(openPR) Bei einer Preisverleihung am Sitz des Europäischen Parlaments in Brüssel hat der Jesuiten-Flüchtlingsdienst JRS (Jesuit Refugee Service) die Gewinner eines Wettbewerbs für europäische Nachwuchsjournalisten ausgezeichnet.
Den ersten Preis erhielt der dänische Student Kasper Tveden Jensen für seinen Artikel 'Suicidal Silence' (Selbstmörderisches Schweigen). Er erhält im Sommer 2006 die Gelegenheit, das Flüchtlingslager Kakuma in Kenia zu besuchen. Weitere Gewinner sind Hélène Hofman, Studentin aus Irland, für ihren Artikel 'Waiting to Check Out' (Warten auf die Ausreise) und Kirsty Whalley, Studentin aus Großbritannien, für ihren Artikel 'Destitute Zimbawean Asylum Seekers Stuck in Limbo in the United Kingdom' (Notleidende Asylbewerber aus Simbabwe stecken in der Schwebe in Großbritannien).
Bei der Zeremonie war die deutsche Europaabgeordnete Hiltrud Breyer (Grüne) anwesend. Den ersten Preis überreichte die dänische Europaabgeordnete Britta Thomsen (PSE). Außer den Gewinnern nahmen auch Pressevertreter, die Jurymitglieder sowie Sponsoren teil. Die Gewinnerin des dritten Preises, Kirsty Whalley, konnte nicht persönlich teilnehmen: Die aus Simbabwe stammenden Journalistikstudentin, deren Familie vor fünf Jahren aus politischen Gründen aus ihrem Land geflohen war, hatte keinen gültigen simbabwischen Pass erhalten.
Die mit vier Journalisten besetzte internationale Jury zeigte sich beeindruckt von der Herangehensweise und der Qualität der eingesandten Beiträge aus zwölf europäischen Ländern: "Die Artikel richten den Fokus auf Aspekte der Flüchtlinge in Europa, die sonst normalerweise vernachlässigt werden. Vor allem betonen sie die humanitäre Situation der Menschen, die in Europa Schutz suchen", sagte der Journalist und frühere Pressesprecher von Human Rights Watch, Jean-Paul Marthoz.
Zu dem Journalistenwettbewerb hatte der Jesuiten-Flüchtlingsdienst Journalistikstudenten und Absolventen von Journalistenschulen eingeladen, die reale Situation von Flüchtlingen in Europa in den Blick zu nehmen und über die Realität hinter den Schlagzeilen zu berichten.
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Der Journalistenwettbewerb wird unterstützt durch: European Council of Refugees and Exiles (ECRE), International Federation of Journalists (IFJ), und European Year Against Racism (More Colours in the Media)









