(openPR) Köln, 01.06.2015. Erzbischof Rainer Maria Woelki kündigt in einem Schreiben an alle pastoralen Mitarbeiter des Erzbistums Köln eine Reform der Beratergremien und eine zentrale Veränderung der Dekanate an. Ein neuer Zuschnitt der Dekanate und die Struktur der diözesanen Beratungsgremien, so Woelki, soll nach den Sommerfe-rien mit Gremien beraten und beschlossen werden. Den Laien soll hier eine ge-wichtige Beraterfunktion zukommen. Dem Erzbischof sei die Entwicklung eines ge-eigneten Weges für die Beteiligung „möglichst vieler Menschen“ wichtig. Der Diöze-sanrat wird sich aktiv in die Erarbeitung mit einbringen.
„Wir freuen uns, dass der Kardinal auf die wichtige Stimme der Laien bei der Neu-ausrichtung der gemeindlichen Arbeit nicht verzichten möchten“, sagt Diözesanrats-Vorsitzender Tim-O. Kurzbach am Montag in Köln. „Aus unserem Verständnis von gelebter Gemeinde, gehört jedoch mehr dazu, als der bloße Zuschnitt von Dekana-ten und Pfarrgrenzen“, ergänzt er und kündigt an, bis zur kommenden Diözesan-rats-Vollversammlung im am 20 Juni 2015 eine eigene Vorlage zur Erneuerung mit konkreten Handlungsschritten zu beschließen. Das Abschlussdokument zum Dia-logprozess in der Erzdiözese Köln „Mut zum Handeln“ bildet dabei den zentralen Ausgang für die Erarbeitung. Es geht dem höchsten Laiengremium der Diözese hier um eine wirkliche inhaltliche Mitgestaltung und Mitverantwortung für die Arbeit in Kirche und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. „Auch wir haben keine Patent-rezepte zur Lösung der anstehenden Fragen. Doch verfügen wir über eine in der Breite des Erzbistums diskutierte und in der Vollversammlung des Diözesanrates beschlossene Grundlage, die auf zahlreiche Fragen kluge Antworten gibt“ betont der stellvertretende Vorsitzende Cornel Hüsch.
„Kern des Abschlusspapieres ist die Bedeutung und Verantwortung der getauften und gefirmten Laien in unseren Gemeinden“, berichtet Kurzbach. Als Basis zur Entwicklung von neuen Dekanatsstrukturen und ihrer Größe, müssen pastorale Fragen und der Erhalt der lebendigen Gemeinden handlungsleitend sein. „Die An-zahl der Geistlichen ist hierbei für uns nicht das alleinige Kriterium. Wir bekennen uns zum unverzichtbaren Dienst der Kleriker, sehen aber gerade im Laienchristen die große Chance, Leitungsfunktionen in Gemeinden und Verbänden optimal zu besetzen“, sind sich die Vorsitzenden sicher.
Nicht erst seit dem Dialogprozess ist klar, dass Laien in der Kirche Verantwortung in der Gemeindeleitung, Liturgie und Evangelisierung übernehmen wollen und dies auch qualifiziert können. Dafür wird sich das höchste Laiengremium des Erzbis-tums Köln heute und in Zukunft stark machen.
Das Abschlusspapier zum Dialogprozess „Mut zum Handeln“: http://bit.ly/1IXNtUF











