(openPR) Rund 55 Neubauten und 20 Altbausanierungen mit solaren Deckungsgraden zwischen 50 und 100 Prozent - Jetzt auch schlüsselfertige Sonnenhäuser
Straubing, 23. August 2006. Eine deutlich steigende Nachfrage nach weitgehend solar beheizten Häusern, so genannten Sonnenhäusern, stellt das Sonnenhaus-Institut in Straubing fest. „Die Bauherren investieren weniger in das Interieur und mehr in zukunftsfähige Heizungsanlagen mit Sonne und Holz“, beobachtet Andreas Schuster, Vorstandsmitglied des Sonnenhaus-Instituts e.V. „Jeder, der ein neues Haus baut, interessiert sich dafür, wenn man es ihm erklärt.“ Dem stimmt Georg Dasch, Solar-Architekt und 1. Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts, zu. Auch er bearbeitet in diesem Jahr deutlich mehr konkrete Projekte und Anfragen als in den Vorjahren. Neben einem ausschließlich solar beheizten Massivhaus ohne Zusatzdämmung in Regensburg, das in diesen Wochen fertig gestellt wird, gehören dazu unter anderem zwei Neubauten mit einem solaren Deckungsgrad von jeweils 65 Prozent im Bayerischen Wald und im Landkreis Mühldorf am Inn.
Immer häufiger werden solare Heizsysteme auch in Altbauten integriert. Ein aktuelles Projekt ist die „Altbausolarisierung“ eines Einfamilienhauses von 1980 in der Oberpfalz, ein Projekt von Thomas Dirschedl, ebenfalls Sonnenhaus-Architekt und Mitglied im Sonnenhaus-Institut. Hier sollen ab Herbst 42 Quadratmeter Sonnenkollektoren über 50 Prozent des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser für 270 Quadratmeter Wohnfläche decken.
Rund 55 weitgehend solar beheizte Neubauten – 20 Altbausolarisierungen
Als „Sonnenhaus“ definiert das Sonnenhaus-Institut ein Gebäude, das zu mindestens 50 Prozent solar beheizt wird. Die Zuheizung erfolgt im Idealfall durch eine moderne, abgasarme Biomasseheizung. Möglich sind solare Deckungsgrade bis zu 100 Prozent. Das wirtschaftliche Optimum liegt bei zwei Drittel Sonne / ein Drittel Holz. Rund 55 Neubauten und 20 Altbausanierungen mit solaren Deckungsgraden über 50 Prozent sind in den vergangenen acht Jahren im Umfeld des Sonnenhaus-Instituts realisiert worden. Sie sind vorwiegend in Bayern und Baden-Württemberg zu finden. Solare Altbausanierungen gibt es aber auch in Hessen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Hinzu kommen zahlreiche Projekte, bei denen der solare Deckungsgrad knapp unter 50 Prozent liegt.
Dass das Konzept auch in der bundesweiten Baubranche auf immer größeres Interesse stößt, zeigt eine Kooperation mit ProMassivhaus. Soeben hat die Gruppe, zu der sich 53 Bauunternehmen zusammengeschlossen haben, zwei schlüsselfertige Sonnenhäuser vorgestellt, die auf Konzepten von Georg Dasch basieren. Weitere Kooperationen sind in Vorbereitung.
Aktuelle Pilotprojekte – Sonnenhaus-Konzept im Gewerbe
Zu den Trend setzenden Projekten aus dem Umfeld des Sonnenhaus-Instituts zählen zwei gewerbliche Gebäude, die derzeit errichtet werden. Im schwäbischen Rottenburg-Oberndorf entsteht das „Sonnen-Zentrum“, ein Gewerbepark mit gläserner Kollektorfertigung, Büros, Schulungs- und Tagungsräumen sowie Holzbackofen-Gastronomie, das weitgehend solar beheizt werden soll. In Kienberg im oberbayerischen Chiemgau wird das „Solarzentrum Kienberg“ gebaut, ein Bürogebäude, das zu rund 90 Prozent solar beheizt werden soll.
Das Sonnenhaus-Institut, das 2004 mit dem Ziel der Erforschung und Weiterentwicklung weitgehend solar beheizter Häuser gegründet wurde, wird auch weiterhin intensive Öffentlichkeitsarbeit in Form Fachvorträgen und Schulungen betreiben. Nähere Informationen über das solare Bau- und Heizkonzept, Projektbeispiele und aktuelle Veranstaltungen gibt es unter www.sonnenhaus-institut.de oder telefonisch unter 0700 / 70 10 90 10.
Weiterführende Informationen:
Sonnenhaus-Institut e.V.: www.sonnenhaus-institut.de
Sonnenzentrum Rottenburg-Oberndorf: www.hartmann-energietechnik.de
Solarzentrum Kienberg: www.zukunft-sonne.de
ProMassivhaus „Original Sonnenhäuser Straubing und Regensburg“: www.promassivhaus.de
Das Sonnenhaus-Institut e.V. wurde 2004 mit Sitz in Straubing gegründet (www.sonnenhaus-institut.de). Ziel ist die Erforschung und Weiterentwicklung weitestgehend solar beheizter Häuser. Mitglieder sind langjährig erfahrene Solar- und Heizungstechnikexperten sowie Architekten. 1. Vorsitzender ist Solararchitekt Georg Dasch.
Das Institut dokumentiert die Solar- und Heizungsanlagen von Sonnenhäusern und bewertet die tatsächlichen Verbrauchsdaten. Eine Hauptaufgabe der Mitglieder ist die intensive Öffentlichkeitsarbeit für das Heizen mit Sonne und Holz. Hierfür finden laufende Vorträge und Schulungen für Endverbraucher und Fachleute statt. Nähere Informationen gibt es unter www.sonnenhaus-institut.de oder unter der Service-Nummer 0700 / 70 10 90 10 (12 Cent/Min.).







