openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Geschäftsmodelle & Formate im B2C Online-Handel

(openPR) Die Digitalisierung des Handels – und das heißt im Moment vor allen Dingen Internet & E-Commerce – war und ist der entscheidende Schritt zum Wandel des Handels seit der Jahrtausendwende.
Der klassische Versandhandel hatte durch die Wiedervereinigung einen enormen Schub bekommen, als dann jedoch in Ostdeutschland ausreichende, um nicht zu sagen überzählige Handelsflächen entstanden waren, gingen seine Umsatzanteile wieder zurück. Erst durch das Aufkommen des Internets und die Integration des E-Commerce in den Versandhandel zum Distanzhandel kam es erneut zu einem enormen Aufschwung. So erreichte der gesamte Distanzhandel im Jahr 2014 über 52 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland, davon etwa 43 – 44 Milliarden im Internet. Damit sind die Zuwachsraten zwar in letzter Zeit gesunken, aber sie er- reichen immer noch zweistellige Werte.


Interessant ist, dass bei näherer Untersuchung der stationäre Handel mit seinem eigenen Onlinehandel nach früheren starken Gewinnen mittlerweile auf dem Rückzug ist und die Internet-Pure- Player diese wie auch die Katalogversender inklusive Teleshopping zurückdrängen. Lediglich die Hersteller weisen in ihren Onlinekäufen noch wachsende Anteile auf, so das ECC in aktuellen Untersuchungen.
In diesem Zusammenhang bleibt festzustellen, dass Amazon noch immer ein wesentlicher Treiber des gesamten Themas E-Commerce und dafür verantwortlich ist, dass die Internet-Pure-Player diese enorm steigenden Marktanteile aufweisen. Verantwortlich für dieses Wachstum bleibt vor allem die Amazon-Strategie: Gewinne werden klein gehalten, alle Erträge werden in den Geschäftsaufbau investiert bzw. Preiskampf betrieben, um zunächst mal Marktanteile zu erobern. So ist es nicht verwunderlich, dass bei stetig steigenden Umsätzen das Unternehmen als Konzern im Grunde genommen keine oder nur minimale Gewinne ausweist. Massive Investitionen in neue Lagerhäuser und Logistikzentren – auch im Frischebereich –, Kampfpreise bei Kindle & Co., um eigene E-Books in den Markt zu drücken, massive Investitionen in Cloud Computing zum Aufbau ergänzender Geschäftsmodelle und aus gleichem Grund Einstieg in das Filmgeschäft absorbieren vorläufig die Erträge. Ähnliches sehen wir bei anderen Anbietern im Markt.
Der klassische stationäre Ladenhandel gerät durch die Onlineanbieter zunehmend unter Druck. Die Gesamtumsätze stagnieren real vor allem im NON FOOD bzw. gehen zurück, der Onlinehandel jedoch schreitet weiter stürmisch voran. Dadurch sinkt der Anteil des stationären Handels immer stärker. Das Ganze läuft auf zunehmend mangelnde Auslastung des stationären Handels hinaus bis hin zu Geschäftsaufgaben und Insolvenzen.
Damit wird die bereits seit langer Zeit bekannte Situation im deutschen Handel brutal verschärft, denn seit der Wiedervereinigung sind ja wie bereits berichtet die Verkaufsflächen um etwa 45 Prozent gewachsen, der Handel selbst nur nominal um etwa 10 – 12 Prozent, real aber ist er sogar gesunken: wir haben auch ohne Internet heute mindesten ein Drittel zu viel VK-Flächen im Handel. Das bedeutet sinkende Renditen und Preiskampf.
Die Situation wird für den klassischen stationären Ladenhandel aber auch noch dadurch verschärft, dass immer mehr bisherige Internet-Pure-Player beginnen, zumindest gelegentlich auch in den stationären Handel durch eigene Filialeröffnungen einzudringen. Dieser quasi umgedrehte Zug zur Multi-Channel-Präsentation dürfte sich in Zukunft fortsetzen und die alten klassischen Anbieter weiter zurückdrängen.
FAZIT der Entwicklungen: es geht weiter voran im E-Commerce, aber das mehr als stürmische Wachstum ist jedoch wohl vorerst vorbei und so entscheidet immer häufiger Geld/Venture Capital über Sein oder Nicht-Sein.
KONSEQUENZ: ohne geeignetes Geschäftsmodell/Online-Format geht gar nichts, auch nicht (lange) mit viel Geld!
Das Thema Formate/Geschäftsmodelle hat deshalb die Ulrich Eggert Consulting, Köln, in den Vordergrund ihrer über 200 seitigen Studie GESCHÄFTSMODELLE & FORMATE IM B2C ONLINE-HANDEL (mit ÜBER 100 Abbildungen und Übersichten) gestellt. Eine Kurzfassung dazu steht auf www.ulricheggert.de/kostenlose-studien kostenlos als Download zur Verfügung.
Zur Sachlage: Betriebsformen des Handels werden gemeinhin weiter unterteilt nach Betriebstypen; diese sind also eine kleinere Einheit. So lässt sich zum Beispiel die Betriebsform „Fachgeschäft für Bekleidung“ unterteilen in die Betriebstypen: Damen- und Herrengeschäfte, Damengeschäfte, Herrengeschäfte oder Kindergeschäfte, aber auch eine Boutique oder Wäschegeschäft. Ein Format ist dann letztlich die konkrete individuelle Ausprägung eines bestimmten Betriebstyps einer Betriebsform von einem einzelnen Unternehmen: Das Format zeigt die konkrete Marketingstrategie am einzelnen Objekt. Betriebsformen, Betriebstypen und Formate sind die Fortsetzung der Handelsstrategien bzw. ihre konkrete Ausprägung, gerade auch im E-Commerce.
Aber noch vor 10 / 15 Jahren meinte (fast) jeder gestandene Händler, Internet sei ja ganz nett, aber doch eher etwas für die nächste Generation. Wie wir ja mittlerweile wissen: Wer zu spät kommt, den bestrafen Amazon, Zalando & Co. Deshalb: Jetzt die Chance nutzen, morgen wird der Einstieg zum Schicksal.
Es gibt folgende Grob- Konzepte für Händler, das Thema E-Commerce anzugehen:
01. Nichts tun / laufen lassen: Das bleibt ohne Kommentar: Wer nicht will, der hat etwas anderes.
1. Aufbau einer eigenen Homepage mit Details: Auf einer eigenen Homepage sollte sich jeder Händler im Detail präsentieren.
2. Marktplätze: Auf Marktplätzen wie Amazon, eBay & Co. können Händler erste Gehversuche starten und später eigene „Marken-Shops“ aufbauen.
3. Verdeckte / getarnte Lösungen: Das könnte auf Beteiligungen hinauslaufen, „üben“ unter fremden Namen oder man lässt Dienstleister Shops entwickeln und führen.
4. Aufbau eines eigenen E-Shops: Das ist einer der Zentralpunkte dieser Studie.
5. Kooperative Ansätze: Kooperative Ansätze können sowohl vertikal mit Lieferanten geführt werden als auch horizontal mit anderen Händlern aus der eigenen oder fremden Branche – zum Beispiel im Luxusbereich – über Verbundgruppen, regional oder wie auch immer.
6. Multi-Channel-Ansätze: Unternehmen, die etwas wagen, versuchen von vornherein, Multi-Channel-Ansätze zu fahren: eigener stationärer Handel, Belieferung von Marktplätzen, regional und global, Auf- bau eigener E-Shops.
Viele Händler tun sich schwer bei der Entscheidung Pro-Internet, da sie auch hier vermuten, zu nichts Weiterem als einer „Nadel im Heuhaufen“ zu werden. Aber Marktplätze sind einer der einfachsten Wege, den Weg in den E-Commerce zu ebnen. Dazu an anderer, späterer Stelle mehr.
Es existiert kein allein selig machendes Modell für Händler, die eigenes E-Commerce aufbauen wollen. Viele Konzepte unterscheiden sich auch nur in Nuancen voneinander, so dass dazu jeweils eine breite Diskussion nicht erforderlich ist. Die Ulrich Eggert Consulting versucht, die verschiedenen Modelle nach folgendem Raster zu „katalogisieren“:
1. Modelle mit Schwerpunkt auf der eigenen Homepage
2. Marktplatzlösungen
3. Horizontal-kooperative Lösungen mit anderen Händlern
4. Vertikale elektronische Flächenpartnerschaft mit Lieferanten
5. Ausweichstrategien / Tarnshops
6. Vertikal-horizontale Kooperationen mit den Verbundgruppen
7. Laterale Ansätze
Der Grad der Kundenorientierung ist bei den jeweiligen Ansätzen durchaus unterschiedlich, zumal in diesen auch noch jeweils verschiedene Varianten möglich sind. Weitere Details zum Thema Geschäftsmodelle und Formate im B2C Online-Handel auf www.ulricheggert.de/kostenlose-studien.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 847876
 163

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Geschäftsmodelle & Formate im B2C Online-Handel“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Ulrich Eggert Consulting

Automatisierung treibt den Handel
Automatisierung treibt den Handel
Mit kostenlosem Download Das Thema AUTOMATISIERUNG treibt den stationären Einzelhandel derzeit besonders: einerseits, um Kosten zu sparen, andererseits aber auch, um den Kunden mehr Service und ein besseres Einkaufserlebnis bieten zu können. In einer Ära, die von Technologie und Innovationen geprägt ist, steht der stationäre Einzelhandel vor der Herausforderung, mit den sich ständig ändernden Verbrauchererwartungen Schritt zu halten, und zwar unter Beibehaltung bzw. – besser noch - Steigerung der Qualität und das Ganze bei möglichst noch ve…
KI – Künstliche Intelligenz erobert Handel, Vertrieb und Marketing
KI – Künstliche Intelligenz erobert Handel, Vertrieb und Marketing
Mit kostenlosem Download Grenzenloser Erlebniskauf war gestern, gedämpfte Konsumstimmung ist heute. Sogar auch die Bäume der Online-Märkte wachsen mittlerweile nicht mehr grenzenlos in den Himmel. Deshalb ist es für den Handel, die Industrie und alle anderen Anbieter immer wichtiger, persönlich und passgenau auf die potentiellen Kunden zugeschnitten im Markt zu agieren – und zwar im Offline-Geschäft genauso wie im Online-Business. Nur so kann die Konsumzurückhaltung überhaupt noch überwunden werden.  Das macht es für alle Anbieter erforderl…

Das könnte Sie auch interessieren:

Nur Neue Formate, neue Konzepte, neue Geschäftsmodelle bringen Zukunft für Handel & Vertrieb
Nur Neue Formate, neue Konzepte, neue Geschäftsmodelle bringen Zukunft für Handel & Vertrieb
… Discounter. Die Preise sind unten, sie können kaum weiter gesenkt werden, da ansonsten die Substanz der Unternehmen zerstört wird. Deshalb stehen in Zukunft die Geschäftsmodelle, die Formate im Vordergrund und nicht einseitig die geschäftliche Preispolitik der Unternehmen. Es geht um die Gesamtabstimmung der Einzelbausteine der Unternehmenspolitik, das macht …
Bild: Unternehmen vernachlässigen Digitalisierung im VertriebBild: Unternehmen vernachlässigen Digitalisierung im Vertrieb
Unternehmen vernachlässigen Digitalisierung im Vertrieb
… das Internet der Dinge immer stärkere Rollen spielen. Vor allem in Zeiten, in denen viele Leistungen und Angebote austauschbar sind, werden zusehends Geschäftsmodelle und Vertriebskanäle eine Rolle im Wertversprechen an die Kunden spielen. Verkaufen 4.0 Der Executive Interim Manager Siegfried Lettmann (www.lettmann-interim.com) behandelt in seinen Mandaten …
Neue Handelsformate und neue Vertriebskonzepte gegen den hybriden Preiswettbewerb
Neue Handelsformate und neue Vertriebskonzepte gegen den hybriden Preiswettbewerb
… Discounter. Die Preise sind unten, sie können kaum weiter gesenkt werden, da ansonsten die Substanz der Unternehmen zerstört wird. Deshalb stehen in Zukunft die Geschäftsmodelle, die Formate im Vordergrund und nicht einseitig die geschäftliche Preispolitik der Unternehmen. Es geht um die Gesamtabstimmung der Einzelbausteine der Unternehmenspolitik, das macht …
Kostenlose Studien zu Digitalisierung, Internet, E-Commerce & Co.
Kostenlose Studien zu Digitalisierung, Internet, E-Commerce & Co.
… Downloads rund um die Themen DIGITALISIERUNG, E-COMMERCE, INTERNET & CO. finden Interessierte auf der Homepage der Consulter unter www.ulricheggert.de/kostenlosestudien, z.B.: + Geschäftsmodelle & Formate im B2C Online-Handel + Verbundgruppen & Internet – Kampf gegen sinkende Marktmacht und Bedeutung + Handel & Internet – Eine moderne …
Bild: Stark variierende Entwicklungen der Internet- und B2C E-Commerce Märkte in AsienBild: Stark variierende Entwicklungen der Internet- und B2C E-Commerce Märkte in Asien
Stark variierende Entwicklungen der Internet- und B2C E-Commerce Märkte in Asien
Laut dem “Asia B2C E-Commerce Report 2013“ von yStats.com gibt es deutliche Unterschiede in der Entwicklung der Internetnutzung und des Online-Handels im asiatischen Raum. So findet beispielsweise der mobile Internethandel in den weiter entwickelten Märkten wie Japan, Südkorea und China viele Anhänger, während sich weniger entwickelte Länder mit geringen …
Bild: Globaler B2C E-Commerce Jahresumsatz nähert sich 2013 der Billionen-Euro-GrenzeBild: Globaler B2C E-Commerce Jahresumsatz nähert sich 2013 der Billionen-Euro-Grenze
Globaler B2C E-Commerce Jahresumsatz nähert sich 2013 der Billionen-Euro-Grenze
… “Global B2C E-Commerce Sales and Shares Report 2013” des Hamburger sekundären Marktforschungsunternehmens yStats.com liefert detaillierte Informationen über die kontinuierliche Entwicklung des Online-Handels weltweit. Neben Trends werden Umsätze und der Anteil des Online-Handels am gesamten Einzelhandel nach Region und auf Länderbasis dargestellt. Ein …
Konzepte und Ideen statt Preiskampf
Konzepte und Ideen statt Preiskampf
… Absatz in einer Sackgasse. Um die Geschäfte wieder in Schwung zu bringen, braucht es, so die Ulrich Eggert Consulting, Köln, Kreativität bei Unternehmensstrategien, Geschäftsmodellen, Handelsformaten und Vertriebskonzepten. In einer neuen Studie zeigt die renommierte Kölner Unternehmensberatung mit dem geübten Blick auf Verbraucher und Anwender neue und …
Neue Formate statt Preiskämpfe
Neue Formate statt Preiskämpfe
… Discounter. Die Preise sind unten, sie können kaum weiter gesenkt werden, da ansonsten die Substanz der Unternehmen zerstört wird. Deshalb stehen in Zukunft die Geschäftsmodelle, die Formate im Vordergrund und nicht einseitig die geschäftliche Preispolitik der Unternehmen. Es geht um die Gesamtabstimmung der Einzelbausteine der Unternehmenspolitik, das macht …
Bild: Komplettlösung für den Online-Handel mit SAP®Bild: Komplettlösung für den Online-Handel mit SAP®
Komplettlösung für den Online-Handel mit SAP®
… Jahren in den verschiedensten Branchen immer höhere Umsatzzahlen. Der innovative Charakter der modularen FLX-B2C Komplettlösung ermöglicht die Vereinheitlichung der verschiedensten Prozesse im Online-Handel in einer einzigen Oberfläche. Webshops und Portale wie beispielsweise eBay® oder amazon© können einfach an Ihr SAP®-System angebunden werden und …
Bild: Online-Handel in den Tigerstaaten Südkorea, Hongkong und Singapur im Vergleich zu Taiwan auf WachstumskursBild: Online-Handel in den Tigerstaaten Südkorea, Hongkong und Singapur im Vergleich zu Taiwan auf Wachstumskurs
Online-Handel in den Tigerstaaten Südkorea, Hongkong und Singapur im Vergleich zu Taiwan auf Wachstumskurs
… Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede der Internet- und E-Commerce-Märkte der vier asiatischen Tigerstaaten auf. So erreicht in Südkorea und Hongkong besonders der mobile Online-Handel hohe Wachstumsraten, während der generelle Online-Handel in Singapur weiter um mittlere bis hohe zweistellige Prozentzahlen zunimmt. Lediglich Taiwan ist in Bezug auf …
Sie lesen gerade: Geschäftsmodelle & Formate im B2C Online-Handel