(openPR) Pforzheim, 30.09.2009. Totgesagte leben länger: Die Regulierung des Energiemarktes in Deutschland feierte unlängst ihr zehnten Geburtstag. Bereits im zarten Säuglingsalter prophezeite man den meisten kleineren und mittleren Stadtwerken, die Einschulung nicht mehr zu erleben. Doch – O Wunder – die Stadtwerke haben einen guten Job gemacht und ihre Ertragskraft steigern können. Finanzkrise und damit aufkommende Kritik an grenzenloser Deregulierung, Privatisierung und Globalisierung geben dem Stadtwerke-Modell zusätzlichen Auftrieb.
Ob sich die Stadtwerke und anderen kleineren Energieversorger auch in einer Welt von Smart Metering, Smart Grid, Energieeffizienz und Elektromobilität behaupten werden können, muss die nahe Zukunft zeigen. „Es wird nicht ausreichend sein, sich mit seinen lediglich lokal bekannten Marken und den traditionellen Produkten den zahlreicher werdenden Wettbewerbern im Markt zu stellen. Energiedienstleistungen der Zukunft sind jedoch reichlich komplex, übersteigen gerne die Ressourcen von kleinen Unternehmen“, konstatiert Claus Lindemann, Inhaber der etaconsult Unternehmensberatung aus Pforzheim, die in diesen Tagen an den Start geht.
An Ideen mangelt es Lindemanns Ansicht nach vielen Verantwortlichen in den Stadtwerken nicht: „Wir helfen, dass gute Ideen nicht in den Schubladen liegen bleiben. Zusammen mit unseren Kunden entwickeln wir Ideen zu tragfähigen Konzepten weiter.“ Die Anforderungen der neuen Energie-Welt erfordern jedoch meist auch, in größeren Zusammenhängen zu denken, Kooperationspartner mit einzubeziehen. „Alles-selber-machen-wollen kann nicht und nicht immer funktionieren“, so Lindemann weiter, der anregt, die Netzwerk-Idee, die Stadtwerke ja aus technischer Sicht perfekt beherrschen, auch in die Entwicklung neuer Produktlinien und Geschäftsfelder zu transportieren. Etaconsult vermittelt hierzu aus seinem Netzwerk interessante Partner.
Jedes Konzept ist nur so gut wie seine Umsetzung in der Praxis. Bekanntlich haben viele Unternehmen der Energiewirtschaft derzeit ihre liebe Not und Mühe, den Anforderungen der Regulierung immer fristgerecht nachzukommen, was kaum Luft für die Umsetzung neuer Konzepte lässt. „Hier lassen wir unsere Kunden natürlich nicht alleine. Wir implementieren neue Prozesse, bringen neue Produkte an den Markt, kümmern uns auch um geeignete Werkzeuge aus der IT.“
„Die Ausgangslage für eine Renaissance der Stadtwerke ist hervorragend“, resümiert Lindemann, „jetzt sind die ,Macher' in den Unternehmen gefordert, mehr daraus zu machen, um auch nach weiteren zehn Jahren Wettbewerb die Stadtwerke-Fahne ganz hoch halten zu können.“











