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STRAHLENTHERAPIE STATT SKALPELL – Moderne Behandlungsmethoden gegen Prostatakrebs

26.04.200617:58 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) „Sie haben Prostatakrebs!“ Mit dieser Diagnose werden in Deutschland jedes Jahr ca. 30.000 Männer konfrontiert. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt von Jahr zu Jahr. So steht das Prostatakarzinom mittlerweile an erster Stelle der Krebserkrankungen bei Männern, noch vor Lungen- und Darmkrebs. Bei vielen Patienten wird in Deutschland noch die radikale Prostataentfernung durchgeführt.



Dabei lassen sich mittlerweile mit modernen Formen der Strahlentherapie Heilungsraten bis zu 90 Prozent erzielen, und das ohne Entfernung des Organs. Auch die gefürchteten Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz treten bei den modernen Verfahren deutlich seltener auf.

Die Brachytherapie zur Behandlung von Prostatakrebs
Patienten mit Prostatakarzinom steht mit der Brachytherapie eine neue, schonende Behandlung zur Verfügung. Diese hat in den USA in den letzten zehn Jahren einen besonderen Stellenwert erreicht und die mit vielen Nebenwirkungen verbundene operative Totalentfernung der Prostata als bisheriges Standardverfahren weitgehend verdrängt. Bei der Brachytherapie werden Strahlungsquellen direkt in die Prostata gebracht. Das bedeutet: Der Tumor wird durch die Strahlung zerstört, die Prostata bleibt jedoch erhalten. Für den Patienten bietet die Methode entscheidende Vorteile: minimal-invasiver, organerhaltender Eingriff, Möglichkeit der ambulanten Behandlung, geringere Komplikations- und höhere Potenzrate als bei der operativen Prostataentfernung.

Seed-Implantation oder LDR Brachytherapie
Es gibt in der Behandlung des Prostatakarzinoms zwei grundsätzliche Techniken der Brachytherapie: die Seed-Implantation, auch LDR Brachytherapie genannt, und die HDR Afterloading-Therapie. Bei der Seed-Implantation werden unter ständiger Ultraschallkontrolle bis zu 80 kurz strahlende, kleinste Strahlungsquellen, so genannte “Seeds” aus Jod in die Prostata eingesetzt. Die Seeds verbleiben im Körper des Patienten und entfalten über Monate ihre Strahlenwirkung auf das Prostatakarzinom. Das Tumorgewebe wird durch die hoch dosierte, gezielte Strahlung von innen zerstört. Die LDR Brachytherapie eignet sich für Niedrigrisiko-Prostatakarzinome und Frühstadien, dem gegenüber kann die HDR Brachytherapie bei allen lokal begrenzten Stadien und auch bei mittlerem und hohem Risikoprofil des Prostatakrebs eingesetzt werden.

HDR Afterloading-Therapie
Bei der Afterloading-Therapie wird nur eine einzige Strahlenquelle aus Iridium zur Bestrahlung eingesetzt. Diese fährt die zuvor unter Ultraschall gesetzten Punktionsnadeln einzeln ab und bestrahlt den Tumor vor Ort. Die reine Bestrahlungszeit dauert hierbei nur wenige Minuten und der Patient befindet sich währenddessen in einem speziellen Strahlenschutzbunker. Im Gegensatz zur Seed-Implantation verbleibt die Strahlungsquelle beim Afterloading nicht in der Prostata. Die Bestrahlung erfolgt lediglich temporär und wird 1 bis 2mal in etwa einwöchigen Abständen wiederholt.
Sowohl während der LDR Brachytherapie als auch bei der Afterloading-Therapie können die Urologen und Strahlentherapeuten die Behandlung in Echtzeitübertragung mittels modernster Computertechnik auf dem Monitor verfolgen. In der Regel werden beide Techniken der Brachytherapie im Westdeutschen Prostatazentrum ambulant durchgeführt - der Patient kann die Klinik ein bis zwei Stunden nach dem Eingriff wieder verlassen.

Innere und äußere Bestrahlung - eine effektive Kombination
Das Afterloading wird meist mit einer äußeren Bestrahlung kombiniert. Die Dosis der äußeren Bestrahlung kann allerdings wegen der zusätzlichen und hoch dosierten inneren Bestrahlung deutlich verringert werden. Komplikationen und Belastungen für den Patienten werden dadurch stark vermindert. Die kombinierte Afterloadingtherapie ist besonders effektiv bei lokal-fortgeschrittenen Prostatakarzinomen ohne Fernmetastasen.


Die Autoren Dr. med. Pedram Derakhshani und Dr. med. Stephan Neubauer sind Fachärzte für Urologie und leitende Ärzte des Westdeutschen Prostatazentrums in der KLINIK am RING, Köln. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.klinik-am-ring.de und www.westdeutschesprostatazentrum.de .


Pressekonatkt:

Westdeutsches Prostatazentrum in der Klinik am Ring (Köln)

Hohenstaufenring 28
50674 Köln

Tel. (+49)221 92424470
Fax (+49)221 92424460

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