(openPR) Antidiskriminierungsverbände fordern Änderung
London, Berlin
Am Rande von politischen Verhandlungen in Berlin hatten der Direktor des European Anti-Discrimination Council (EAC), London, Dr. Stefan Prystawik, und der Rechtsexperte des Deutschen Antidiskriminierungsverbandes (DADV), Dr. Klaus Michael Alenfelder, sowohl die Gelegenheit zum Gespräch mit jüdischen Freunden als auch zum Besuch der Synagoge in der Oranienburger Straße und des Stelenfeldes.
Wie Dr. Prystawik bereits bei anderen Gesprächen in London und Berlin beklagte, ist insbesondere die Verwendung des Begriffs Rasse im geplanten Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz zutiefst bedenklich. Sprachlich wird damit an die Rassegesetzgebung des Dritten Reiches angeknüpft. Dieser Ansicht sind, so Prystawik, zahlreiche Betroffene in ganz Europa, wie er aus aktuellen Eindrücken aus dem Norden Londons und Brüssel berichtet.
Nach dem Gesetzesentwurf ist Diskriminierung „wegen der Rasse“ untersagt. Dr. Alenfelder fordert wegen der berechtigten Bedenken, die Formulierung „Diskriminierung wegen der vermeintlichen Rasse“ zu verwenden. Besonders betroffen waren Prystawik und Alenfelder, daß gerade an dem Ort an dem der Holocaust geplant wurde immer noch so wenig Sensibilität für dieses Thema aufgebracht wird.
















