openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Freie Berufe fordern Bürokratieabbau im Steuerwesen

(openPR) Die Steuerpolitik in Deutschland muss deutlich auf die berechtigten Forderungen und Bedürfnisse von Bürgern und Wirtschaft reagieren, so Hans-Peter Küchenmeister, Präsident des Landesverbandes der Freien Berufe in Schleswig-Holstein (LFB), bei der Vorlage der gemeinsam mit dem Steuerberaterverband Schleswig-Holstein e. V. erarbeiteten „Steuerpolitischen Positionen“ des LFB.



Seit langem überfällig sei der Abbau der sogenannten „Kalten Progression“. „Hier ist die Steuergerechtigkeit jahrelang eindeutig auf der Strecke geblieben!“ so Küchenmeister. Der Landesverband der Freien Berufe in Schleswig-Holstein fordert, schnellstmöglich einen überparteilichen Konsens zum Abbau der
„Kalten Progression“ herzustellen.

Eine seit langem erhobene Forderung des LFB ist die Verbesse- rung der Förderung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Dies betrifft Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Berufe sowie Leistungen zur Gesundheitsförderung“, so der Präsident des LFB, „aber auch Aufwendungen für ein gutes Betriebsklima.“ Nicht zuletzt aufgrund der sich abzeichnenden Fachkräftesituation sei die Schaffung guter Arbeitsbedingungen dringend notwendig. Daher müssten die steuerlichen Freigren- zen bzw. Freibeträge deutlich angehoben werden. „Unter- nehmen sollen durch Steuerersparnisse belohnt und Arbeit- nehmer für Zuwendungen nicht durch mehr Steuern bestraft werden“, so Küchenmeister.

Als dringend bezeichnete Küchenmeister die Forderung des LFB nach einer Zusammenlegung der Fälligkeitstermine der Sozial- versicherung und der Lohnsteuer. Als einheitlichen Termin für Meldung und Zahlung sollte der 10. des Folgemonats festgelegt werden. Das wäre ein guter Beitrag zum Bürokratieabbau, den die Unternehmer ebenso wie die gesetzlichen Krankenkassen sofort spüren würden. Der Zeitaufwand würde sich stark redu- zieren und daraus folgend würden sich auch die Personalkosten verringern.

Küchenmeister appellierte in diesem Zusammenhang an den Gesetzgeber, unnötige Unterschiede im Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrecht, die jeden Monat einen enormen bürokratischen Aufwand verursachen, zu vereinheitlichen. Als Beispiele nannte er die Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge ebenso wie die lohnsteuerlichen Pauschalierungen.
Als Investitionsanreiz fordert der LFB erkennbare Entlastungen. Dazu gehörten die Anhebung der Wertgrenze für geringfügige Wirtschaftsgüter auf 1.000 EUR, mittelstandsfreundliche Verbesserungen beim Investitionsabzugsbetrag sowie die Wiedereinführung der degressiven Abschreibungsmöglichkeit.

Kurzfristig erforderlich sei, laut Lars-Michael Lanbin, Präsident des Steuerberaterverbands Schleswig-Holstein, ein Abbau der kalten Progression, nicht nur für die Zukunft, sondern auch für die bereits über viele Jahre währende „schleichende Pro- gression“, die in den letzten 15 Jahren trotz zwischenzeitlich kleinerer Tarifentlastungen zu Reallohnverlusten geführt habe. Die aktuell geplante minimale Tarifentlastung sei völlig unzureichend.

„Neue Entwicklungen im Umsatzsteuergesetz haben dazu geführt“, so Lanbin, „dass die steuerberatenden Berufe die entsprechenden Sachverhalte nur noch mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand und einem nicht unerheblichen Haftungsrisiko bearbeiten können.“ Der LFB fordere deshalb einen generellen Übergang zur kompletten Ist-Besteuerung mit einem Vorsteuerabzug erst nach Zahlung der zugrundelie- genden Rechnung. Dadurch würde für die Steuerpflichtigen ebenso wie für die Finanzverwaltung eine erhebliche Entbürokratisierung eintreten.

Küchenmeister nutzte die Vorstellung der „Steuerpolitischen Positionen“ zu deutlicher Kritik an dem seit 1. Januar 2015 geltenden Mindestlohngesetz. Insbesondere die zusätzlichen Dokumentationspflichten und die Haftung des Auftraggebers bei Beauftragung von Subunternehmern seien unverhältnismäßig und müssten ersatzlos gestrichen werden.


Das Dokument steht auf der Homepage des LFB zum Download zur Verfügung unter www.freie-berufe-sh.de – News.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 858743
 630

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Freie Berufe fordern Bürokratieabbau im Steuerwesen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Landesverband der Freien Berufe in Schleswig-Holstein, LFB

Landesverband der Freien Berufe ehrt jahrgangsbeste Auszubildende
Landesverband der Freien Berufe ehrt jahrgangsbeste Auszubildende
42 besonders qualifizierte Auszubildende mit ihren Eltern, Freunden und Ausbilderinnen/n konnte der Landesverband der Freien Berufe in Schleswig-Holstein e. V. (LFB) im Kieler Schloss bei der diesjährigen Ehrung der jahrgangsbesten Auszubildenden in den Freien Berufen am 6. September begrüßen und mit einer Urkunde und einem Geschenk auszeichnen. „Sie sind die Jahrgangsbesten“, beglückwünschte der scheidende LFB-Präsident Hans-Peter Küchenmeister die Auszubildenden, „bleiben Sie mobil und flexibel, ergreifen Sie jede Chance der Fort- und Wei…
Lars-Michael Lanbin ist neuer Präsident der Freien Berufe im Norden
Lars-Michael Lanbin ist neuer Präsident der Freien Berufe im Norden
Kiel. Der Landesverband der Freien Berufe in Schleswig-Holstein e.V. (LFB) hat einen neuen Präsidenten und eine neue Geschäftsführerin: Steuerberater Lars-Michael Lanbin und Rechtsanwältin Dr. Yvonne Susanne Kellersohn lösen Hans-Peter Küchenmeister und Bernd Schloer ab. Lanbin kündigte nach seiner Wahl an, die Interessen der vielen freiberuflichen Gruppen im Norden zu bündeln, gegenüber der Politik für einen stärkeren Bürokratieabbau einzutreten und gegen die aktuellen Angriffe aus Europa zu verteidigen. Der 59-jährige Lanbin ist auch Präs…

Das könnte Sie auch interessieren:

Freie Berufe kritisieren Bürokratieabbau „light“
Freie Berufe kritisieren Bürokratieabbau „light“
… „Mittelstandsentlastungsgesetz ist halbherzig“ Die Angehörigen der Freien Berufe Sachsen kritisieren die Vorlage der Bundesregierung zum 3. Mittelstandsentlastungsgesetz (MEG III). Das zum Bürokratieabbau vorgesehene Gesetz sei keineswegs in der Lage, eine maßgebliche Reduzierung des Verwaltungsaufwandes zu erzielen. Hans-Joachim Kraatz, Präsident des Landesverbandes …
Bild: Existenzgründung: Freie Berufe haben KonjunkturBild: Existenzgründung: Freie Berufe haben Konjunktur
Existenzgründung: Freie Berufe haben Konjunktur
Das Institut für Freie Berufe (IFB) in Nürnberg hat ermittelt: Die Zahl der Gründungen in den freien Berufen übersteigt auch unter zunehmend schwierigen Bedingungen seit einigen Jahren deutlich die Gründungen in anderen Wirtschaftsbereichen! Wer aber kann überhaupt Existenzgründer in einem freien Beruf sein und unterliegt somit anderen steuerlichen …
Bild: DHAW überschreitet 1.000 Studierende – Erfolg durch Flexibilität und digitale StrategieBild: DHAW überschreitet 1.000 Studierende – Erfolg durch Flexibilität und digitale Strategie
DHAW überschreitet 1.000 Studierende – Erfolg durch Flexibilität und digitale Strategie
… 554 zum Jahresende 2024 und nun über 1.000 im Oktober 2025 wächst die DHAW dynamisch. Besonders gefragt sind die Studiengänge Betriebswirtschaft & Management, Steuerwesen und Informatik.„Seit 2023 ist die DHAW staatlich anerkannt, und alle unsere Studiengänge sind akkreditiert“, erklärt Präsident Prof. Dr. Manfred Eglmeier. „Unsere positiven Bewertungen …
Bild: Geförderte bbw Umschulung zum/zur Steuerfachangestellten - einige wenige Plätze zum 24.06. freiBild: Geförderte bbw Umschulung zum/zur Steuerfachangestellten - einige wenige Plätze zum 24.06. frei
Geförderte bbw Umschulung zum/zur Steuerfachangestellten - einige wenige Plätze zum 24.06. frei
Spezialistenstatus, der sich auszahlt! Für qualifizierte Fachkräfte gibt es bereits heute zahlreiche freie Stellen im Steuerwesen von Berlin. Durch eine Umschulung zum/zur Steuerfachangestellten (mit StBK-Prüfung) können Interessierte die notwendigen Kompetenzen für eine abwechslungsreiche Tätigkeit in Einzelpraxen oder Gesellschaften der Steuerberater …
Kühle Rechner werden im Steuerfach warm – Umschulung: Steuerfachangestellte/r StBK
Kühle Rechner werden im Steuerfach warm – Umschulung: Steuerfachangestellte/r StBK
Im Steuerwesen gibt es freie Stellen für qualifizierte Fachkräfte. Die nötigen Kompetenzen erlernen Interessierte durch die Umschulung zum/zur Steuerfachangestellten (StBK). Gute Kenntnisse auf dem Gebiet des Rechnungswesens sind unbedingt erforderlich. Wer nach bestandener Prüfung in einer Kanzlei bleibt, dem bietet sich ein breites und vielfältiges …
Lars-Michael Lanbin ist neuer Präsident der Freien Berufe im Norden
Lars-Michael Lanbin ist neuer Präsident der Freien Berufe im Norden
… Schloer ab. Lanbin kündigte nach seiner Wahl an, die Interessen der vielen freiberuflichen Gruppen im Norden zu bündeln, gegenüber der Politik für einen stärkeren Bürokratieabbau einzutreten und gegen die aktuellen Angriffe aus Europa zu verteidigen. Der 59-jährige Lanbin ist auch Präsident des Steuerberaterverbandes Schleswig-Holstein e.V. und in eigener …
Bild: Freie Wähler fordern Landesbeauftragten für BürokratieabbauBild: Freie Wähler fordern Landesbeauftragten für Bürokratieabbau
Freie Wähler fordern Landesbeauftragten für Bürokratieabbau
MdL Piazolo: „Bürokratieabbau schont nachhaltig die öffentlichen Kassen und entlastet langfristig die Steuerzahler!“ Freie Wähler fordern stärkeren Bürokratieabbau zur Entlastung der öffentlichen Haushalte – Landesbeauftragte/r für Bürokratieabbau soll vom Landtag bestellt und auch dort angesiedelt werden München, 18. Mai 2010 (mk) Die derzeitige Situation …
Bild: Positiver Trend hält an: Deutlich mehr Jobangebote in DeutschlandBild: Positiver Trend hält an: Deutlich mehr Jobangebote in Deutschland
Positiver Trend hält an: Deutlich mehr Jobangebote in Deutschland
… deutlich zu. Für Berufe im Bereich Marketing/PR fällt das Wachstum mit 6 Prozent am geringsten aus. Ein Rückgang an Stelleninseraten wurde sowohl für das Rechts- und Steuerwesen, mit einem Minus von 7 Prozent, als auch für Personal im Wissenschafts- und Bildungsbetrieb, mit einem Minus von 3 Prozent, registriert. Der positive Trend auf dem Stellenmarkt …
Handwerkskammer Cottbus gibt "IMPULS" für Ausbildung
Handwerkskammer Cottbus gibt "IMPULS" für Ausbildung
… bereits jetzt - Anfang Februar - zur Verfügung. Die Vielfalt an beruflichen Möglichkeiten sind dabei enorm: "Das Handwerk bietet eine Vielzahl an modernen Berufen und je nach individuellen Neigungen können wir verschiedene Ausbildungsangebote und -wege unterbreiten", erklärt der Präsident der HWK, Peter Dreißig. Über 100 Berufsbilder und Karrierechancen …
Stoppt die bürokratische Regulierungswut
Stoppt die bürokratische Regulierungswut
… deutlich über dem Mindestlohn liegt.“ Und auch die vom Arbeitsministerium geplanten Arbeitsschutz­verordnungen führen nach den Worten Küchenmeisters das erklärte Ziel zum Bürokratieabbau mit ihren Forderungen und Überwachungspflichten der Arbeitgeber ad absurdum. „Mit dem jetzt vorgelegten Gesetzentwurf zum Bürokratieabbau soll Bürokratie abgebaut werden, …
Sie lesen gerade: Freie Berufe fordern Bürokratieabbau im Steuerwesen