(openPR) Perfekt inszeniert war die Auftaktveranstaltung zum Salzkammergut Mozartfestival in Hallstatt. Sowohl die Eröffnung der Sonderausstellung "Turek's Zauberflötenwelt" als auch das ausverkaufte Eröffnungskonzert begeisterten die zahlreichen Gäste aus nah und fern. Die Sinfonietta da Camera Salzburg spielte unter der Leitung von Dirigent Peter WesenAuer E. L. Leitners "Papagenos Nachkommen im Salzkammergut" und die Symphonie Nr. 27, G-Dur, KV 199. Neben der künstlerischen Klasse erfreuten sich auch die zahlreich erschienenen Ehrengäste und Prominente auch am stimmungsvollen Ambiente in Hallstatt an den Gestaden des gleichnamigen Sees.
Die nächste Veranstaltung des Salzkammergut Mozartfestivals wird am 13. Mai ein Klavierabend mit Karl Eichinger in Hallstatt sein. Infos über alle Veranstaltungen im Rahmen des sechs Monate dauernden Festivals sowie die Möglichkeit zum Kartenkauf bietet die Festivalwebsite www.mozartfestival.org .
30.04.2006 / 984 Anschläge / Dokument: MF-PR-07a-doc
PRESSEINFORMATION
anlässlich der Pressekonferenz vom 29. April 2006
Das Innere Salzkammergut startet ins Mozartjahr
Mozarts Wurzeln reichen bis ins Salzkammergut hinein. Grund genug also, um im Mozartjahr dem Meister mit einem Festival, das sich in Dauer und Inhalten wesentlich von anderen unterscheidet, auch hier seine Referenz zu erweisen. Der Auftakt der künstlerischen Reise zu den Wurzeln des Genies erfolgte am 29. April mit der Eröffnung einer Ausstellung im Museum Hallstatt und dem Auftaktkonzert im Kultur- und Kongresshaus Hallstatt. Den Abschluss wird am 28. Oktober 2006 ein Requiem in der evangelischen Kirche in Bad Goisern bilden.
Dazwischen spannt sich ein Veranstaltungsbogen, der abseits der jubeljährlichen Feierlichkeiten einen wenig beachteten, dafür umso interessanteren Abschnitt im Leben von Wolfgang Amadeus zum Inhalt hat: die ganz jungen Jahre. Das Salzkammergut Mozartfestival legt den Fokus vor allem auf eher weniger bekannte Werke des Genies und macht die vielen Gesichter Mozarts deutlich. Die unendlich vielschichtige Suche nach Mozart reflektiert auch das gesamte Programm wider. Denn der Anspruch reicht weit über Reproduktion und das Abspielen der "Greatest Hits" aus den Jugendjahren hinaus. Hier geht es auch um die Auseinandersetzung, um die spannende Dialektik zeitgenössischer Künstler und ihrer Werke, die allesamt auf Mozart rekurrieren und als Ergebnis ihrer höchstpersönlichen Beschäftigung mit ihm zu sehen sind. Ein Highlight des sechs Monate dauernden und ca. 25 Veranstaltungen umfassenden Festivals ist zweifelsohne die Premiere der Oper "Die Schuldigkeit des ersten Gebots", KV 35 in der Regie von Siegwulf Turek. Die Sinfonietta da Camera Salzburg spielt unter der Leitung von Dirigent Peter WesenAuer in Hallstatt. Ebenso spannend, wenngleich auf völlig andere Art, wird das Preisträgerkonzert des großen Kompositionswettbewerbes, der im Rahmen des Festivals unter Künstlern aus aller Welt ausgetragen wird. Einen Gesamtüberblick über das Festival inkl. Künstler, Konzerte usw. bietet die Veranstaltungs-Website www.mozartfestival.org .
Turek's Zauberflötenwelt
Der international anerkannte Opernregisseur und Bühnenbildner Professor Siegwulf Turek eröffnete am Auftaktabend im Museum Hallstatt seine Zauberflötenwelt, eine Sonderausstellung, die seine visuelle Sicht zu Mozarts Oper "Die Zauberflöte" für das Auge des Zuschauers entstehen lässt. Siegwulf Turek: "Diese Ausstellung soll anhand weniger aber dafür aussagekräftiger und hochwertiger Schaustücke meinen Zugang zu diesem Werk des Meisters für den Betrachter nachvollziehbar machen". In zwei Räumen taucht man in das Reich der Königin der Nacht und des Vogelfängers Papageno sowie in den Tempel der Weisheit mit seiner Freimaurersymbolik ein. Die Sonderausstellung ist täglich bis 28. Oktober 2006 geöffnet.
Musikalischer Vogelfang in Hallstatt
Einen völlig neuen Zugang zum heiß diskutierten Thema Vogelfang eröffnete am Auftaktabend des Festivals die Sinfonietta da Camera Salzburg unter der Leitung von Dirigent Peter WesenAuer in Hallstatt. Das 2002 gegründete Salzburger Ensemble, das sich vor allem der Musik Mozarts verschrieben hat, gab E. L. Leitners "Papagenos Nachkommen im Salzkammergut" für Sprecher und Kammerorchester im Hallstätter Kultur- und Kongresshaus Hallstatt zum Besten. Der oberösterreichische Komponist studierte an der Akademie Mozarteum in Salzburg und wurde 1978 zum Ordentlichen Hochschulprofessor ernannt. Seit 2000 ist er Vorstand des Institutes für Dirigieren, Komposition und Musiktheorie sowie Senatsvorsitzender der Universität am Mozarteum in Salzburg.
Der Text zu diesem Stück mit kontroversiellem Inhalt stammt von Richard Bletschacher, ehemals Chefdramaturg an der Wiener Staatsoper. Es sprach Gabriele Schuchter, die u. a. schon bei Engagements im Burgtheater, Theater in der Josefstadt und Volksoper brillierte. Zuvor bildete die Aufführung der Symphonie Nr. 27, G-Dur, KV 199 den ersten Teil des Konzertabends. Das Werk mit seinen drei Sätzen vollendete Mozart am 10. April 1773 in Salzburg. Es atmet in den beiden ersten Sätzen italienischen Geist um sich im dritten Satz dem Wiener Musiziergut zuzuwenden.
Drei Köpfe und eine Idee
Die Idee zum Salzkammergut Mozartfestival stammt von den drei Künstlern und Protagonisten des Festivals Prof. Siegwulf Turek, Peter WesenAuer und Direktor Peter Brugger. Ihre Motivation schöpften Sie aus den familiären Banden Mozarts ins Salzkammergut. Tatsache ist, dass in Bad Goisern im Jahr 1610 Hans Wolfgang Zaller, der selige Ururgroßvater Mozarts, das Licht der Welt erblickte. In Hallstatt brachte seine Frau Regina, eine geborene Pöckl, Mozarts Urgroßmutter Anna Sophia Altmann im Jahr 1651 zur Welt. Jeder der drei Festival-Protagonisten blickt für sich auf eine künstlerisch äußerst erfolgreiche Vergangenheit zurück:
Prof. Siegwulf Turek lebt seit 1994 in Hallstatt. Als Regisseur, Bühnenbildner, Licht-, Projektions- und Kostümdesigner feierte er an großen in- und ausländischen Opernhäusern wie Salzburger Festspielhaus, Seattle Opera, Helsinki, Kopenhagen, Monte Carlo große Erfolge. Unter anderem inszenierte er die Hochzeit des Figaro.
"Als gebürtiger Salzburger begleitet mich Mozart seit meiner Kindheit. Das Schöne am Salzkammergut Mozartfestival ist die unkonventionelle Herangehensweise an das Genie Mozart, der schon in jungen Jahren in der Lage war, Großartiges zu leisten. Das interessante Programm umfasst ca. 30 Veranstaltungen, die auch in Cross-Over-Interpretationen von Jazz bis Klassik der vielschichtigen Persönlichkeit Mozarts absolut gerecht werden."
Peter WesenAuer, Komponist und Dirigent, lebt ebenfalls in Hallstatt. Nach Studien u. a. bei Luther Henderson, Ennio Morricone, Hans Graf und Salvatore Mas Conte leitete er von 1991 bis 2000 das Ensemble RUBATO und ist seit 2002 künstlerischer Leiter der "Sinfonietta da Camera Salzburg".
"Das Zitat 'Erwache fauler Knecht' aus dem geistlichen Singspiel 'Die Schuldigkeit des ersten Gebots' ist in den letzen beiden Jahren, in denen ich gemeinsam mit dem Team das Mozartfestival vorbereitet habe, zu einem meiner Leitsätze geworden. Im Vordergrund steht jedoch nicht das Wort 'faul' sondern das 'erwache'. Ich habe versucht, Menschen aufzuwecken, um die Wurzeln von W. A. Mozart im Salzkammergut zu verfolgen."
Mag. Peter Brugger genoss eine musikalische Ausbildung am Brucknerkonservatorium in Linz und am Mozarteum Salzburg bei Prof. Alfons Kontarsky und Prof. Claude Helffer in Paris. Der Leiter der Landesmusikschule Bad Goisern ist auch Leiter der hiesigen "Internationalen Meisterkurse".
"Notenschrift ist bekanntlich schwarz und weiß. Unsere Landschaft im
Salzkammergut bringt besonders grelle Farbtöne in die Musik und belebt das künstlerische Gestalten. Das haben berühmte Komponisten wie Brahms, Bruckner, Mahler oder Strauss schon vor 100 Jahren bei uns ausgenützt; sie besuchten unser Tal, blieben, kamen immer wieder und komponierten hier Musik, welche weltweit zum ständigen Repertoire klassischer Musik zählt. Daher haben wir bei unserem Festival eine Musikstraße quer durch unsere tolle Landschaft angelegt, auf der wir zum Beispiel die Landkirche St. Agatha besuchen, um die Spuren von Mozart in der heimischen Volksmusik aufzuspüren, sowie das Schützenheim beim Hallstätter See, wo wir mit Mozart eine schräge Kegelpartie spielen."
"Uraufführung" Die Schuldigkeit des ersten Gebots
Eines der großen Festival-Highlights ist vom 14. bis 16. August 2006 die Aufführung von Mozarts Kirchenoper "Die Schuldigkeit des ersten Gebots" am Hallstätter Salinenplatz. Vermutlich hat Fürsterzbischof Sigismund Christoph Graf Schrattenbach die Komposition in Auftrag gegeben und unter die Salzburger Meister W. A. Mozart (1. Teil), Michael Haydn (2. Teil) und Anton Cajetan Adlgasser (3. Teil) verteilt. Die Handschriften der beiden letzten Teile sind verschollen. Mit diesem Werk schließt sich Mozart eng an die Salzburger kirchen- und schulmusikalische Tradition an. Die Erstaufführung von Mozarts "Schuldigkeit" erfolgte am 12. März 1767 im Rittersaal der fürstlichen Residenz zu Salzburg. Den Text des Singspiels verfasste Ignaz Anton Weiser (1701 - 1785), Stadtrat und auch Bürgermeister von Salzburg. Die beiden verschollenen Teile wurden von Peter WesenAuer unter Verwendung von Fragmenten des Komponisten Johann Michael Haydn und Anton Cajetan Adlgasser auf den Text von Siegwulf Turek in eine neue Schlussszene gefasst. Es spielt das Festivalorchester Sinfonietta da Camera Salzburg dirigiert von Peter WesenAuer in der Regie von Siegwulf Turek.
Zwei Orte als Mitveranstalter
Als ungewöhnlich in der Zusammensetzung aber erfolgreich in der Umsetzung erweisen sich die Veranstalter des Salzkammergut Mozartfestivals. Für das Zustandekommen verantwortlich war und ist eine vom Land OÖ. und der Europäischen Union geförderte Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus den drei Künstlern Prof. Siegwulf Turek, Peter WesenAuer und Mag. Peter Brugger sowie den Gemeinden Bad Goisern und Hallstatt, vertreten durch ihre Bürgermeister.
Peter Scheutz, Bürgermeister von Hallstatt: "Mir war es vor allem wichtig, auch der heimischen Bevölkerung abseits von Hochkultur- und Hochpreisveranstaltungen im Mozartjahr eine hochkarätige Veranstaltung zu bieten, die sich im nationalen Vergleich mehr als sehen lassen kann."
Gert Aigmüller, Bürgermeister von Bad Goisern: "Selbstverständlich kann ich die Worte von Kollegen Scheutz nur unterstreichen. Darüber hinaus haben wir mit Herrn Brugger in Bad Goisern einen Musikschuldirektor, der unseren Ort schon seit Jahren im künstlerischen Bereich von Österreich bis Asien wunderbar repräsentiert".
Neue Impulse für die Tourismusregion
Neben dem künstlerischen Wert verspricht man sich im Inneren Salzkammergut vom Festival auch einen touristischen Impuls. Claudia Höll, Tourismusverantwortliche in Hallstatt: "Die atemberaubende Naturlandschaft des Inneren Salzkammergutes ist weithin bekannt. Weniger herumgesprochen hat es sich, dass wir hier in unserer Welterberegion auch ein reges kulturelles Leben pflegen. Mit dem Mozartfestival erwarte ich mir auch in diesem Bereich eine positive Entwicklung."
Ähnlich beurteilt Brigitte Stumpner, Inhaberin des Festival-Tourismuspartners Salzkammergut Touristik, den Effekt des Festivals: "Mit dieser kulturellen Veranstaltung sind wir in der Lage, potenziellen Interessenten einen zusätzlichen Anreiz für einen Urlaub im Salzkammergut zu bieten und darüber hinaus eine völlig neue Zielgruppe anzusprechen."
Das Salz zum Festival
Hauptsponsor und damit wesentlich für das Zustandekommen des Festivals verantwortlich sind die die Salinen Austria. Als Unternehmen, dessen Wurzeln etwa 7000 Jahre in die Vergangenheit zurückreichen, ist man untrennbar mit der Tradition und der Geschichte des Salzkammergutes verbunden. Mit der Unterstützung des Salzkammergut Mozartfestivals trägt man der eigenen Unternnehmensphilosophie Rechnung, zur Sicherung von kultureller Vielfalt und künstlerischem Schaffen einen Beitrag zu leisten. Nicht gering waren auch die Unterstützungen des Landes Oberösterreich sowie der Europäischen Union, die beide den Wert und das Niveau des Festivals als unterstützenswert befunden haben.
29.04.2006 / 11.085 Anschläge / Dokument: MF-PR-06b-doc
ARGE Salzkammergut Mozartfestival
A-4830 Hallstatt, Salzbergstraße 21
Info-Telefon: 0664/596 69 11

