(openPR) Das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) hat gemeinsam mit der Firma Blue Sky Wetteranalysen ein Tool entwickelt, welches Blitzeinschläge adressgenau dokumentiert.
Punktgenaue Abfragen erstellen
Für jeden Ort in Österreich, Mittel- und Westeuropa, sowie Adriaraum und Balkan stehen hochwertige Blitzdaten, die online abfragbar sind zur Verfügung. Das Tool „Blue Lightning“ greift auf das Blitzortungssystems LINET der Nowcast GmbH zu. LINET ist ein europaweites Sensornetzwerk mit insgesamt 100 Einzelsensoren zur präzisen Ortung von Gewitterblitzen, in Österreich sind zur Erfassung ca. 11 Sensoren im Einsatz. Alle Blitze werden zeitlich und räumlich registriert und im Vergleich zu früheren Systemen gibt es weniger Fehlsignale. In Österreich werden pro Jahr ca. zwischen 250.000 und 300.000 Blitze registriert, Spitzenreiter betreffend der Blitzanzahl sind zumeist die Bundesländer Niederösterreich und die Steiermark. Nicht jeder Blitz erreicht auch die Erde, auch die reinen Wolken-Wolken Blitze werden registriert.
Nutzen für Versicherungen
Zum Einsatz kommt das Tool auch bei einer der größten Versicherungen Österreichs. „Der Sachbearbeiter einer Schadensmeldung kann innerhalb weniger Minuten ein fertiges Gutachten erstellen und braucht dazu keine Wetterdienststellen befragen. Er kann die Intensität und den Zeitpunkt der Blitze erkennen und wie weit diese von der eingegebenen Adresse entfernt waren. Die Bearbeitungszeit der Schadensfälle wird außerdem reduziert“, erklärt Mag. Klaus Reingruber, Geschäftsführer von Blue Sky Wetteranalysen.
Open Source Software im Einsatz
“Wir haben uns nach Möglichkeit für den Einsatz von Open Source Software und frei zugänglichen Daten entschieden, wo diese die Anforderungen an die Funktionalität vollständig erfüllt haben. So konnten wir das Tool kostengünstig, rasch aber trotzdem mit allen relevanten Funktionen ausgestattet anbieten. Durch den Einsatz des Web Application Frameworks Django (www.djangoproject.com), welches die Entwicklung von geographischen Informationssystemen unterstütz, ist es uns gelungen das System in nur 4 Wochen zu entwickeln, zu testen und in den operativen Betrieb zu übernehmen“, berichtet Dr. Thomas Natschläger der Projektleiter seitens SCCH. Die geographische Visualisierung der Blitze basiert auf den Geo-Daten von OpenStreetMap (www.openstreetmap.org) und den dazu frei verfügbaren Tools zum Erstellen von Landkarten. Die frei nutzbaren Daten dürfen von jedermann benutzt werden. Dadurch ist eine Einbindung in Drucke, Webseiten und Anwendungen wie Navigationssoftware möglich, ohne durch restriktive Lizenzen beschränkt zu sein oder Entgelte zahlen zu müssen.




