(openPR) Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) betrachtet die heute veröffentlichten Ergebnisse des DAK-Gesundheitsreports 2015 als erneutes deutliches Warnsignal an die Adresse von Politik und Arbeitgebern. „Wieder liegen die Gesundheitsberufe an der Spitze des Krankenstandsniveaus – zugelegt haben sowohl die Zahl der Krankmeldungen als auch die Dauer der Erkrankungen. Und die Ursachen sind noch immer dieselben wie in den Vorjahren: stark belastende Arbeitsbedingungen, auch das belegen die Zahlen. Wie lange soll hier eigentlich noch nur zugeschaut werden?“, fragt DBfK-Referentin Johanna Knüppel. „Seit Jahren sind die Trends bekannt. Die unverändert schlechte Personalbemessung in der Pflege, die immense Arbeitsverdichtung, der kontinuierlich hohe Zeitdruck bei der Arbeit machen krank. Diejenigen, die man dringend braucht, um pflegebedürftige Menschen zu versorgen, brauchen selber Hilfe, weil sie über Jahre buchstäblich verschlissen wurden“, so Knüppel. Der DBfK hat seit Jahren vor diesen Folgen gewarnt – jetzt verschärfen die hohen Krankheitsausfälle den Fachpersonalmangel zusätzlich.
Der DBfK fordert
- eine unverzügliche, spürbare und dauerhafte Verbesserung der Personalschlüssel; in den Krankenhäusern ist das nur über eine gesetzlich definierte verpflichtende Personalbemessung sicherzustellen;
- die Gewährleistung von Dienstplansicherheit, um Privatleben und Beruf gut vereinbaren zu können;
- das Einhalten von Arbeitsrecht und Arbeitsschutzgesetzen; dies muss konsequent überprüft und Verstöße sanktioniert werden;
- mehr Gesundheitsförderung für beruflich Pflegende im Sinne von Verhältnisprävention; Arbeitsprozesse und Strukturen sind vor allem mitarbeiterorientiert und weniger effizienzorientiert auszurichten.












