herumgeführt. Früher war es der sogenannte Adel, heute ist es die Clique der polit-ökonomischen Beutemacher.“ (Prof. Querulix)
Seit vielen Jahren beobachtet und kommentiert Prof. Querulix die Gemeinheiten und Dummheiten des Menschentiers. Die Notizen des Alltagsphilosophen, Essayisten, Aphoristikers und Satirikers sind bisher in fünf Bänden der eBook-Reihe „Tacheles“ erschienen. Die jeweils um die 200 Seiten starken Bände sind für je 9,95 Euro beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital und in allen guten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich.
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