(openPR) Das Ende einer kosmischen Odyssee - Experte glaubt: "Die UFOs sind nach Hause geflogen!"
Mannheim. Bald sind es 60 Jahre als die "Fliegenden Untertassen" erstmals in Zeiten des Kalten Krieges die Gemüter von Amerika ausgehend erhitzten und die Frage nach außerirdischen Besuchern in ihren komischen Flugkisten heftig debattiert aufkam. Unzählige Meldungen über merkwürdig-scheinende Lichter in der Nacht kamen rund um den Globus auf, die man oft voreilig als fremde Raumschiffe betrachtete. "Seltsam erscheinende Dinge wurden schon immer an unserem Himmel gesehen und jeweils zeitgenössisch verfremdet interpretiert, bei den UFOs war dies nicht anders", so Werner Walter vom Mannheimer Centralen Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP), der seit 33 Jahren als Amateur-Astronom solchen Dingen auf den Grund geht.
Immer wieder belebten seiner Beobachtung nach "SF-Elemente" das Thema der unidentifizierten Flugobjekte und entlang dieser "Fantasien" gab es etliche "ufologische Gelegenheitsganoven, komische Kauze und Spinner" die mit einem Schuß Esoterik, New Age und Spiritismus das Thema der Alien-Besuche zu beleben verstanden. Der Höhepunkt waren angebliche "Entführungen von Menschen durch kleine graue Außerirdische" und schließlich sogar der griesige Schwarz-Weiß-Film von einer "Alien-Autopsie" 1947 im neu-mexikanischen UFO-Kultort Roswell. Spätestens seit der "Akte X"-Serie kennt die Weltbevölkerung diese ehemals als "Insider-Themen" bekannten Facetten der UFOlogie, welche niemals den Status von Wissenschaftlichkeit erfuhr und immer im Fahrwasser des "Bunten aus aller Welt" erschien. Sechs Jahrzehnte umtrieb die Menschheit die UFOs, welche hauptsächlich durch spezielle Zeitschriften und Bücher Verbreitung fanden. Doch - dies war einmal, selbst die Boulevardpresse hat ihr Interesse an den ehemals "spannenden Unterhaltungsthemen rund um die UFOs" verloren, wie Walter nun feststellt und meint, "dass die Luft da einfach raus ist".
Bereits seit knapp zehn Jahren "bricht der UFO-Markt" zusammen und die "echten UFO-Freaks" sind eine einsame "Alien-Nation" geworden, die sich nur noch mit spinnösen Verschwörungstheorien über Wasser hält und einfach alle Augen zudrückt, um die Wahrheit nicht zu sehen. Den letzten "Sargnagel", so Walter, rammte dieser Tage in England ein Spezial-Effekte-Spezialist der Filmindustrie der UFOlogie ein, als der erklärte den weltweit gesehenen "Alien-Autopsie"-Film in den 90ern als Trickspezialist mitproduziert zu haben. Dabei war dieser Streifen der bisher "beste Alien-UFO-Beweis" und auch er fand eine so banale Erklärung. "Genauso wie eine UFO-Sichtung nach der anderen, was die Öffentlichkeit inzwischen auch erkannt hat", so der Mannheimer, welcher zumindest in Deutschland selbst nicht wenig dazu beitrug dem "UFO-Mythos" den Atmen zu nehmen. Seiner Feststellung nach brechen seit Jahren bereits die diversen UFO-Klubs nach und nach wegen Mitgliederschwund ein, weil die Menschen das Interesse verlieren. Obwohl das Internet eine große Konkurrenz für gedruckte Werke inzwischen bedeutet und man annehmen sollte, dass die UFO-Fans sich nun im weltweiten Netz der Netze versammeln, sei dies nur bedingt richtig. "Auch hier hat der UFO-Boom längst nachgelassen. Während noch zur Jahrtausendwende vielleicht 10.000 UFOlogen sich noch in den speziellen Foren tummelten, so sind es in diesen Tage kaum noch 1.000 die hierzulande sich in allen Internet-Foren zusammengenommen treffen. International ist dies genau so", so Walter.
Für Walter ist damit "das Ende einer kosmischen Odyssee" erreicht und er glaubt, dass "die UFOs zwar nicht wirklich nach Hause geflogen sind, einfach weil die fremden Raumschiffe nur in unserer Fantasie da waren", aber nach 60 Jahren künstlicher Aufregung und Hysterie um das Thema geht einfach den Menschen auf, wie sie so lange an der Nase herumgeführt wurden und sie selbst mit daran schuld sind, "weil die Idee doch zu verführerisch war". Selbst der gutgläubigste Mensch sieht einfach nach mehr als einem halben Jahrhundert ein: "Die UFO-Beweislage ist immer noch mehr als mau. Und vielleicht da und dort aufkommende Indizien sind einfach zu schwach, um an die bisherigen Durchhalteparolen noch glauben zu können."
Ende
Centrales Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene, CENAP
30 Jahre CENAP: 1976 - 2006












