(openPR) Stefan Sixt (*26. Juli 1955 in München) feiert heuer seinen 60. Geburtstag und blickt auf erfolgreiche Jahre zurück. Der ehemalige Ski-Akrobat ist seit Anfang der 80er Jahre Geschäftsführer von Iwanson International.
Seit über 30 Jahren engagiert sich Stefan Sixt in ganz verschiedenen Rollen für den zeitgenössische Tanz in Deutschland – und das, obwohl er selbst kein Tänzer ist. Sixt zählte während der 1970er Jahre für knapp ein Jahrzehnt zu den weltweit erfolgreichsten Skiakrobaten.
Anfang der 80er Jahre lernte er Jessica Iwanson kennen, rasch wurden die beiden ein Paar, und schon bald leitete Sixt das aufstrebende Tanzstudio der schwedischen Choreographin.
Im neuen Umfeld verließ sich Sixt stets auf seine Tugenden als Leistungssportler: Fleiß, Ehrgeiz, Siegeswille und die Fähigkeit, Rückschläge wegzustecken. "Immer weiter, niemals Zweiter" soll Sixt damals sein Motto genannt haben. Das offensive Konzept setzte sich rasch durch, die Schule vergrößerte mehrfach ihre Flächen und zog 1992 schließlich in den heutigen Standort an der Hansastraße. Aus der Handvoll Schüler von Jessica Iwanson Ende 1970 sind knapp 200 Vollzeitstudenten aus der halben Welt geworden, und der Jahresumsatz von damals wird heute in 2 Wochen erwirtschaftet.
Privat hingegen ist alles beim alten geblieben. Jessica Iwanson und Stefan Sixt sind ein Paar, das Kulturreferent Küppers anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Schule als "Dreamteam" bezeichnete.
Im Gegensatz zu vielen ehemaligen Spitzensportlern machte Sixt im Geschäftsleben nicht den Fehler, Kollegen für Gegner zu halten. Schon früh setzte er sich für die Kooperation von Münchner Tanzstudios ein, und 1987 trug er wesentlich zur Gründung des Münchner Produktionszentrums „Tanztendenz München“ bei. 1997 initiierte er gemeinsam mit Walter Heun die Gründung des „Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz e.V. (BLZT)“, dessen Vorstand er bis heute angehört.
2007 gründete Sixt gemeinsam mit Jessica Iwanson die „Iwanson-Sixt-Stiftung Zeitgenössischer Tanz“, die sich insbesondere für die Verbesserung der Situation des zeitgenössischen Tanznachwuchses einsetzt, Workshop- und Austauschprogramme mit europäischen Tanzakademien unterstützt und den choreographischen Nachwuchs durch Proberaumstipendien fördert. Über 200 Stipendiaten stehen seither auf der Liste.
Aber auch außerhalb institutioneller Formen versteht sich Sixt als Tanznetzwerker, der Kooperationen initiiert und unterstützt und der im politischen Raum "Werbung für Tanz" macht. In diesem Zusammenhang hat er in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat 2008 das „Festival Junger Tanz“ entwickelt und 2014 die Broschüre "Tanzstadt München" herausgegeben, die über ästhetische und institutionelle Grenzen hinweg die Vielfalt der Tanzkunst in München beschreibt.
In diesem Sinne versteht sich Sixt als Lobbyist für den Tanz. Seit 10 Jahren veröffentlicht er in der europaweit vertriebenen Fachzeitschrift "dance for you" eine Kolumne 'Stefan Sixt Spezial', in der er in meist heiterer Form Situation und Arbeitsbedingungen im Bereich des künstlerischen Tanzes kommentiert, gelegentlich satirisch überhöht. Er schlug zum Beispiel im Zusammenhang mit G8 und Nachmittagsunterricht vor, den Ballettunterricht in die Nacht zu verlegen oder forderte eine Frauenquote für die Position von Ballettdirektoren.
Sixt hat nicht vor, sich aufs Altenteil zurückzuziehen, aber er hat früh begonnen, seine und Jessica Iwansons Nachfolge in der Schule zu regeln. Deshalb sieht man ihn jetzt seltener an der Front, wo Teilhaber und Mitgeschäftsführer Johannes Härtl das Kommando übernommen hat.
Der polyglotte Kulturmanager hingegen macht das, was er am liebsten macht: Werbung für Tanz. Er jettet von Stockholm nach Paris, Rom, Florenz – und einmal in der Woche unterrichtet er Akrobatik für Tanzstudenten. In München.










