(openPR) Mit charttechnischen Signalen ist es so eine Sache. Eigentlich steht in allen Büchern zur Technischen Analyse geschrieben, wie man anhand von einfachen Formationen wie beispielsweise Flaggen, Wimpeln oder Dreiecken Trades zeitlich abstimmen sollte. Mögliche Kaufmuster, gepaart mit der passenden Stopp-Empfehlung, sind recht einfach in der trivialen Literatur der Finanzmärkte zu finden. So gut viele der Muster auch funktionieren – oft werden Anleger und Trader auch von Fehlsignalen in die Irre geführt. Wußten Sie beispielsweise, daß mehr als 50 Prozent aller Ausbrüche aus Formationen einen Pullback machen und durchschnittlich ein Drittel dieser sogenannten Breakouts Fehlsignale sind? Viele Profis haben längst erkannt, daß sich aus solchen Fehlsignalen auch fantastische Trading-Strategien entwickeln lassen. Denn hier gilt die gute alte Weisheit:
Fehlausbrüche sind häufig Signale für starke Bewegungen in die Gegenrichtung.
Wenn es also beispielsweise in einem Dreieck zu einem Ausbruch nach oben kommt, der Aufwärtsimpuls nach dem Bruch aber abebbt und keine neuen Käufer anlockt, dann wittern hier die Bären meist rasch ihre Chance und versuchen so schnell wie möglich, das jeweilige Handelsinstrument in die Gegenrichtung zu drücken.
Natürlich funktioniert dies auch umgekehrt bei Brüchen nach unten. Nehmen wir einmal an, daß sich bei einem Handelsinstrument über Monate lang eine wichtige Unterstützung gebildet hat. Jetzt wird diese während des Tages nach unten durchbrochen. Nachdem diese Unterstützung für alle Anleger offensichtlich war, haben viele ihre Stop-Loss-Aufträge unter diese Marke platziert. So kommt es dann des Öfteren zu schnellen, scharfen Abwärtsbewegungen. Wenn aber zu wenige Verkäufer vorhanden sind und der Verkaufsdruck nachlässt, nutzen einige Bullen bereits die günstigen Kurse, um hier einzusteigen. Wenn dann noch das Niveau der alten Unterstützung wieder zurückerobert wird, liegt oftmals ein Fehlsignal vor. Während viele Anleger dann zuschauen und sich ärgern, wie schnell der Kurs wieder nach oben schnellt, haben einige Trader schon längst das Fehlsignal erkannt und nutzen es, um verstärkt zu kaufen.
Für Trader und aktive Anleger ist es natürlich kein Muß, sich auf Fehlausbrüche als Trading-Signale zu spezialisieren. Aufgrund der doch deutlichen Bewegungen in die Gegenrichtung ist es allerdings sehr wichtig zu verstehen, weshalb solche starken Richtungsänderungen überhaupt möglich sind und was sie indiziert. Dann kann man diese Wendepunkte in Zukunft schneller erkennen und richtig darauf reagieren.













