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Sonnenhaus als Baustandard ist das Ziel

28.04.200613:33 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) Straubing, 27. April 2006. Zu einem Informationsgespräch beim Sonnenhaus-Institut zu Gast war Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW). „Man nimmt bundesweit wahr, was Sie machen“, betonte der Branchenvertreter aus Berlin auf dem ganztägigen Arbeitstreffen am Mittwoch, 26. April. Nach einem Besuch des Sonnenhauses Diergardt in der Rabenstraße 19 in Straubing ließ sich der Diplom-Physiker, der die deutsche Solarbranche weltweit repräsentiert, das Sonnenhaus-Bau- und Heizkonzept im Detail erläutern. Anschließend diskutierte er mit Georg Dasch, Josef Weindl, Wolfgang Hilz und Thomas Dirschedl vom Sonnenhaus-Institut die Perspektiven der Solarwärme und Möglichkeiten der Zusammenarbeit. „Da ist viel Know-how und Erfahrung“, stellte Stryi-Hipp anerkennend fest. „Ich werde mich im Bundesverband Solarwirtschaft dafür einsetzen, dass das Konzept bekannter wird.“



Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die Nachfrage nach regenerativen Heizsystemen bei den explodierenden Öl- und Gaspreisen weiter ansteigen werde. Und dennoch müsse die solare Alternative zu den fossilen Brennstoffen weiter bekannt gemacht werden, so der Gast aus Berlin. Dem stimmte Josef Weindl, Geschäftsführer bei dem Zwieseler Solarfachunternehmen Soleg ausdrücklich zu: „Ob 50, 80 oder 100 Prozent solare Deckung: Alles ist möglich!“

Den Beweis treten die Mitglieder des 2004 gegründeten Sonnenhaus-Instituts mit rund 30 bisher gemeinsam realisierten Sonnenhäusern an. Insgesamt gäbe es in Deutschland über 200 Gebäude, die zu mindestens 50 Prozent solar beheizt werden, wusste Sonnenhaus-Architekt Georg Dasch zu berichten. Derzeit entsteht in Regensburg sein drittes vollständig solar beheiztes Haus.

In dem Sonnenhaus von Gisela und Volker Diergardt sorgen 60 Quadratmeter Sonnenkollektoren für 70 Prozent der Heizenergie. Zugeheizt wird mit Stückholz. Nach drei Jahren in dem Holzhaus mit dem komplett verglasten Dach spricht Volker Diergardt aus Erfahrung: „In der Regel heizen wir vom 15. November bis 15. Februar mit Stückholz nach. Etwa drei Ster verbrauchen wir pro Heizsaison“. Auch in diesem außergewöhnlich langen, sonnenarmen und kalten Winter haben sie nur drei Ster Holz für 20 Mal Zuheizen benötigt. Die Heizphase war nur wenige Tage länger als in den Vorjahren.

Gerhard Stryi-Hipp zeigte sich besonders von der gelungenen Integration des Solarspeichers beeindruckt. Der Speicher mit einem Volumen von 9,7 Kubikmetern reicht vom Keller bis in das Obergeschoß. Zwischen Küche, Flur und Wohnzimmer aufgestellt, ist er der Hingucker im Haus. Im Wohnzimmer verbraucht der gut gedämmte und verkleidete Speicher nicht mehr Platz, als der zunächst angedachte Kachelofen gebraucht hätte. „Das ist ein tolles Beispiel für das Heizen mit der Sonne“, so Stryi-Hipp, der beim Bundesverband Solarwirtschaft für die internationale Lobbyarbeit, Forschung und Technik zuständig ist.

Georg Dasch, 1. Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts e.V., ging detailliert auf die Merkmale des Sonnenhaus-Instituts ein. „Hauptheizquelle ist die Sonne. Im Neubau wird zu mindestens 50 Prozent solar geheizt. Die Zuheizung erfolgt regenerativ mit Scheitholz oder Pellets. Die Dämmung entspricht dem Standard von KfW 40-Häusern“, führte er aus. Auf großes Interesse stieß bei dem BSW-Geschäftsführer die Aussage Daschs zum Primärenergiebedarf. Dieser bezeichnet den gesamten Bedarf an fossiler Energie für Strom und Wärme in einem Gebäude. Wie eine Diplomarbeit bestätigt, liegt der Primärenergiebedarf bei Sonnenhäusern bei nur fünf bis 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a). Bei Passivhäusern sind es schon durchschnittlich 50 kWh/m²a. Die Obergrenze bei Neubauten liegt laut Gesetzgeber bei 100 bis 120 kWh/m²a. Besonders wichtig war Dasch noch, dass er und seine Kollegen, wo immer möglich, den Strombedarf reduzieren. Daher komme für ihn das Heizen mit Strom, zum Beispiel mit einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe, auch nicht in Frage.

„Unser Ziel ist klar. Wir wollen das Sonnenhaus als Baustandard etablieren“, betonte der Solararchitekt aus Überzeugung. Bei Gerhard Stryi-Hipp stieß er damit auf offene Ohren. „Wir brauchen mehr Solarthermie. Das ist eine gute Plattform“, bestätigte dieser.

Das Sonnenhaus-Institut wurde mit der Zielsetzung gegründet, die Forschung und technische Weiterentwicklung von weitestgehend solar beheizten Gebäuden voranzutreiben. Eine der Hauptaufgaben ist die Öffentlichkeitsarbeit für das solare Heizen. Hierzu zählen zum Beispiel laufende Vorträge und Schulungen für Endverbraucher und Fachleute. Das Institut verzeichnet eine deutlich zunehmende Nachfrage nach Heizsystemen aus Sonne und Holz.

Nähere Informationen mit Projektbeispielen und Terminen gibt es im Internet unter www.sonnenhaus-institut.de oder telefonisch unter 0700 / 70 10 90 10 (12 Cent/Minute).

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