openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Reform der Erbschaftssteuer und die Unternehmensnachfolge

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig, LL.M., ROSE & PARTNER LLP.
Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig, LL.M., ROSE & PARTNER LLP.

(openPR) Die Privilegierung von Firmenerben gegenüber Privaterben ist zumindest in Teilen verfassungswidrig, urteilte das Bundesverfassungsgericht im Dezember 2014. Die notwendige Reform der Erbschaftssteuer stellt besonders Familienbetriebe bei der Unternehmensnachfolge vor Herausforderungen.



„Das Bundesverfassungsgericht stellte aber auch klar, dass es grundsätzlich legitim sei, Firmenerben beim Unternehmensübergang steuerlich zu begünstigen. Nur gingen die bisherigen Vergünstigungen zu weit“, erklärt Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig aus Berlin von der bundesweit tätigen Kanzlei ROSE & PARTNER LLP. Nun muss der Gesetzgeber in Berlin bis zum 30. Juni entsprechende Reformen umsetzen.

Die derzeitigen steuerlichen Privilegien für Firmenerben verstoßen nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts gegen das Gleichhandlungsgebot des Grundgesetzes. Bislang können bei der Unternehmensnachfolge 85 bis 100 Prozent der Erbschaftssteuer gespart werden. Voraussetzung ist, dass die Arbeitsplätze weitgehend sieben Jahre lang erhalten bleiben und der Betrieb fortgeführt wird. Betriebe bis 20 Mitarbeiter können nach dem bisherigen Gesetz sogar von den Steuerprivilegien profitieren ohne den Erhalt der Arbeitsplätze nachzuweisen. Das ging dem Bundesverfassungsgericht zu weit und es forderte entsprechende Nachbesserungen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat angekündigt, die erforderlichen Reformen schnell umsetzen zu wollen. Denkbar sei etwa, dass große Familienunternehmen nur noch dann steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen können, wenn sie durch eine Bedürfnisprüfung nachweisen, dass der Erhalt des Unternehmens durch die Erbschaftssteuer gefährdet wäre. Auch das Privatvermögen der Erben bzw. Beschenkten soll dabei berücksichtigt werden. Kleinere Unternehmen bis 20 Mitarbeitern werden ebenfalls über die Lohnsumme den Erhalt der Arbeitsplätze nachweisen müssen, wenn sie von den Steuerprivilegien profitieren wollen. Ein anderer Vorschlag kommt von der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. Sie spricht sich in der „Süddeutschen Zeitung“ für die Streichung aller steuerlichen Privilegien von Firmenerben aus. Als Ausgleich solle der Spitzensteuersatz auf 15 Prozent gesenkt werden.

„An Schäubles Plänen gibt es Kritik aus allen Richtungen. Auch der Vorschlag von Anke Rehlinger wird sich wohl kaum durchsetzen. Wie auch immer die Reform der Erbschaftssteuer am Ende aussehen wird: Die Firmenerben werden sich bei der Unternehmensnachfolge darauf einstellen müssen, dass es zu Einschnitten bei den Steuerprivilegien kommt. Daher sollte die Unternehmensnachfolge gründlich geplant sein und dabei die steuerlichen Optimierungsmöglichleiten genutzt werden“, so Dr. Ronny Jänig, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht.

Mehr Informationen zur Unternehmensnachfolge unter http://www.rosepartner.de/rechtsberatung/unternehmensnachfolge-stiftung/ueberblick-unternehmensnachfolge.html

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 845398
 177

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Reform der Erbschaftssteuer und die Unternehmensnachfolge“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von ROSE & PARTNER LLP

Bild: Kinderwunsch, künstliche Befruchtung und die KostenBild: Kinderwunsch, künstliche Befruchtung und die Kosten
Kinderwunsch, künstliche Befruchtung und die Kosten
Der Bundesgerichtshof entscheidet zur Kostenübernahme durch Krankenkassen bei der künstlichen Befruchtung im fortgeschrittenen Alter. Immer mehr Paare sind ungewollt kinderlos. Für viele ist die künstliche Befruchtung die letzte Möglichkeit, sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Aber die finanzielle Belastung ist enorm. Je nach Art der notwendigen Behandlung fallen pro Versuch inklusive Medikamente bis zu 5.000 EUR an. Eine (anteilige) Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse variiert stark. Grundsatz: Erfolgsaussichten entscheiden Dem…
Kindernahrungsmittel bewerben?
Kindernahrungsmittel bewerben?
Ärzte fordern ein Werbeverbot für Kinderprodukte. Glückliche Kinder und frische Zutaten auf der Verpackung vieler Nahrungsmitteln für Kinder sollen den Eindruck erwecken, besonders gut für sie zu sein. Dabei handele es sich gerade bei Süßigkeiten um die denkbar schlechteste Nahrung für junge Menschen. Werbung für Kinderprodukte Werbung für Kinder ist besonders effektiv. Alles, was glitzert oder ein Bild enthält, wird im Regal ohne weitere Prüfung bestaunt und soll möglichst gekauft werden. Aber auch Eltern greifen nach den bunten Verpacku…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Unternehmensnachfolge: Stärkere Belastung durch Reform der ErbschaftssteuerBild: Unternehmensnachfolge: Stärkere Belastung durch Reform der Erbschaftssteuer
Unternehmensnachfolge: Stärkere Belastung durch Reform der Erbschaftssteuer
Die Reform der Erbschaftssteuer könnte Firmenerben bei der Unternehmensnachfolge (http://www.grprainer.com/rechtsberatung/gesellschaftsrecht/unternehmensnachfolge.html)stärker belasten als bislang gedacht. Die Pläne der Regierung stehen in der Kritik. GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München …
Bild: Unternehmensnachfolge: Gesetzentwurf zur Reform der Erbschaftssteuer beschlossen
Unternehmensnachfolge: Gesetzentwurf zur Reform der Erbschaftssteuer beschlossen
Die Reform der Erbschaftssteuer nimmt konkrete Formen an. Die Bundesregierung hat nun einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen. Unternehmenserben müssen sich auf Änderungen einstellen. Die gute Nachricht für Firmenerben vorweg: Viele, besonders kleine Familienunternehmen, bleiben weiterhin ganz oder zumindest teilweise von der Erbschaftssteuer …
Bild: BFH erleichtert Unternehmensnachfolge - MTR Legal Bild: BFH erleichtert Unternehmensnachfolge - MTR Legal
BFH erleichtert Unternehmensnachfolge - MTR Legal
… Familienunternehmen und mittelständische Unternehmen stellt sich die Frage, wer das Unternehmen in Zukunft leiten soll. Dabei erweist sich die Gestaltung der Unternehmensnachfolge vielfach als schwierig. Grundsätzlich bieten sich zwei Möglichkeiten: Der Verkauf des Unternehmens oder die interne Unternehmensübergabe innerhalb der Familie.Gerade bei Familienunternehmen …
Bild: Unternehmensnachfolge nach der ErbschaftssteuerreformBild: Unternehmensnachfolge nach der Erbschaftssteuerreform
Unternehmensnachfolge nach der Erbschaftssteuerreform
… über die Lohnsumme nachgewiesen werden. Betriebe mit maximal fünf Beschäftigten sind von der Nachweispflicht befreit. Damit die Unternehmensnachfolge auch unter steuerlichen Gesichtspunkten optimal geregelt werden kann, können im Steuerrecht und Erbrecht kompetente Rechtsanwälte beraten.https://www.grprainer.com/rechtsberatung/gesellschaftsrecht/unternehmensnachfolge.html
BVMW-Präsident Ohoven fordert: Familienbetriebe steuerfrei vererben
BVMW-Präsident Ohoven fordert: Familienbetriebe steuerfrei vererben
… begrüßen, so der Mittelstandspräsident, dass Bundesfinanzminister Steinbrück rückwirkend zum 1. Januar 2007 die Vererbung betrieblicher Vermögen „verschonen“ wolle. Das erleichtere die Unternehmensnachfolge. Gleichwohl ergäben sich daraus in der Praxis eine Reihe neuer Schwierigkeiten, beispielsweise die Abgrenzung zwischen Firmen- und Privatvermögen.
Bild: Reform der Erbschaftssteuer: Bundesrat blockiert GesetzentwurfBild: Reform der Erbschaftssteuer: Bundesrat blockiert Gesetzentwurf
Reform der Erbschaftssteuer: Bundesrat blockiert Gesetzentwurf
… der Firmenerben in dem Gesetzesentwurf für zu großzügig und in Teilen nach wie vor für verfassungswidrig. Für etliche Familienunternehmen steht in Deutschland in den nächsten Jahren die Unternehmensnachfolge an. Sie hängen nach wie vor in der Luft, da immer noch nicht klar ist, wie Firmenerben demnächst besteuert werden. Der Gesetzentwurf sah vor, dass …
Liberaler Mittelstand lehnt Erbschaftssteuer-Reform ab
Liberaler Mittelstand lehnt Erbschaftssteuer-Reform ab
Erfurt/Berlin, 09. November - Die Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand (BLM) lehnt die Pläne der Großen Koalition zur Reform der Erbschaftssteuer ab. Das beschloss die Bundes-Delegiertenkonferenz des Unternehmerverbandes, die am Samstag in Erfurt tagte. “Die Regierung geht davon aus, dass Unternehmer eine Gehalts- und Finanzplanung für 7 bis 10 Jahre …
Bild: Erbschaftssteuerreform: Einschnitte für FirmenerbenBild: Erbschaftssteuerreform: Einschnitte für Firmenerben
Erbschaftssteuerreform: Einschnitte für Firmenerben
… zum Teil verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 17. Dezember 2014 entschieden. Bis zum 30. Juni 2016 muss der Gesetzgeber nun eine Reform der Erbschaftssteuer auf den Weg bringen. Die bisherigen Regelungen mit großzügigen steuerlichen Rabatten für Firmenerben wird es dann nicht mehr in dieser Form geben, da sie gegenüber …
Bild: Diskussion um Erbschaftssteuer – Möglichkeiten zur Steueroptimierung nutzen
Diskussion um Erbschaftssteuer – Möglichkeiten zur Steueroptimierung nutzen
… PARTNER LLP. Diese Spielräume beschränken sich nicht nur auf Firmenerben, sondern erstrecken sich auch auf Erben von Privatvermögen. „Besonders bei der Unternehmensnachfolge, beim Übergang von Immobilien und lebzeitigen Vermögensübertragungen zwischen Ehegatten sollten die Möglichkeiten zur Steueroptimierung genutzt werden“, empfiehlt Rechtsanwalt und …
Bild: Geplante Reform der Erbschaftssteuer erfordert frühzeitige Nachfolgeplanung für Familienunternehmen
Geplante Reform der Erbschaftssteuer erfordert frühzeitige Nachfolgeplanung für Familienunternehmen
… zum 01. August 2008 entfallen ist, herrscht in Deutschland Unsicherheit. Abzusehen ist jedoch jetzt schon, dass es zu weitreichenden Veränderungen im Bereich der Unternehmensnachfolge kommen wird. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass grundsätzlich 15 Prozent des Betriebsvermögens von den Erben sofort versteuert werden müssen, während die restlichen 85 Prozent …
Sie lesen gerade: Reform der Erbschaftssteuer und die Unternehmensnachfolge