(openPR) Es ist noch nicht lange her, da propagierten Analysten eine Parität zwischen Dollar und Euro. Für viele Devisenexperten war nicht die Frage, ob es dazu kommt, sondern wann. Doch mittlerweile hat sich die Gemeinschaftswährung wieder deutlich erholt und damit viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt.
Bis auf 1,0452 US-Dollar ging es für den Euro im März nach unten. Im April dann startete er seinen Erholungskurs und kletterte diese Woche wieder über die Marke von 1,13 US-Dollar. Schuld für den Dollarverfall und damit den Euroanstieg ist die Veröffentlichung des US-Bruttoinlandsproduktes letzte Woche. So ist die US-Wirtschaft in den ersten drei Monaten lediglich um 0,2 Prozent gestiegen - mit anderen Worten: Stagnation. Die wenigsten Experten hatten mit derart schwachen Zahlen gerechnet. Doch bei genauerem Hinsehen sind die BIP Zahlen gar nicht so überraschend. Der US-Dollar ist in den vergangenen Monaten um gut 30 Prozent gestiegen. Man muß kein Volkswirt sein, um vorherzusehen, daß eine derart massive Aufwertung der Währung einen deutlichen Einfluss auf die amerikanische Konjunktur hat. So sind die Exporte der USA auch um über 7 Prozent eingebrochen. Hinzu kommt der harte Winter, der die US-Konjunktur fast abgewürgt hat.
Damit rückt eine Zinserhöhung der Fed zunächst in weite Ferne. Ging man noch letzten Monat davon aus, daß die US-Notenbank bald die Zinsen anheben könnte, so hat man sich von dieser Hoffnung diese Woche vorerst verabschiedet. Die anderen kurstreibenden Faktoren, etwa der schwache Ölpreis oder die expansive Geldpolitik der EZB, spielen für viele Devisenexperten hingegen derzeit nur eine untergeordnete Rolle.
Insgesamt läßt sich festhalten, daß der Devisenmarkt mit einem Handelsvolumen von mehreren Billionen US-Dollar täglich, global den größten Markt darstellt und deshalb von jedem genauer angesehen werden sollte. Nicht zuletzt weil uns die Devisenkurse direkt oder indirekt täglich auch im realen Leben begegnen. Gut möglich, daß der Euro weiter auf 1,15 US-Dollar steigen könnte. Genauso schnell kann es aber auch wieder in die entgegengesetzte Richtung gehen.
Für den typischen Anleger sind diese Zusammenhänge oft nur schwer zu durchblicken. Wer nicht die Zeit hat, das Geschehen am Devisenmarkt kontinuierlich zu verfolgen, kann auf automatische Handelssysteme zurückgreifen. Diese Expert Advisor für die Handelsplattform Metatrader 4 - der weltweit am häufigsten genutze Software für den Handel mit Währungen - agieren vollautomatisch an der Forex. Das öffnen, managen und schließen von Positionen geschieht ohne menschliches zutun und emotionen.













