(openPR) Auch in Norddeutschland: Sonne genug für weitgehend solarbeheizte Häuser
Über 20 Teilnehmer besuchten in dieser Woche das Sonnenhaus Intensivseminar, das erstmals in Hamburg stattfand. Mit seinen Intensivseminaren bietet das Sonnenhaus Institut praxisorientierte Veranstaltungen, die die wesentlichen Grundlagen zur solaren Gebäudeplanung, Heizungstechnik und Marketing von Sonnenhäusern vermitteln. Die Exkursion führte die Teilnehmer nach Hamburg Lokstedt, wo sie sich direkt vor Ort von den Vorzügen solaren Bauens überzeugen konnten. Dipl.-Ing. Ingo Stöver, IBS Engineering, ein Mitglied des Sonnenhaus Instituts, plante die Gebäudetechnik so, dass dieses Sonnenhaus den von der Energie Einsparverordnung festgelegten Primärenergiebedarf für Neubaustandards um 89 Prozent unterschreitet.
Das Seminar in Hamburg fand im Solarzentrum im Elbcampus in Zusammenarbeit mit der Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein e.V. statt. „Hamburg ist für uns ein wichtiger Seminarort, weil wir damit zeigen, dass solares Bauen, entgegen üblicher Vorurteile, nicht nur im Süden der Republik sinnvoll und machbar ist“, meint Peter Rubeck, Geschäftsführer des Sonnenhaus Instituts. „Allein seit 2009 sind über 35 Sonnenhäuser in Norddeutschland entstanden und legen ein beredtes Zeugnis davon ab, dass mit der richtigen Planung und Beratung die Sonne des Nordens für solares Wohnen besser ist, als ihr Ruf.“ Für Stöver ist das Konzept des Sonnenhaus-Instituts eine konsequente und durchdachte Nutzung der kostenlosen Sonnenenergie und der heimischen Biomasse. Er plant bereits weitere Sonnenhaus Projekte: zunächst ein Sonnen-Mehrfamilienhaus, anschließend eine ganze Solarsiedlung.
Die Solarexperten des Sonnenhaus Instituts wenden sich mit ihren Intensivseminaren, die in ganz Deutschland und Österreich stattfinden, an Architekten, Planer, Ingenieure und Solarinstallateure. Vor allem für diese Berufsgruppen stellen Sonnenhäuser eine interessante Nische dar, um sich in einem hart umkämpften Markt zu positionieren. Sonnenhäuser, d.h. Gebäude in dem die Sonne wenigsten 50 Prozent des Jahreswärmebedarfs deckt, bieten als Neubau sowie als sanierter Altbau für die Bewohner ein Höchstmaß an Wohnkomfort, Unabhängigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Das Sonnenhaus – Ein ausgereiftes Konzept
Als Sonnenhaus bezeichnen die Begründer des Sonnenhaus-Instituts ein Gebäude, in dem die Sonne wenigsten 50 Prozent des Jahreswärmebedarfs deckt. Prägende Merkmale eines solchen Hauses sind das steil geneigte, nach Süden ausgerichtete Dach, auf dem Kollektoren die Sonnenstrahlung aufnehmen. Der große Puffer speichert die Wärmeenergie mit Hilfe von Wasser über mehrere Tage oder Wochen. Eine Flächenheizung in Wand oder Fußboden gibt die Wärme gleichmäßig an die Räume weiter. Für die kältesten und sonnenärmsten Wintertage bedarf es einer Zusatzheizquelle. Das Sonnenhaus setzt auf Biomasse-Heizungen zum Beispiel in Form eines Holzofens, der durch CO2-neutrale Verbrennung den Pufferspeicher nachheizt.






